MasterstudiengängeUnd was jetzt?

Das perfekte Masterprogramm zu finden ist nicht ganz leicht. Tipps für die Suche. von 

Zum Master in Deutschland bleiben...

Es gibt eine Flut von Informationen zu einzelnen Programmen. Beim Versuch, erst mal einen Überblick zu bekommen, ohne sich zu verzetteln, helfen Suchmaschinen wie der Hochschulkompass, die Studiengangsuche der ZEIT oder die Mastersuche von studieren.de. Dort werden die Angebote unter anderem nach Inhalt, Bundesland und Studiendauer sortiert. Zudem bewertet das Centrum für Hochschulentwicklung in seinen Rankings deutschsprachige Masterprogramme, bislang allerdings nur für Informatik und BWL.

Wer nicht gezielt suchen, sondern erst mal in Ruhe blättern will, findet Kurzvorstellungen vieler Masterprogramme in einer Broschüre der Hochschulrektorenkonferenz. Spannend, aber noch nicht besonders umfangreich sind die individuellen Masterkritiken, die Studenten auf der Website meinmasterstudium.de schreiben.

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Einige Hochschulen bieten Mastersprechstunden und manche Masterprogramme haben eigene Facebook-Seiten, über die man Fragen stellen kann. Informationen zu einzelnen Studiengängen gibt es auch beim Karrierenetzwerk Xing, wo Absolventen in Alumnigruppen über ihre Erfahrungen berichten. Dazu unter »Gruppen« nach dem Studiengang suchen oder als Stichwort »Master« eingeben. Und: Mehrmals im Jahr finden in größeren Städten Mastermessen statt, auf denen sich Hochschulen präsentieren. Termine unter bit.ly/campus_mtermine.

...oder raus in die Welt?

Eine gute Übersicht über europäische Masterprogramme liefert mastersportal.eu. Studiendauer, Kosten und eine Programmbeschreibung sind auf den ersten Blick zu sehen. Europa ist nicht genug? Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet eine Datenbank für internationale Studiengänge. Nach Masterprogrammen filtern kann man dort nicht, die Abschlüsse sind aber in den Kurzbeschreibungen zu finden. Informationen zu fast allen Ländern sowie Links zu weiterführenden Quellen, etwa zur Reiseorganisation oder zur Anerkennung von Studienleistungen gibt es unter bit.ly/campus_m-ausland. Wie das Bildungssystem im Gastland funktioniert, steht hier: bit.ly/campus_system.

ZEIT Campus 1/2013
ZEIT Campus 1/2013

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Eine Alternative zum Auslandsmaster sind binationale Masterprogramme. Dabei verbringt man sein Studium in zwei Ländern und erlangt am Ende einen Doppelabschluss von zwei Unis. Unter bit.ly/campus_m-doppel findet sich eine Datenbank zum Doppelabschlussprogramm des DAAD, mit dem dieser entsprechende Angebote fördert. Dort kann man gezielt nach Masterprogrammen suchen.

Jetzt was ganz anderes studieren...

Wer nach dem Bachelor ein ganz neues Fach ausprobieren möchte, wählt einen sogenannten nicht-konsekutiven Master. Am bekanntesten ist der Master of Business Administration, mit dem sich etwa Mediziner oder Politologen wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse aneignen. Es gibt aber auch andere wie den Master of Public Policy, der auf eine Tätigkeit zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorbereitet – und nicht nur Sozialwissenschaftlern, sondern zum Beispiel auch Ökonomen und Juristen offen stehen kann. Die Mastersuche auf studieren.de lässt sich mit einem Klick nach nicht-konsekutiven Masterangeboten filtern. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin bietet mit master-bio.de eine fortlaufend aktualisierte Datenbank, in der Interessierte ebenfalls gezielt nach nicht-konsekutiven Studiengängen suchen können.

...oder rein ins Unternehmen?

In Dualen Masterstudiengängen arbeiten Studenten parallel zu Uni oder Fachhochschule in Unternehmen. Die Fächer richten sich nach dem Bedarf der Firmen. So bietet die Deutsche Telekom zum Beispiel Programme in Wirtschaftsinformatik oder Telekommunikationstechnik an. Bosch offeriert ein Pre-Master-Programm, dessen Teilnehmer nach dem Bachelorstudium ein Praktikum von bis zu einem Jahr machen, um danach wieder an die Universität zurückzugehen. Der Kontakt zum Unternehmen bleibt in der Studienzeit durch einen Mentor und Seminarbesuche bestehen.

Wer bereits weiß, welche Unternehmen für ihn als spätere Arbeitgeber interessant sind, kann sich auf deren Websites informieren. Generelle Informationen zu Dualen Masterstudiengängen findet man online unter master-and-more.de. Infos zum Dualen Master speziell in Bayern gibt es unter hochschule-dual.de.

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Leserkommentare
  1. Vorsicht. Ein Master aus dem europäischen Ausland muss in Deutschland - falls man zurück will - wieder "anerkannt" werden, was häufig keineswegs positiv ausgeht.

    Eine Leserempfehlung
    • alkyl
    • 28. Dezember 2012 13:57 Uhr

    So konnte ich noch ganz simpel ein nichtkonsekutives Diplom erwerben :-) .

  2. Wer das perfekte Masterstudium sucht, kann sich im folgenden Experten-Forum auch beraten lassen: www.mim-compass.com/Commu... - und das sogar kostenlos.

    • Laru
    • 29. Dezember 2012 21:04 Uhr

    Ich empfehle ca. 70% einfach nach dem Bachelor mit dem Arbeiten anzufangen... die 2 bis 3 Jahre die man für den Master investieren Muss wiegt man mit Berufserfahrung wieder auf. Das klassische "Als Bachelor finde ich doch keinen Job" lasse ich nur für wenige Berufsgruppen gelten (Chemiker sind ohne Doktor garnichts heißt es ja immer). Wer so denkt der bekommt als Master auch keinen Job und als Doktor erst recht nicht.

    Ich sehe es auf Arbeit immer wieder, dass gestandene Ingenieure neu ins Unternehmen kommen, 20 Jahre Berufserfahrung mitbringen und bei 0 anfangen müssen. Dann macht es auch keinen Unterschied ob ich einen Bachelor oder einen Master habe.

    Master sollten die Studieren die auch bewusst im wissenschaftlichen Sektor arbeiten wollen.

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  • Schlagworte Master | Hochschule | Studiengang | Hochschulabschluss | Universitätsabschluss
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