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Unis werben gern damit, wenn Regisseure, Schriftsteller und Popstars im Hörsaal stehen. Aber bringt das auch den Studenten was? von Viola Diem

"Fatih Akin konnte über seine eigenen Schwächen schmunzeln"

Der Dozent:Fatih Akin, 39, Regisseur

Der Kurs: "Filmgespräche" an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, im Wintersemester 2005/2006

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Das war besonders: Fatih Akins Vorlesungen waren brechend voll, und er war nicht abgehoben oder lehrerhaft. Im Gegenteil: Er ist ein mitreißender Erzähler und so uneitel, dass er sogar über die eine oder andere Schwachstelle in seinen frühen Filmen schmunzeln konnte. Er hat uns mit seiner Leidenschaft fürs Filmemachen angesteckt.

ZEIT Campus 2/13
ZEIT Campus 2/13

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Das habe ich gelernt: Wir haben Fatih Akins Lieblingsfilme geschaut, über Licht, Ton, Figuren und Szenen diskutiert. Drehbücher haben wir auch gelesen, zum Beispiel von seinem eigenen Film Gegen die Wand. Durch die Analyse haben wir gelernt, was einen Film gut oder schlecht machen kann.

Das habe ich davon: Nach meinem Diplom erzählte mir Akin, dass er eine Figur geschrieben hat, für die ich die Vorlage war. Er fragte, ob ich versuchen möchte, sie zu spielen. Ohne Schauspielerfahrung ging ich zum Casting – und bekam die Hauptrolle in Soul Kitchen.

Anna Bederke, 32, arbeitet seit dem Anstoß Fatih Akins als Schauspielerin. Studiert hatte sie etwas ganz anderes, nämlich visuelle Kommunikation

Leserkommentare
  1. Kein einziges kritisches Wort - erstaunlich...

    2 Leserempfehlungen
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    Kleiner Auszug als Beispiel aus dem Artikel, sofern man ihn gelesen hat.

    "Das habe ich davon: Es war spannend, was Ackermann aus seiner Welt erzählt hat. Aber fachlich hat es mir nicht viel gebracht."

    Eine viel schlimmere Kritik kann man kaum erwartet. Entweder man lernt fachlich etwas oder nicht.
    Wenn der Rest passt, dann passt es nun mal.

  2. Schade, dass hier keine Beispiele aus den MINT Fächern gebracht wurden...
    ich vermute es gab schlicht keine?

    Naturwissenschaften und Technik sind eben wohl um damit prominent zu werden und anschliessend an die "Herrenjahre" noch einmal erneut "Lehrjahre" zu durchleben und andere durchleben zu lassen... :P

    Eine Leserempfehlung
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    "sind eben wohl NICHT GEEIGNENT" - das fehlte ;)

  3. "sind eben wohl NICHT GEEIGNENT" - das fehlte ;)

  4. Kleiner Auszug als Beispiel aus dem Artikel, sofern man ihn gelesen hat.

    "Das habe ich davon: Es war spannend, was Ackermann aus seiner Welt erzählt hat. Aber fachlich hat es mir nicht viel gebracht."

    Eine viel schlimmere Kritik kann man kaum erwartet. Entweder man lernt fachlich etwas oder nicht.
    Wenn der Rest passt, dann passt es nun mal.

    3 Leserempfehlungen
    • an-i
    • 12. April 2013 21:03 Uhr

    Herrn Ackermann einen Lehrauftrag zu erteilen?

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/deutsche-bank-richter-hal...
    ...und Bilanzen wurden in seiner Zeit auch noch gefälscht...

    3 Leserempfehlungen
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    • an-i
    • 12. April 2013 21:05 Uhr

    ...oder soll man gerade das lernen?

    • an-i
    • 12. April 2013 21:05 Uhr

    ...oder soll man gerade das lernen?

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "...ist das sinnvoll?"
  5. die ist meine Favoritin. Weil sie Fragen stellte, die die Identität der Personen betreffen. "Welche Gemälde wir bei einem Brand retten würden und warum".

    Unter Einsatz des eigenen Lebens. Da sondert sich Spreu vom Weizen und der eigene Kopf wird klar.

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