Auslandsstudium"Nehmen Sie sich Zeit"
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"Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Stipendien"

 ZEIT CAMPUS: Wo kann man Unterstützung finden?

Rhode: Die besten Ansprechpartner sitzen direkt an der eigenen Universität. Beim Akademischen Auslandsamt – oft heißt es auch International Office – kann man sich über Förderprogramme informieren und herausfinden, mit welchen Hochschulen Kooperationen bestehen. Dafür gibt es offene kostenlose Sprechstunden bei den Auslandsämtern. Die nächste Anlaufstelle ist der Fachbereich. Die Mitarbeiter dort wissen über die Partnerunis und die spezifischen Bedingungen im Studiengang Bescheid und können sehr konkret weiterhelfen.

ZEIT CAMPUS: Wie kann man den Aufwand für die Vorbereitung möglichst klein halten?

Rhode: Am besten, indem man sich eine Partnerhochschule der eigenen Uni sucht. Bei diesen Kooperationen entfallen oft die Studiengebühren, und man spart viel Papierkram.

ZEIT CAMPUS: Und wenn es keine Kooperation mit der gewünschten Uni im Ausland gibt?

Rhode: Dann bleibt immer noch die eigenständige Organisation als sogenannter Free Mover. Der Vorteil: Man kann sich das Land und die Hochschule frei aussuchen. Dafür muss man sich selbst bei der Uni bewerben, die gewünschten Kurse aus dem Vorlesungsverzeichnis heraussuchen und dann vom eigenen Prüfungsamt absegnen lassen. Ob man sich das zutraut, muss jeder selbst einschätzen. Wer schon Probleme hat, sein Studium in Deutschland zu organisieren, ist mit einem bestehenden Austauschprogramm sicher besser beraten.

ZEIT CAMPUS: Wie finanziert man die Zeit im Ausland?

Rhode: Dafür gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Stipendien – nicht nur für Hochbegabte. Wenn man sich für einen Auslandsaufenthalt entschieden hat, findet man einen Weg, damit es am Geld nicht scheitert.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Aussage, es gebe wichtigeres, als die Regelstudienzeit einzuhalten, entbehrt nicht einer gewissen Komik - und zwar nicht nur im Hinblick auf BAföG-Empfänger, deren Finanzierung nur bis zum Ende der Regelstudienzeit gesichert ist. Je nach Universität soll es sogar Leute geben, die das Pech haben, die Regelstudienzeit nur begrenzt überziehen zu können. Meine Prüfungsordnung (ich studiere Informatik) sieht vor, dass Studierende, die den Bachelor um mehr als zwei oder den Master um mehr als ein Semester überziehen, automatisch exmatrikuliert werden und den Studiengang endgültig nicht bestanden haben.

    4 Leser-Empfehlungen
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    Du kannst für einen Auslandsaufenthalt auch ein Urlaubssemester beantragen. Damit wird deine Regelstudienzeit nicht beeinflusst. Der einzige Nachteil wird dadurch für dich sein, in diesem Semester wirklich keine Klausur an deiner Heimatuni schreiben zu dürfen. (Zumindest nicht, wenn der Klausurtermin zeitlich in diesem Semester liegt. Nachtermine, falls vorhanden, liegen zeitlich idR. schon wieder im nächsten Semester)

    Du kannst für einen Auslandsaufenthalt auch ein Urlaubssemester beantragen. Damit wird deine Regelstudienzeit nicht beeinflusst. Der einzige Nachteil wird dadurch für dich sein, in diesem Semester wirklich keine Klausur an deiner Heimatuni schreiben zu dürfen. (Zumindest nicht, wenn der Klausurtermin zeitlich in diesem Semester liegt. Nachtermine, falls vorhanden, liegen zeitlich idR. schon wieder im nächsten Semester)

  2. Du kannst für einen Auslandsaufenthalt auch ein Urlaubssemester beantragen. Damit wird deine Regelstudienzeit nicht beeinflusst. Der einzige Nachteil wird dadurch für dich sein, in diesem Semester wirklich keine Klausur an deiner Heimatuni schreiben zu dürfen. (Zumindest nicht, wenn der Klausurtermin zeitlich in diesem Semester liegt. Nachtermine, falls vorhanden, liegen zeitlich idR. schon wieder im nächsten Semester)

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    • T1
    • 02.06.2012 um 16:33 Uhr

    Die Kombiantion Urlaubssemester und Auslandsbafög funktioniert gut, allerdings werden für das Bafög nachher nur die tatsächlich im Ausland studierten/gearbeiteten Monate an die Regelstudienzeit angehängt. Das heißt wenn man 4 Monate im Ausland ist, wird nachher auch nur um 4 Monate verlängert. Den Rest des siebten Semesters steht man dann ohne Bafög da.

    Insgesamt sind die Regelungen für das Bafög etwas kompliziert, Auslandspraktika werden z.B. nur finanziert wenn sie verplichtend vorgeschrieben sind. Aber die Mühe lohnt sich am Ende, immerhin werden der Flug und die Studiengebühren/Kursgebühren übernommen.

    • T1
    • 02.06.2012 um 16:33 Uhr

    Die Kombiantion Urlaubssemester und Auslandsbafög funktioniert gut, allerdings werden für das Bafög nachher nur die tatsächlich im Ausland studierten/gearbeiteten Monate an die Regelstudienzeit angehängt. Das heißt wenn man 4 Monate im Ausland ist, wird nachher auch nur um 4 Monate verlängert. Den Rest des siebten Semesters steht man dann ohne Bafög da.

    Insgesamt sind die Regelungen für das Bafög etwas kompliziert, Auslandspraktika werden z.B. nur finanziert wenn sie verplichtend vorgeschrieben sind. Aber die Mühe lohnt sich am Ende, immerhin werden der Flug und die Studiengebühren/Kursgebühren übernommen.

    • T1
    • 02.06.2012 um 16:33 Uhr
    3. Bafög

    Die Kombiantion Urlaubssemester und Auslandsbafög funktioniert gut, allerdings werden für das Bafög nachher nur die tatsächlich im Ausland studierten/gearbeiteten Monate an die Regelstudienzeit angehängt. Das heißt wenn man 4 Monate im Ausland ist, wird nachher auch nur um 4 Monate verlängert. Den Rest des siebten Semesters steht man dann ohne Bafög da.

    Insgesamt sind die Regelungen für das Bafög etwas kompliziert, Auslandspraktika werden z.B. nur finanziert wenn sie verplichtend vorgeschrieben sind. Aber die Mühe lohnt sich am Ende, immerhin werden der Flug und die Studiengebühren/Kursgebühren übernommen.

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    Antwort auf "@Studiendauer"
  3. Eine andere Möglichkeit ist ganz auf Austauschprogramme zu verzichten und sich einfach für ein jahr woanders einzuschreiben. Warum nicht einfach den Master ganz im Ausland machen?

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    Und warum nicht gleich den Bachelor im Ausland machen und den Master dann auch? Da greift man dann gleich zwei Länder ab mit 3-4 und 1-2 Jahren. DAS ist dann Auslandserfahrung.Ich kenne jemanden, der hat bis zum Masterabschluss in den Niederlanden, Spanien und dann Frankreich studiert. Der sprach dann Holländisch, Spanisch, Englisch und ein wenig Französisch (neben seinem Deutsch). DAS ist dann wirklich ein guter Fang für die Personaler.

    Und warum nicht gleich den Bachelor im Ausland machen und den Master dann auch? Da greift man dann gleich zwei Länder ab mit 3-4 und 1-2 Jahren. DAS ist dann Auslandserfahrung.Ich kenne jemanden, der hat bis zum Masterabschluss in den Niederlanden, Spanien und dann Frankreich studiert. Der sprach dann Holländisch, Spanisch, Englisch und ein wenig Französisch (neben seinem Deutsch). DAS ist dann wirklich ein guter Fang für die Personaler.

  4. .... sagen wir, Maschinenbau in Europa schon hin ? In die Schweiz ? Ist genau so wie hier, nur teurer ! Und dein Englisch wird auch nicht besser ! Wer will schon in England Maschinebau studieren ( lol!!!!)?
    Jeder Personalchef weiss, dass du sechs Monaten Party nur einen akademischen Anstrich verpasst, aso sei besser ehrlich ! Anständig studieren (nach deutscher Profession) kannst du nur in Deutschland !

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    • derrr
    • 02.06.2012 um 17:31 Uhr

    Das stimmt so nicht, es gibt auch sehr gute Ingenieure außerhalb Deutschlands, z.B. in Frankreich, den USA, Spanien, in den Niederlanden, auch in Großbritannien. Um das herauszufinden hilft es mal im Ausland gewesen zu sein ;-). Im späteren Arbeitsleben kann es auch mal vorkommen, dass man mit Kollogen aus anderen Ländern zu tun hat. Da ist es ganz gut wenn man einmal die Erfahrung gemacht hat wie in anderen Ländern mit anderer Mentalität gearbeitet wird. Ich denke darum geht es beim Auslandssemseter, weniger ob man fachlich soviel weiter kommt. Eher darum einfach mal den Blickwinkel auf sich selbst ändern.

    Für jeden dem ein Studiensemester im Ausland zu wenig bringt kann ich nur ein Auslandspraktikum/-praxissemester empfehlen. Bei der richtigen Stelle bekommt man auch ein wenig Gehalt wodurch die Finanzierung auch geklärt wäre.

    • derrr
    • 02.06.2012 um 17:31 Uhr

    Das stimmt so nicht, es gibt auch sehr gute Ingenieure außerhalb Deutschlands, z.B. in Frankreich, den USA, Spanien, in den Niederlanden, auch in Großbritannien. Um das herauszufinden hilft es mal im Ausland gewesen zu sein ;-). Im späteren Arbeitsleben kann es auch mal vorkommen, dass man mit Kollogen aus anderen Ländern zu tun hat. Da ist es ganz gut wenn man einmal die Erfahrung gemacht hat wie in anderen Ländern mit anderer Mentalität gearbeitet wird. Ich denke darum geht es beim Auslandssemseter, weniger ob man fachlich soviel weiter kommt. Eher darum einfach mal den Blickwinkel auf sich selbst ändern.

    Für jeden dem ein Studiensemester im Ausland zu wenig bringt kann ich nur ein Auslandspraktikum/-praxissemester empfehlen. Bei der richtigen Stelle bekommt man auch ein wenig Gehalt wodurch die Finanzierung auch geklärt wäre.

  5. Die Welt ist voller Experten und wenn der Journalist nicht weiter weiß, beruft er sich auf namenlose Experten. In letzer Zeit waren das zumeist Finanzexperten, die Mittwoch erklärten, dass ihre Montagsmeinung nicht mehr gilt.
    Was ist denn nun eine "Auslandsexpertin"? Sitzt im Zimmer nebenan der "Inlandsexperte" und warten beide auf den Anruf des "Schreibexperten" (Onlinejournalisten), gehen mittags zum "Essexperten" (Koch) und warten danach auf den "Lichtexperten" (Hausmeister) weil die Leuchststoffröhre flackert?

    6 Leser-Empfehlungen
    • derrr
    • 02.06.2012 um 17:31 Uhr

    Das stimmt so nicht, es gibt auch sehr gute Ingenieure außerhalb Deutschlands, z.B. in Frankreich, den USA, Spanien, in den Niederlanden, auch in Großbritannien. Um das herauszufinden hilft es mal im Ausland gewesen zu sein ;-). Im späteren Arbeitsleben kann es auch mal vorkommen, dass man mit Kollogen aus anderen Ländern zu tun hat. Da ist es ganz gut wenn man einmal die Erfahrung gemacht hat wie in anderen Ländern mit anderer Mentalität gearbeitet wird. Ich denke darum geht es beim Auslandssemseter, weniger ob man fachlich soviel weiter kommt. Eher darum einfach mal den Blickwinkel auf sich selbst ändern.

    Für jeden dem ein Studiensemester im Ausland zu wenig bringt kann ich nur ein Auslandspraktikum/-praxissemester empfehlen. Bei der richtigen Stelle bekommt man auch ein wenig Gehalt wodurch die Finanzierung auch geklärt wäre.

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    ...rumgekommen, aber ich habe noch nie mit einem spanischen Ingenieur zusammen gearbeitet, mit holländischen schon, das muss ich zugeben ! Aber da ist wohl kaum ein kultureller Unterschied zu sehen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die als diskriminierend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz

    ...rumgekommen, aber ich habe noch nie mit einem spanischen Ingenieur zusammen gearbeitet, mit holländischen schon, das muss ich zugeben ! Aber da ist wohl kaum ein kultureller Unterschied zu sehen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die als diskriminierend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz

  6. ...rumgekommen, aber ich habe noch nie mit einem spanischen Ingenieur zusammen gearbeitet, mit holländischen schon, das muss ich zugeben ! Aber da ist wohl kaum ein kultureller Unterschied zu sehen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die als diskriminierend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz

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    Ja genau, nur Deutschland kann was. Jegliche Ingenieurskunst weltweit stammt aus Deutschland, ohne die Deutschen hätte der Rest der Welt nicht mal das Rad erfunden.

    Und die von Ihnen angeführten Amerikaner haben ja noch nie was auf die Reihe gekriegt haben. All die Brücken, Wolkenkratzer, Raumfähren - alles deutsch

    • derrr
    • 02.06.2012 um 19:30 Uhr

    Ich kann nicht beurteilen wo Sie rumgekommen sind. Aber hier sollte doch mal gesagt werden, dass die Arroganz mancher Deutscher bezogen auf unsere Ingenieure unangebracht ist. Auch in Deutschland ist nicht jedes Ingenieursstudium das Gelbe vom Ei. Auch in anderen Ländern kann man gute Ingeneure finden. Wenn Sie von Amerikanischen Ingenieuren reden dann sollten Sie wissen, dass die Ausbildung in den USA sehr stark von der Universität abhängig ist, das geht vom staatlichen College bis zum MIT.

    Frankreich das ich auch erwähnt hatte, hat z.B. sehr gute Ingenieure, die den Deutschen im Bereich der mathematischen Grundlagen häufig überlegen sind.

    Und beim Fachlichen möchte ich doch auch mal gesagt haben, dass man auch während des Studiums in Deutschland die eine oder andere Vorlesung hören muss die einen Fachlich nicht viel weiter bringt. Außerdem hatte ich auch nicht gesagt, dass man ganz auf das Fachliche verzichten sollte, sondern dass es andere Erfahrungen gibt die genauso wichtig sind.

    Außerdem sind die Niederlande nicht gleich Deutschland, wer einmal in den Niederlanden gearbeitet hat weiß das.

    Auslandserfahrungen verändern, wie ich schon gesagt habe, den Blickwinkel. Bestimmt kommt man auch ohne diese Erfahrungen zurecht, aber sie können in jedem Fall eine wichtige Erfahrung für sein eigenes Selbstbild und den Umgang mit anderen Kulturen sein, was meiner Meinung nach in der globalisierten Welt von heute nicht unterschätzt werden sollte.

    Ja genau, nur Deutschland kann was. Jegliche Ingenieurskunst weltweit stammt aus Deutschland, ohne die Deutschen hätte der Rest der Welt nicht mal das Rad erfunden.

    Und die von Ihnen angeführten Amerikaner haben ja noch nie was auf die Reihe gekriegt haben. All die Brücken, Wolkenkratzer, Raumfähren - alles deutsch

    • derrr
    • 02.06.2012 um 19:30 Uhr

    Ich kann nicht beurteilen wo Sie rumgekommen sind. Aber hier sollte doch mal gesagt werden, dass die Arroganz mancher Deutscher bezogen auf unsere Ingenieure unangebracht ist. Auch in Deutschland ist nicht jedes Ingenieursstudium das Gelbe vom Ei. Auch in anderen Ländern kann man gute Ingeneure finden. Wenn Sie von Amerikanischen Ingenieuren reden dann sollten Sie wissen, dass die Ausbildung in den USA sehr stark von der Universität abhängig ist, das geht vom staatlichen College bis zum MIT.

    Frankreich das ich auch erwähnt hatte, hat z.B. sehr gute Ingenieure, die den Deutschen im Bereich der mathematischen Grundlagen häufig überlegen sind.

    Und beim Fachlichen möchte ich doch auch mal gesagt haben, dass man auch während des Studiums in Deutschland die eine oder andere Vorlesung hören muss die einen Fachlich nicht viel weiter bringt. Außerdem hatte ich auch nicht gesagt, dass man ganz auf das Fachliche verzichten sollte, sondern dass es andere Erfahrungen gibt die genauso wichtig sind.

    Außerdem sind die Niederlande nicht gleich Deutschland, wer einmal in den Niederlanden gearbeitet hat weiß das.

    Auslandserfahrungen verändern, wie ich schon gesagt habe, den Blickwinkel. Bestimmt kommt man auch ohne diese Erfahrungen zurecht, aber sie können in jedem Fall eine wichtige Erfahrung für sein eigenes Selbstbild und den Umgang mit anderen Kulturen sein, was meiner Meinung nach in der globalisierten Welt von heute nicht unterschätzt werden sollte.

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