StudienfinanzierungWo kann ich am besten sparen?

Der Verschwendung vorbeugen, beim Reisen sparen, Papierkram bezwingen: Vier Tipps für mehr Geld – und ein gutes Gewissen. von Viola Diem

1. Sich selbst austricksen

Jeden Monat ein bisschen Geld beiseitezulegen klingt nach einem guten Plan. Er scheitert jedoch oft an teuren Verführungen in Einkaufspassagen oder dem zehnten Chai Latte. Das Sparen klappt besser, wenn man sich den Zugriff auf sein Geld künstlich erschwert, zum Beispiel indem man den entbehrlichen Teil vom Girokonto holt und auf ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto schiebt.

Das Tagesgeldkonto ist eine gute Alternative zum Sparbuch, bei dem es zurzeit selten mehr als ein Prozent Zinsen gibt. Bei der Entscheidung für ein Festgeldkonto muss klar sein, dass das Geld unter Verschluss und nicht – oder nur mit Nachteilen – zugänglich ist. Je länger der Betrag angelegt wird, umso besser die Zinszahlung. Es gibt auch Festgeldangebote mit sehr kurzer Laufzeit, zum Beispiel das der VTB Direktbank, bei der man das Geld für nur einen Monat für derzeit 2,15 Prozent fest anlegen kann.

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Eine Alternative zum Festgeld ist es, mit einem Bausparvertrag langfristig auf Immobilien zu sparen. In der Regel ist das Geld dann für sieben bis zehn Jahre nicht verfügbar. Mehr als 20 verschiedene Bausparkassen mit über 150 Tarifangeboten gibt es. Bei einigen reichen schon kleinere Beträge wie 30 Euro, die man so lange einzahlt, bis die Mindestsparsumme erreicht oder die Vertragslaufzeit beendet ist. Neben den Zinsen kommt man durch staatliche Zulagen wie die Bausparprämie auf Renditen von bis zu fünf Prozent.

2. Billiger Reisen

Wer vom Reisevirus infiziert ist, braucht Geld. Immerhin kann man mit ein paar einfachen Maßnahmen einige Kosten vermeiden. Bei manchen Kreditkarten fallen zum Beispiel die Gebühren an ausländischen Bankautomaten weg. (So etwa bei der Barclaycard für Studenten. Im ersten Jahr ist sie gratis, ab dem zweiten Jahr kostet sie 12 Euro.)

Mit dem Internationalen Studentenausweis ISIC sind Museumsbesuche und Hostelübernachtungen im Ausland günstiger. Manchmal lohnt auch ein Blick in die Nachbarländer: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben zum Beispiel oft ein Kontingent an preiswerten Bahntickets für Deutschland.

Auf Internetplattformen wie statravel.de oder skyways.de gibt es Flüge mit Studentenrabatt. Die sind aber nicht automatisch preiswerter als Billigflugangebote, man muss also trotzdem vergleichen. Mit »World Wide Opportunities on Organic Farms« (wwoof.org) kann man auf Bio-Betrieben in der ganzen Welt arbeiten, als Gegenleistung für den Einsatz gibt es Unterkunft und Verpflegung.

Leserkommentare
    • ribera
    • 09. Oktober 2012 16:38 Uhr

    Greenpeace als Hort, um ins Gewissen zu investieren.
    Eine Organisation, die das undemokratisch zustande gekommene
    40-köpfige Beschlußgremium Deutschlands damit begründet, daß hierarchisch Strukturen nötig seien, um schnell flexibel und effektiv arbeiten zu können.
    Mit ähnlicher Begründung wollte die Bundesregierung auch ein im Geheimen tagendes Gremium installieren, um schnell auf Krisen in der Eurozone reagieren zu können. Am Parlament vorbei.
    Kommentar ist zwar etwas "off topic", der Abschnitt des Artikels "Ins Gewissen investieren" allerdings auch.

  1. für solche Studenten, die tatsächlich ernsthaft sparen müssen.
    Da stellt sich die Frage nach der Guthabensverzinsung doch nur sehr am Rande und Reiseausgaben werden durch "Reise ist nicht, muss jobben." noch viel überzeugender gekürzt.
    Aber solche "Bettelstudenten" hat Frau Diem wohl auch gar nicht im Sinn gehabt, oder?

  2. Als Luxusproblem könnte man den Inhalt dieses Artikels beschreiben…
    Damit ist wohl kaum einem Studenten geholfen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • DDave
    • 09. Oktober 2012 17:45 Uhr

    Infiziert vom Reisefieber? -> Daheim bleiben, ins Bett legen und kalte Wadenwickel. Dann gibt es auch keinerlei Geldprobleme, da man sich schon wieder eine Reise gespart hat.

    In diesem Artikel sehe ich keinerlei Vorschläge zum Sparen, sondern eher nur Werbung für die Finanzindustrie, wobei wenigstens noch "ethische" Banken genannt werden.
    Ansonsten nur Tipps nach dem Motto: Legt euer Geld an, denn die Finanzindustrie braucht es ganz dringend.
    Ausserdem leben in den meisten WGs nur Studenten, somit ist das WOhngeld auch zu vergessen.

    • DDave
    • 09. Oktober 2012 17:45 Uhr

    Infiziert vom Reisefieber? -> Daheim bleiben, ins Bett legen und kalte Wadenwickel. Dann gibt es auch keinerlei Geldprobleme, da man sich schon wieder eine Reise gespart hat.

    In diesem Artikel sehe ich keinerlei Vorschläge zum Sparen, sondern eher nur Werbung für die Finanzindustrie, wobei wenigstens noch "ethische" Banken genannt werden.
    Ansonsten nur Tipps nach dem Motto: Legt euer Geld an, denn die Finanzindustrie braucht es ganz dringend.
    Ausserdem leben in den meisten WGs nur Studenten, somit ist das WOhngeld auch zu vergessen.

  3. Jeder Student, der sich auch nur ein kleines bisschen mit seinem Status auseinander gesetzt hat kennt oben genannte "Tipps".

    Wo ist also der Mehrwert?

  4. aber nicht beim Roten Kreuz, die verkaufen das auch nur weiter.
    In Uni-Kliniken kriegt man bis zu 30 Euro, Plasma darf man einmal wöchentlich spenden, gibt aber weniger.
    In Pharma-Städten: die Pharma-Konzerne suchen immer Leute für Medikamentenstudien, und sind beim Blut spenden auch nobler (Nachteil: manchmal kommt man nur über Freunde/Verwandte an Plätze).
    Und Psychologen suchen immer Leute für Studien und Tests. Achtung Linkshänder: leider ungeeignet für EEGs, und da gibt's mit am meisten Geld...

    • Hamsi
    • 09. Oktober 2012 18:18 Uhr

    Ich kannte einige Studenten, deren Antrag auf BaföG abgewiesen wurde, weil sie einen Bausparvertrag auf ihren Namen laufen hatten, abgeschlossen von den Eltern. An das Geld konnten sie selbstverständlich nicht ran, aber Vermögen ist Vermögen.

    Diese Tipps sind alles andere als hilfreich und haben eher eine kleine Gruppe von Studenten als Zielgruppe, die ohnehin keine Geldsorgen haben dürften.

  5. Bequem und einfach auf dem Smartphone oder als Taschenbuch sich Ein- und Ausgaben aufschreiben. Mache das nun seit 15 Monaten und habe mittlerweile bei gleichen Einnahmen meine Ausgaben um fast 150 € reduziert ohne Wohlstandsverlust.

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