Stipendien für Studenten

Die größten Anbieter sind die zwölf Begabtenförderungswerke, zu denen auch die parteinahen Stiftungen zählen, etwa die Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD). Die Studenten müssen meist von Dozenten oder Lehrern empfohlen werden. Dann können sie ihren Lebenslauf, Erfahrungsberichte des letzten Semesters oder Schuljahres und Leistungsnachweise einreichen.

Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes, dem größten Begabtenförderungswerk, können Bewerber auch ohne vorgeschlagen zu werden über einen schriftlichen Test in die Auswahlrunde gelangen. Diese beinhaltet neben Diskussionen sowie Einzel- und Gruppenvorträgen Gespräche zwischen Bewerbern und Prüfern.

Je nach Bedürftigkeit zahlen die Förderwerke ihren Stipendiaten bis zu 597 Euro im Monat; unabhängig von der persönlichen finanziellen Lage gibt es 150 Euro Büchergeld und ein Angebot von Sommerakademien, Seminaren oder Auslandsförderungen. Achtung: Wer von einem Begabtenförderungswerk unterstützt wird, kann nicht zusätzlich Bafög bekommen.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland mehr als tausend Stipendiengeber, die Studium, Auslandszeiten oder die Promotion unterstützen. Ein ungewöhnliches Auswahlverfahren bietet »Absolventa – Die demokratische Studienförderung«. Man bewirbt sich online mit einem Anschreiben oder Video für einen Betrag bis 5.000 Euro. Facebook-Nutzer können abstimmen, welcher Bewerber seinen Wunschbetrag bekommen soll – hier sind Noten egal.

Wo finde ich das?

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat 40 Studienkredite und Bildungsfonds miteinander verglichen: bit.ly/campus_kredite; Stipendien findet man über stipendienlotse.de oder mystipendium.de und über die Abfrage auf e-fellows.net. Einen Überblick über die großen Begabtenförderungswerke gibt stipendiumplus.de