1. Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt?

Zurzeit können laut Verein Deutscher Ingenieure (VDI) 80.000 Stellen für Ingenieure nicht besetzt werden. Normalerweise finden Uni-Absolventen innerhalb weniger Wochen einen Job, nur in Einzelfällen dauert es mehrere Monate. Viele Unternehmen bewerben sich inzwischen selbst bei den potenziellen Bewerbern, noch bevor diese mit der Uni fertig sind, etwa mit hoch bezahlten Praktika und Angeboten für ein duales Studium – besonders größere Firmen lassen sich die Suche nach dem Nachwuchs einiges kosten.

2. Wo kann ich besonders viel bewegen?

Wer die Probleme von morgen lösen will, kann etwa auf regenerative Energien setzen, hier bestimmen Ingenieure maßgeblich die weitere Entwicklung. Seit im vergangenen Jahr der Atomausstieg beschlossen wurde, sind Spezialisten wie Maschinenbauer und Elektroingenieure in dieser Branche gefragter denn je. Ohne Ingenieure käme die Energiewende ins Stocken, sie werden gebraucht, wenn Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Geothermie bald für einen Großteil des Stroms sorgen sollen. Weitere Wachstumsfelder sind unter anderem Medizintechnik, Elektromobilität und Nanotechnologie.

3. ...und wo besonders viel verdienen?

»Die beiden Branchen, in denen derzeit am meisten gezahlt wird, sind die Automobil- und die Pharmaindustrie mit oft mehr als 50.000 Euro Einstiegsgehalt«, sagt Marco Dadomo vom VDI. In der Pharmabranche arbeiten vor allem Chemieingenieure und Verfahrenstechniker. Aber auch in den anderen Branchen wie Energie, Elektrotechnik und Bauwesen müssen sich Ingenieure keine Sorgen ums Geld machen: Mit mehr als 40.000 Euro pro Jahr lag das durchschnittliche Einstiegsgehalt 2011 laut VDI sogar noch einmal vier Prozent höher als im Vorjahr.