ArbeitsweltWarum der Mensch ein Büro braucht

Im alten Rom nutzten die Beamten ihr Büro, um eigenen Geschäften nachzugehen. Keine schlechte Idee, findet Jens Jessen. Er hat Ideen zur alternativen Büronutzung. von 

ZEIT Campus 2/13
ZEIT Campus 2/13

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Im guten alten Italien, das noch den Charme der Rückständigkeit hatte, waren die Leute keineswegs fauler als heute. Die römischen Ministerien wimmelten mittags vor Leben, es war ein reger Publikumsverkehr. Das hieß aber nicht, dass die Beamten keine Mittagspause hatten. Sie nutzten sie nur anders als heute: Sie verkauften Eier in ihren Büros, Selbstgestricktes, Eingemachtes, schwarz importierte Transistorradios oder Waren aus den Asservatenkammern der Polizei. Die Beamten lebten davon – nicht von ihren Gehältern. Es waren fleißige Kaufleute, sie demonstrierten, dass eine Verwaltung auch überleben kann, wenn sie ihren eigentlichen Zweck gar nicht mehr erfüllt.

Was braucht der Mensch? Zunächst einmal nur ein Büro, alles weitere findet sich.

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Das italienische Beispiel könnte eine Hoffnung und eine Lehre für die Zukunft sein. Was etwa soll mit den Tausenden von Angestellten werden, von denen sich, wie man hört, die deutschen Banken trennen wollen? Wahrscheinlich könnte man sich alle Sozialpläne sparen, wenn man den Gekündigten ihre Büros erhielte. Ihnen würde schon etwas einfallen, was sie darin verkaufen könnten – wertloser als die Derivate der Vergangenheit kann gar nichts sein.

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Leserkommentare
  1. Ich fasse zusammen: der Mensch braucht ein Büro um aktiv zu werden. Einmaliger Quatsch. Und die freigesetzten Banker würden etweder der Brokern Koks verkaufen oder versuchen, selbst eine Bank zu gründen.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Artikel ist sehr kurz und bündig und etwas mehr Erläuterung hätte helfen können - auf der anderen Seite ist etwas wahres dran.
    In der äußeren Ordnung eines Büros arbeitet sich für viel besser, als im heimischen Chaos. Seinen es neue Geschäftsideen oder nur Bewerbungsschreiben.
    An das Arbeiten im Büro sind wir gewohnt und wir können das nutzen, um Neues zu schaffen.

  2. über einen Beitrag in dieser Zeitung. Was soll dieser Mini-Beitrag, der immerhin mit nettem Aufmacher angekündigt wird, denn nun vermitteln? Oder lebt und arbeitet der Autor vielleicht auch schon in einem post-kapitalistischen Büro?

    Eine Leserempfehlung
  3. es auch heute lustiger, als viele, welche dort versuchen die Zeit endgültig tot zu schlagen, glauben möchten ..

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Z.T. die Börse?

  4. Das ist heute nicht viel anders.

    Vor allem in Brüssel blüht der Lobbyismus, wie man an den neusten Entscheidungen Brüssels zum Einsatz von Monsanto-Saatgut sieht.

    Der bekannte Agent-Orange- und Dioxinhersteller hat seine Einflüsse geltend gemacht.

    Für die Entscheidungsträger in Brüssel wird es sich ausgezahlt haben.

    Eine Leserempfehlung
    • ahaaa
    • 22. Mai 2013 9:38 Uhr
    6. Fehlt

    da nicht die Hälfte des Artikels?

  5. Der Artikel ist sehr kurz und bündig und etwas mehr Erläuterung hätte helfen können - auf der anderen Seite ist etwas wahres dran.
    In der äußeren Ordnung eines Büros arbeitet sich für viel besser, als im heimischen Chaos. Seinen es neue Geschäftsideen oder nur Bewerbungsschreiben.
    An das Arbeiten im Büro sind wir gewohnt und wir können das nutzen, um Neues zu schaffen.

    Antwort auf "Non-Sens"
  6. Da wird der Mensch am Beispiel des Beamten gemessen
    und ein Rückschluss auf die Angestellten gezogen.
    Jens, hast Du da nicht was verjessen
    oder nicht alles richtig abgewogen?

    Beamte die Haare sich heut nicht mehr raufen:
    "Kann ich die Radios bald verkaufen?",
    weil Sie zur Treu verpflichtet sind
    und für Geschäfte deshalb blind.

    Mensch wie Beamter fragt sich sowieso:
    "Muss ich schon wieder ins Büro?"
    Nur ein Wunsch macht Sie alle froh:
    "Ich wünsche mir ein eignes Klo!"

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