EntlassungDie wahren Kündigungsgründe werden selten genannt

Wie wird man einen unfähigen Mitarbeiter los? Man muss Gründe suchen! Im Notfall tut es ein geklauter Bleistift. Jens Jessen schreibt über erfundene Kündigungsgründe. von 

ZEIT Campus 5/2012
ZEIT Campus 5/2012

Wegen mangelnder Tüchtigkeit ist noch niemand entlassen worden; es sei denn in der Probezeit. Wie sollte der Arbeitgeber auch Untüchtigkeit nachweisen?

Es müsste sich schon herausstellen, dass der Betriebswirt nicht rechnen oder der Jurist weder lesen noch schreiben kann. Aber selbst dann ließe sich vor Gericht argumentieren, dass der Jurist seine Schriftsätze schließlich auch diktieren und die Gesetzeskommentare als MP3-Datei anhören könne.

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Offizielle Kündigungsgründe sind darum niemals die wahren.

Um einen unfähigen Mitarbeiter loszuwerden, muss der Arbeitgeber behaupten, er habe Bleistifte gestohlen oder irgendetwas anderes angestellt, was in Wahrheit niemanden stört, aber sich vor Gericht verwenden lässt.

Jens Jessen

Jens Jessen ist Feuilletonchef bei der ZEIT. Für ZEIT CAMPUS schreibt er über die Phänome der Arbeitswelt.

Nur selten sind diese Verfehlungen ein zwingendes Entlassungsmotiv – wie etwa Parteienverrat in einer Anwaltskanzlei. Nehmen wir einmal an, die Kanzlei lebt heimlich davon, dass sie immer beide Seiten berät, und ein frisch eingestellter Kollege empört sich darüber – wie wird man den Störenfried los?

Das Recht ist auf seiner Seite, untüchtig wird man ihn auch nicht nennen dürfen, also hilft nur, ihm Bleistiftdiebstahl zu unterstellen. Kündigungen, kurzum, sind oft ungerecht, aber manchmal auch ehrenvoll.

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Leserkommentare
  1. informativ, hilfreich...

    4 Leserempfehlungen
  2. Wer solche Artikel schreibt darf sich nicht wundern, dass man ihm unterstellt einen Bleistift geklaut zu haben, den Dummheit ist ja kein Kündigungsgrund.

    3 Leserempfehlungen
  3. damit produktiv nichts mehr schief läuft. Die besten Chefs in Spe sind doch eh immer die gewesen, die ohne Skrupel von allem behaupten können sie hätten Ahnung davon.

    2 Leserempfehlungen
  4. was will uns der Artikel sagen??

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    dass Vorfälle wie dieser hier: http://www.sueddeutsche.d... oder dieser hier http://de.wikipedia.org/w... einen ungenannten tieferen Grund haben. Z.B. könnte eine der betroffenen Personen jahrelang nicht so gearbeitet haben wie sich das Vorgesetze und Kollegen gewünscht hätten.

    • UK73
    • 18. September 2012 13:25 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltlicher Kritik. Danke, die Redaktion/jz

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    • UK73
    • 18. September 2012 15:00 Uhr

    mein entfernter Kommentar hat keine sachliche Kritik geübt, dennoch merke ich an, dass bisher 4 von 14 Kommentaren wahrscheinlich ebenso die Leere dieses Artikels angeprangert haben und zurecht wegen Inhaltsleere entfernt wurden.

    Kurz zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem Artikel. Sollte eine Betriebswirt nicht rechnen können oder eine Jurist weder lesen noch schreiben, braucht es wohl mehr als ein Wunder (oder ein Dutzend Ausnahmeregeln!), um das Studium heiel zu überstehen. Ist der Titel eine Betriebswirtes oder Jurist vorgegkaukelt, dann ist wohl ein berechtigter Kündigungsgrund!

    Die vom Autor aufgestellte These "Offizielle Kündigungsgründe sind darum niemals die wahren" hätte zudem ich gerne durch gute Argumente untermauert. Vielleicht können mir die Mitkommentatoren helfen?

    • habitus
    • 18. September 2012 13:25 Uhr

    ... ein Copy-Paste-Unfall? Oder war das tatsächlich alles?

    3 Leserempfehlungen
  5. Habe selten einen so nichtssagenden Artikel wie diesen gelesen... Dachte erst, es folgt ein Link auf "ZEIT Campus" oder ähnliches - aber so ist's einfach vollkommen überflüssig.

    5 Leserempfehlungen
  6. 8. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sachliche Kritik. Danke, die Redaktion/jz

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