StudiumDie Noten-Lüge

Noten entscheiden über Masterplätze und Jobs. Sie sollen Leistungen vergleichbar machen – tatsächlich sind sie ungerecht. Kann es anders gehen? von 

Manchmal nimmt Kai Jennissen, 23, mitten in einer Klausur seinen Stift und streicht alles durch, was er geschrieben hat. "Ich fühle mich dann eigentlich gut vorbereitet", sagt er, "bis ich merke, dass es doch nicht für eine gute Note reicht." Kais Lösung in solchen Fällen: Klausurabbruch. Dann kann er die Prüfung im nächsten Semester noch einmal machen. Kai lernt viel für sein Bachelorstudium in Volkswirtschaftslehre an der Uni Bonn. Er ist ein guter Student und rechnet damit, dass er seinen Bachelor mit einem Zweierschnitt abschließen wird. Ob das für den erhofften Masterplatz an der Uni Zürich reicht, ist unsicher. Kais Note entscheidet über seine Zukunft. Aber sagt sie überhaupt etwas aus?

Noten sind dafür gedacht, dass man an ihnen ablesen kann, wie gut man ist. Dafür, dass man sich mit den Kommilitonen vergleichen kann. Sie sollen Professoren und Arbeitgebern helfen, die Leistung eines Studenten einzuschätzen. Das Problem ist: Genau das funktioniert nicht. Noten erwecken zwar den Anschein, man könnte sie untereinander vergleichen. Aber sie hängen eben nicht nur von der Leistung ab. Es gibt Fächer, in denen es sehr viel leichter ist, ein gutes Zeugnis zu bekommen, als in anderen. Psychologiestudenten sind im Schnitt "sehr gut", Wirtschaftswissenschaftler und Maschinenbauer dagegen oft nur "befriedigend". Das hat eine Studie des Wissenschaftsrats ergeben, eine Expertenrunde, die Politiker in Fragen von Forschung und Lehre berät. Die Macher der Studie haben Abschlussnoten aus dem Jahr 2010 ausgewertet. Eines der Ergebnisse: In allen Fächern gibt es unterschiedliche Maßstäbe. "Gut" bedeutet nicht überall dasselbe.

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Kai Jennissen kann das egal sein. Er wird um seinen Masterplatz in Zürich nicht mit Psychologen mit Einserschnitt konkurrieren, sondern mit anderen Wirtschaftswissenschaftlern. Doch auch innerhalb eines Faches sind Noten nicht besonders aussagekräftig. Dass es Professoren gibt, die strenger bewerten als andere, weiß jeder. Hinzu kommt, dass es auch ganze Fachbereiche gibt, an denen es einfacher ist, gute Noten zu bekommen, als an anderen. Diese Vermutung legt jedenfalls die Studie des Wissenschaftsrats nahe.

Ein Beispiel: In BWL liegt der Notenschnitt der Bachelorstudenten in Deutschland bei 2,3. Die besten Abschlüsse machen die Studenten der Frankfurt School, durchschnittlich schließen sie mit 1,7 ab. Die Frankfurt School ist eine private Hochschule, dort sind die Noten häufig besser. Aber auch an der TU München, einer staatlichen Uni, liegt der Schnitt noch bei 1,9. An der TU Clausthal hingegen bei 2,8. Das ist fast eine ganze Note schlechter.

ZEIT Campus 2/13
ZEIT Campus 2/13

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Sind die Studenten in Clausthal dümmer als die in Frankfurt und München? "Unwahrscheinlich", sagt Werner Mellis. Mellis arbeitet an keiner dieser Unis, aber er kommt aus demselben Fach. Er ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln. "Das Niveau ist einfach unterschiedlich hoch", sagt er. Sprechen schlechte Noten also für ein anspruchsvolleres Studium? So einfach sei das nicht, meint Mellis. Die Studenten seiner Fakultät schließen gut ab, sie haben einen Schnitt von 2,0. Und Köln gilt seit einer Auszeichnung durch die Exzellenzinitiative als eine "Elite-Uni".

Anderes Beispiel: Sport. Kann es sein, dass die Studenten in Hamburg sportlicher als andere sind? Zumindest die Zahlen deuten darauf hin. Ein Sportstudent schließt sein Studium in Hamburg im Schnitt mit der Note 1,4 ab, in Bochum bloß mit einer 2,3.

Mit anderen Worten: Welche Note am Ende des Studiums auf dem Zeugnis steht, hängt auch davon ab, wo man studiert. Das ist unfair. "Noten sind in gewisser Weise nie wirklich gerecht", gibt selbst Horst Hippler zu. Hippler ist Präsident der Hochschulrektorenkonferenz und damit der wichtigste Vertreter der Hochschulen in Deutschland.

Leserkommentare
  1. 1. Witzig

    Ich studiere an der TU Clausthal, der Uni, mit den durchschnittlich schlechtesten BWL-Absolventen-Noten. Also abgesehen davon, dass hier wirklich etliche Pfeifen rumrennen bin ich davon überzeugt, dass es an der Frankfurt School noch viel, viel, viel mehr davon gibt. Nur haben deren Eltern dann mehr Geld.

    Schonmal im angloamerikanischen Raum studiert? Ein Komilitone von mir hat genau das getan. In Clausthal hat er einen Notendurchschnitt von 2,7 - im Auslandssemester an einer "Elite"-Uni eine 1,4 - mit 50% des Lernaufwandes.

    Komisch? Nein. Kapitalismus

    21 Leserempfehlungen
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    • shtok
    • 27. April 2013 14:38 Uhr

    welche Elite-Uni sie da referenzieren und welche Fächer er belegt hat, reicht schon das Level aus also 101, 201,301.

    @Thema
    Noten und Leistung entscheiden doch schon lange in D nicht mehr über Jobs und das selbst auf Geschäftsführerebene in D.
    Da werden Frauen schon mal Geschäftsführer die 25 Jahre lang (seit dem Studium) nicht in ihrem Beruf tätig waren und stechen dabei Leute aus die tlw. 30 Jahre Beruferfahrung im Fachgebiet haben.
    Oder Töchter ohne Berufserfahrung werden da schon mal direkt nach dem Studium Regionalmanager für ein Gebiet größer als das Saarland, weil ihr Vater Bauamstleiter ist oder Söhne werden Präsident eines Landesrechnungshofes, weil die Eltern (stramme Sozialisten in der DDR ) noch über ein gutes Netzwerk nach der Wende verfügten.

    Solange Uni und HS und deren Fachbreiche danach bewertet werden wieviele Studenten bei Ihnen abschliessen, wird sich an dem ganzen Dilemma nichts ändern. Kenne eine HS da ist in einer Spezialdisziplin der Psychologie die schlechteste Note eine 2.0 .
    Um das ganze System zu ändern muss man sich wieder Bildungseliten schaffen, was leider nicht so einfach werden wird, da viele D aufgrund von einem Mangel an Möglichkeiten das Land verlassen haben und der Rest durch gezielte Inzucht das Land bildungstechnisch gegen die Wand fährt.

    Es liegt nicht am Kapitalismus, wenn in Köln, einer staatlichen Uni, die Noten auch viel besser sind als in Clausthal (wo liegt das überhaupt?). Den Privatunis allerdings darf man tatsächlich weniger Glauben schenken, weil die ihre Kunden benoten müssen, und der Kunde ist nun mal König.

    Dass diese "Elite-Unis" nur Geld und Namen haben sollte doch mittlerweile jeder wissen.
    Ich war ein Semester in Oxford und die meisten da würden an einer deutschen Universität keine 2 Semester überleben.

    Umso unverständlicher, dass wir uns diesem Blödsinn anpassen.
    Dabei sind unser Bildungssystem und unser Know-how so dermaßen überlegen....

    Heutzutage sind Noten vollkommen egal, sondern dienen bestenfalls dazu, das Hamsterrennen um Jobs anzuheizen und das Fußvolk zu beschäftigen bzw. abzulenken. Im Zuge dieses Hamsterrennens um vermeintliche gute Jobs rennen auch Möchtegern-Elitestudenten an die Unis in Bonn, Zürich, Oxford, etc. und kommen sich dann besonders intelligent vor, wenn sie einen Stapel nutzlosen Wissens auswendig gelernt haben (so etwa auch der Bonner-Student im Artikel, der nach Zürich will *lol*).

    @shtok:
    Sie haben vollkommen recht, dem ist nichts mehr hinzuzufügen! In diesem Land werden Jobs nur noch nach Vitamin B verteilt. Der Rest an Schrottjobs wird an alle ohne Beziehungen verteilt, egal wieviel diese geleistet haben. Bekommt man dann nicht einen adäquaten Job oder geht gar bei der Jobsuche leer aus, heißt es nur, dass man sich besser anstrengen hätte sollen. Gehts noch?
    Die Politiker machen es vor, indem sie ihre Verwandschaft in ruhige, lukrative Beamtenjobs hofieren. Der Absolvent von der Uni mit Topnoten darf dann bestenfalls für 33000 € bei der Arbeitsagentur als Angesteller anfangen, wenn er zum Staat will und dummerweise nicht Lehramt studiert hat. In den Wirtschaftsunternehmen ist es mindestens genauso schlimm.
    Zeit für eine Revolution!

    • J-M
    • 27. April 2013 14:11 Uhr

    Es ist albern, zu glauben, dass dieses Problem durch "andere Benotung" gelöst werden könnte. Auf der einen Seite steht der Wunsch, Leistung zu belohnen, auf der anderen, niemanden hängen zu lassen. Beides verständliche Wünsche, aber nun mal im Angesicht begrenzter Ressourcen (seien das Master- oder Arbeitsplätze) nicht umzusetzen.

    Wenn es hier überhaupt eine "faire" Lösung gäbe, dann vielleicht, wie ich es von Freunden aus Finnland weiß: Für Berufe außerhalb der Universität haben die Noten keinerleit Bedeutung. Der Abschluss wird als das gesehen, was er im Kern ja auch hier ist: Ein qualitatives Merkmal, das man nicht komparativ oder gar quantitativ bewerten kann. Was als Unterscheidungsmerkmal dort zählt, sind die Kenntnisse abseits akademischen Wissens, die man erworben hat. Praktika und anderes Engagement. Da zumindest erstere dort auch grundsätzlich vergütet werden, gibt es auch für finanziell schwache die Chance, sich zu profilieren - und sie müssen sich auch während des Semesters mit Nebenjob nicht totmachen, da wie gesagt, die Noten auf dem Arbeitsmarkt nicht wichtig sind.
    Diese zählen dann nur für die, die eine, oft im Ausland stattfindende, akademische Karriere anstreben.

    Durch diese Lösung findet man dort einen ganz guten Mittelweg. Man verhindert die hier so oft befürchtete mangelnde internationale Konkurrenzfähigkeit, schafft Anreize für Praxiserfahrung und die Studenten enden nicht im Burnout, da sie gemäß ihrer Zukunftswünsche selbst priorisieren können.

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    Es stimmt eben nicht, dass die Note außerhalb der Uni keinerlei Bedeutung hat - zumindest dann nicht, wenn man das nur auf den Berufsweg bezieht. Die Crux liegt im schon angesprochenen Master. Eine solche Regelung gab es früher nicht. War ich für einen Diplomstudiengang qualifiziert, dann konnte ich den bis zum Ende machen und abschließen, mit welcher Note ich wollte, bestanden musste sein.

    Heute wird ein Großteil selbst noch mit guten Noten ausgesiebt, weil man die Masterplätze künstlich knapp hält. Das ist fachlich überhaupt nicht sinnvoll und stellt eine völlig unnötige Einschränkung bei der Studienwahl dar.

    • J-M
    • 27. April 2013 17:05 Uhr

    Was ich schrieb, bezog sich auf FINNLAND! Ich hätte vielleicht noch hinzufügen sollen, dass es dort auch meines Wissens keine Masterplatzknappheit gibt.

    • blobb
    • 28. April 2013 13:06 Uhr

    Die besagte Frankfurtschool hat einen Anteil von 60% Studenten, die Ihre Studiengebühren per Studienkredit finanzieren. Etwa die hälfte von diesen Studenten hat ein Stipendium (und das kriegen natürlich auch nur die dummen nach eurer Logik). Zudem gibt es ein Auswahlverfahren, wo die unbegabten, die kein Mathe können und trotzdem meinen BWL studieren zu müssen schonmal ausgesiebt werden. Geld spielt keine Rolle, auch wenn die großen Sozialneider auf ZeitCampus natürlich das immer wieder gerne proklamieren. Tatsächlich ist es so, dass jemand, der 6000€ für sein Studium ausgibt möglicherweise ja auch sehr motiviert ist, dieses gut abzuschließen. ;-)

    Denkt doch erstmal nach, bevor Ihr eure Stammtischparolen raushaut.

    • loboc
    • 27. April 2013 14:18 Uhr

    Das mit den Noten gilt auch andersrum. Viele Studenten wählen ihren Studienort anhand von Rankings aus, was kompletter schwachsinn ist. Als ob die Vorlesung "Einführung in blabla.." an einer Elite-Uni besser wäre als an einer Wald-und-Wiesen Uni.
    Oder das Masterstudium: man kann zu einem Professor gehen der renommiert ist und über ein riesen Etat verfügt, oder zu einem Habilitand mit drei Doktoranden. Den ersten werden Sie nie zu gesicht bekommen, vom zweiten können Sie direkt was lernen.
    Wer Forschungsrankings auf Studienqualität überträgt, hat rein gar nichts begriffen.

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    das haben Sie völlig richtig erkannt! Man sollte seine Uni immer nach den Studienbedingungen und nicht nach der Partyqualität oder dem Ruf auswählen. Studiert man etwas angeblich "Gefragtes" (z.B. ein MINT-Fach) hat man ohnehin keine Zeit mehr für Parties und den Ruf der Uni hat nichts mit der Qualität der Lehre zu tun.
    Aber viele Studenten, gerade in dem Alter, halten sich da für besonders intelligent und eine normale Uni ist da unter ihrem Niveau; immerhin erwartet man, dass nach dem Abschluss der Apple-CEO persönlich vor der Tür steht und einen Arbeitsvertrag (aber nicht unter 100.000 €) anbietet.

  2. ich möchte nochmal etwas zum Zentralabitur loswerden.

    Die Noten im Abitur sind nichtmal innerhalb einer Schule vergleichbar...
    Die Klausuren die im Zuge des Zentralabiturs geschrieben werden machen maximal 1/3 der Abitursnote aus. Das heißt, dass nicht die Klausur, die alle Schüler schreiben die Note ausmacht, sondern die Notenvergabe des Lehrers.

    Meiner Meinung nach ist das Zentralabitur nur Augenwischerei. Zumal nur ein kleiner Teil der Klausuren an andere Schulen zu Korrektur gegeben werden. Das heißt, dass bei allen anderen Klausuren der eigene Lehrer + ein anderer Lehrer der selben Schule die Klausur korrigiert und bewertet.

    ...und welche Schule hat schon Lust im "Vergleich" mit anderen Schulen schlechter da zu stehen.

    Das Zentralabitur hat nichts gebracht, ausser dass paar Menschen glauben die Noten vergleichen zu können.

    Im Studium sieht das so ähnlich aus. Nur hier ist es für den Ruf der Universität anscheinend besser, wenn die Absolventen einen schlechteren Schnitt haben. Weil das ja bedeutet, dass diese Universität einen höheren Anspruch hat als andere...

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    " Nur hier ist es für den Ruf der Universität anscheinend besser, wenn die Absolventen einen schlechteren Schnitt haben. Weil das ja bedeutet, dass diese Universität einen höheren Anspruch hat als andere.."

    Bei den Abschlüssen an Gymnasien ist genau das Gegenteil der Fall nach der Einführung des Zentralabiturs.

    Wir haben in meiner Stadt u.a. ein Gymnasium (G), das dafür bekannt ist, dass man dort relativ leicht an ein Abi kommt und ein bilinguales Gymnasium mit Doppelqualifikation, als Europaschule zertifiziert (H). Die höheren Anforderungen dort sind ebenfalls bekannt.

    Nach der Einführung des Zentralabis sank die Durchschnittsabi-Note von G im Vergleich zu den Jahren zuvor in den Keller, die von H stieg enorm an.

  3. Da gibt es diese Hochschulen, die gnadenlos nach Note aussieben. Es ist anzunehmen, dass diese von Menschen geleitet werden, die einem elitären Denken anhängen - was nicht immer etwas mit Qualität sondern oft etwas mit schichtbezogenem Dünkel zu tun hat. Man hat die Macht, dafür zu sorgen dass man unter sich bleibt. Ein Unding!
    Da wir ein staatliches Bildungssystem haben und der Staat die Pflicht hat, Benachteiligungen zu kompensieren, sollte da auch eingeschritten werden. In Notenbereich zwischen 1,5 und 2,5 spielen viel zu viele begabungsunabhängige Faktoren eine Rolle, "allen voran die Muße" - sprich: ein gepamperter Student ist selbstverständlich vom Notenschnitt her besser als einer, der vielleicht schon eine Familie zu versorgen hat, nebenher arbeiten muss, als Teilzeit-Fernstudent höchstorganisiert das das Maximale rausholt etc . Aber ist er auch kompetenter? Wird er seinen Posten später auch gut ausfüllen können? Vor allem im BWL-Bereich sehen wir täglich, dass das absolut nicht der Fall ist, dass dort häufig Menschen Führungspostitionen besetzen die dazu nicht die menschlichen Fähigkeiten haben.
    Im Übrigen werden in vielen Masterstudiengängen auch heftige Gebühren verlangt, auch ein Auslesekriterium.
    Dahinter steht wohl die Angst, das bestimmte Zertifizierungen entwertet werden dadurch, dass sie weniger selten sind. Was eine ärmliche Denkweise!

    Eine Leserempfehlung
    • shtok
    • 27. April 2013 14:38 Uhr

    welche Elite-Uni sie da referenzieren und welche Fächer er belegt hat, reicht schon das Level aus also 101, 201,301.

    @Thema
    Noten und Leistung entscheiden doch schon lange in D nicht mehr über Jobs und das selbst auf Geschäftsführerebene in D.
    Da werden Frauen schon mal Geschäftsführer die 25 Jahre lang (seit dem Studium) nicht in ihrem Beruf tätig waren und stechen dabei Leute aus die tlw. 30 Jahre Beruferfahrung im Fachgebiet haben.
    Oder Töchter ohne Berufserfahrung werden da schon mal direkt nach dem Studium Regionalmanager für ein Gebiet größer als das Saarland, weil ihr Vater Bauamstleiter ist oder Söhne werden Präsident eines Landesrechnungshofes, weil die Eltern (stramme Sozialisten in der DDR ) noch über ein gutes Netzwerk nach der Wende verfügten.

    Solange Uni und HS und deren Fachbreiche danach bewertet werden wieviele Studenten bei Ihnen abschliessen, wird sich an dem ganzen Dilemma nichts ändern. Kenne eine HS da ist in einer Spezialdisziplin der Psychologie die schlechteste Note eine 2.0 .
    Um das ganze System zu ändern muss man sich wieder Bildungseliten schaffen, was leider nicht so einfach werden wird, da viele D aufgrund von einem Mangel an Möglichkeiten das Land verlassen haben und der Rest durch gezielte Inzucht das Land bildungstechnisch gegen die Wand fährt.

    Antwort auf "Witzig"
  4. Ich denke sie hätten tiefer recherchieren müssen für diesen Bericht denn ein Problem bleibt ganz unbeleuchet. Wie sollen Professoren ihre Noten vergeben? Nun evaluieren Studenten in den Universitäten die Kurse. Was kommt dabei heraus? Jeder Professor, der seine Vorlesungen schreiben lässt und von der Materie selten wirklich Ahnung zu haben scheint, aber dafür leichter benotet wird behalten. Hingegen viele Professoren praktisch herausgemobbt werden.
    Diese ganze Bologna Reform ist verkommen in sich und noch viel schlimmer, sind die Bewertungskriterien die daneben nun nohc angestrebt werden. Am besten 5 Auslandssemester, man sollte 10 Sprachig sein und einen 16 fachen Migrationshintergrund.
    Um für meinen Studiengang zugelassen zu werden, musste ich ein mehrseitiges Essay schreiben, dass in die Schulnote eingeflossen ist. Das finde ich wie den Wirtschaftstest ein objektives Merkmal, aber immer mehr auf dieses Jetsetleben zu setzen, am besten an einer Eliteuniversität zu studieren...wenn ich das Wort schon höre... ich saß im Ausschuss für die Verteilung der Studiengebühren, ich habe gesehen, wie sich eine kleine nicht Elite Universität über Wasser gehalten hat und zwar indem sie Schindluder mit den Gebühren treiben mussten. Aber nur so war der Standart aufrecht zu erhalten, in dem man nicht 500 Studenten in einen Hörsaal quetschen musste...und wir fordern ein noch stärkeres verschulen des Universitärenbereichs... was unterscheidet Jura noch von einer Ausbildung...nichts...

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  5. Es liegt nicht am Kapitalismus, wenn in Köln, einer staatlichen Uni, die Noten auch viel besser sind als in Clausthal (wo liegt das überhaupt?). Den Privatunis allerdings darf man tatsächlich weniger Glauben schenken, weil die ihre Kunden benoten müssen, und der Kunde ist nun mal König.

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