"Fatih Akin konnte über seine eigenen Schwächen schmunzeln"

Der Dozent:Fatih Akin, 39, Regisseur

Der Kurs: "Filmgespräche" an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, im Wintersemester 2005/2006

Das war besonders: Fatih Akins Vorlesungen waren brechend voll, und er war nicht abgehoben oder lehrerhaft. Im Gegenteil: Er ist ein mitreißender Erzähler und so uneitel, dass er sogar über die eine oder andere Schwachstelle in seinen frühen Filmen schmunzeln konnte. Er hat uns mit seiner Leidenschaft fürs Filmemachen angesteckt.

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Das habe ich gelernt: Wir haben Fatih Akins Lieblingsfilme geschaut, über Licht, Ton, Figuren und Szenen diskutiert. Drehbücher haben wir auch gelesen, zum Beispiel von seinem eigenen Film Gegen die Wand. Durch die Analyse haben wir gelernt, was einen Film gut oder schlecht machen kann.

Das habe ich davon: Nach meinem Diplom erzählte mir Akin, dass er eine Figur geschrieben hat, für die ich die Vorlage war. Er fragte, ob ich versuchen möchte, sie zu spielen. Ohne Schauspielerfahrung ging ich zum Casting – und bekam die Hauptrolle in Soul Kitchen.

Anna Bederke, 32, arbeitet seit dem Anstoß Fatih Akins als Schauspielerin. Studiert hatte sie etwas ganz anderes, nämlich visuelle Kommunikation