3. Disney-Methode

Wer auf gute Ideen kommen will, darf nicht zu viel gleichzeitig probieren. Man kann nicht über die Umsetzung einer Idee nachdenken und sie gleichzeitig hinterfragen. Beides ist wichtig, doch wenn Sie diese Prozesse nicht trennen, blockieren Sie sich und kommen nie zum Ergebnis. Walt Disney hat so gearbeitet: Er teilte sein Team in Träumer, Realisten und Kritiker ein. Jeder im Team argumentierte nacheinander und ausschließlich aus seiner Rolle heraus.

Ähnlich funktionieren die sechs Denkhüte von Edward de Bono: Bei dieser Technik wird ein Problem von sechs Seiten betrachtet. Von einer analytischen, einer emotionalen, einer zweifelnden, einer positiven, einer verrückten und einer vermittelnden. De Bono fordert, sich für jede Perspektive einen Hut in einer anderen Farbe aufzusetzen. Klingt albern, aber: Mit dieser Technik zwingt man sich zu verschiedenen Sichtweisen, ohne Ideenfindung und Kritik miteinander zu vermischen.

4. Negativ denken

Fragen Sie sich: Was wäre das Worst-Case-Szenario? Zum Beispiel: In der Nacht vor der Abgabe Ihrer Hausarbeit geht die Festplatte kaputt. Sie haben keine Sicherungskopien gemacht, und Ihr Hund hat alle handschriftlichen Notizen gefressen.

Sich dieses Horrorszenario auszudenken hilft. Denn nun wissen Sie, was zu tun ist: Regelmäßig Sicherheitskopien machen! Notizen wegsperren! Hund füttern! Manchmal lohnt es sich, pessimistisch zu denken.

5. Niemals brainstormen!

Brainstorming ist Bullshit. Gemeinsam kreativ sein geht einfach nicht. Das ist wissenschaftlich belegt. Ein Experiment der Universität Utrecht zeigte, dass Gruppen 20 bis 50 Prozent weniger Ideen hervorbringen als Einzelne, die konzentriert nachdenken. Und die wenigen in der Gruppe produzierten Ideen sind nicht mal origineller.

Die Gründe: Hierarchien und Konkurrenzdenken verhindern, dass jeder sagt, was ihm gerade einfällt – und das ist ja eigentlich der Sinn des Brainstormens. Wenn andere reden, sind Sie damit beschäftigt, sich Ihre Ideen für später zu merken, statt frei zu denken und zuzuhören.

Etwas abgewandelt funktioniert die Methode aber durchaus: Dann arbeitet jeder Teilnehmer allein und hält seine Ideen in einem Dokument fest, auf das alle Zugriff haben. So kann jeder dort denken, wo er will und wie lang er will.