Bewerbungsunterlagen : Was gehört in den Lebenslauf?

Von der richtigen Chronologie über Lücken bis zum guten Bild: Beim Verfassen des Lebenslaufs gibt es einiges zu beachten. Wir zeigen Berufsanfängern, worauf es ankommt.
Es soll steil hinauf gehen nach dem Studium. Damit das klappt, müssen die Bewerbungsunterlagen Eindruck beim künftigen Chef machen. Aber was gehört alles in einen Lebenslauf?

A

Abschlussnoten

Wenn Abi und Bachelorabschluss besonders gut waren, ruhig schon im Lebenslauf die Note nennen, damit lässt sich punkten.

B

Bild

Muss man nicht mehr beilegen, besser ist es trotzdem – damit kann man nur Sympathiepunkte sammeln. Beim Fototermin das anziehen, was in der Branche getragen wird (die Lehrerin braucht keinen Anzug, der Banker schon). Der Weg zum Fotografen lohnt sich, das Bild vom Automaten gehört höchstens auf die Bahncard.

C

Chronologisch

Bloß nicht das Leben von der Geburt bis zum heutigen Tag auflisten. Stattdessen Themenblöcke bilden, zum Beispiel "berufliche Erfahrung", "Ausbildung/Studium" und "Zusatzqualifikationen". Dabei mit dem Aktuellen beginnen.

D

Diskriminierung

Dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) zufolge muss man Geburtsort und -datum nicht mehr angeben. Ist trotzdem besser, zumindest vom Alter her will einen der Arbeitgeber einordnen können. "Anonyme Bewerbungen", bei denen Name und Geschlecht nicht angegeben werden, sind derzeit in Deutschland noch Ausnahmefälle.

G

Grundschule

In einem Lebenslauf gibt es Wichtigeres als die Grundschulzeit. Weglassen kann man auch die Geschwister und den Beruf der Eltern.

H

Hobbys

Lesen, Schwimmen, Einradfahren – Interessen machen einen Bewerber menschlich, müssen aber etwas ausgefallener sein oder zum Beruf passen, wenn man sie aufführt. Sportliche oder musische Erfolge sind immer ein Plus. Dafür die Rubrik "Engagement" einführen.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Es kommt auf die Firma an

Meine meinung und Erfahrung:

So wie es im Artikel beschrieben ist, ist der Inhalt ok.
Das Layout ("nicht spielen...") hingegen sollte man der Firma anpassen.

Bewirbt man sich bei einem Konzern, gibt es standartisierte Abläufe. Da sollte das Layout Schema-F entsprechen, weil sie ansonsten direkt im Müll landen.

Bewirbt man sich bei einer kleinen Firma, einem Mittelständler oder einem Dienstleister, darf man ruhig ungewöhnlich sein, das Fällt auf und bleibt im Kopf.

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Ich habe zum Beispiel eine Bewerbung in der Schriftart "Georgia" geschrieben, eine Frau vom Arbeitsamt meinte ich solle das am besten ändern, das kommt nicht gut an. Ich wurde aber prompt zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Jemand anderes hat wahrscheinlich die Schriftart "Times New Roman" gewählt wurde aber nicht eingeladen.
Aber das ist (meiner Meinung nach) sicherlich nicht der Grund, warum ich eingeladen wurde und Unbekannter nr.1 nicht.

bedenken gegen bewerbungen

Wer Bedenken hat, Bewerbungen überhaupt noch gelten zu lassen, der möge mal sagen, wie Personalchef/innen denn entscheiden sollen. Es kann ja durchaus sein, dass sich 100 Bewerber um einen Job bewerben. Sollen die alle eingeladen werden? Wie soll das funktionieren. Eine werbende Person, die sich um einen Job bemüht, wird in der Lage sein müssen, sich durch ein Bewerbungsschreiben ins rechte Licht zu rücken, soweit, dass sie eingeladen wird. Danach fängt die andere Stufe an.

Was man in seiner Freizeit macht

gehört meiner Meinung nach nicht in einen Lebenslauf,
außer es ist für die ausgeschriebene Stelle irgendwie relevant.
Und wieso zur Standardschriftart greifen? Es gibt sehr schöne, gut lesbare Schriftarten, wie die schon erwähnte Calibri oder Tahoma und sicher noch zig andere.
Zu den Lücken.. nicht jeder trampt durch die USA oder macht irgendwas spannendes, erwähnenswertes .. vielleicht hat man sich einfach nur mal eine Auszeit genommen, den Sommer genossen..