PromotionRuhe in Frieden

Deutschlands beste Doktormutter erklärt, woran Doktorarbeiten zugrunde gehen. Und wie man die Überlebenschancen seiner Promotion erhöht. von Katja Bosse

ZEIT Campus: Frau Winko, Sie betreuen Ihre Doktoranden besonders gut und haben dafür einen Preis als "Beste Doktormutter Deutschlands" bekommen. Was darf man als Doktorand von seinem Professor verlangen?

Simone Winko: Dass er mit dem Thema sehr gut vertraut ist und die Arbeit sonst gar nicht erst akzeptiert. Dass er sich genügend Zeit für Sie nimmt. Dass er sich gemeinsam mit Ihnen Gedanken macht, wer sich als Zweitbetreuer eignet. Und dass er sich regelmäßig von Ihnen auf den neuesten Stand bringen lässt. Sie können und sollten im ersten Gespräch offen fragen, was er darüber hinaus zu leisten bereit ist. Und im Zweifel jemanden suchen, der besser zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.

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ZEIT Campus: Umgekehrte Frage: Wonach wählen Sie Ihre Doktoranden aus?

Winko: Mich interessiert immer als Erstes, warum jemand sich so ein Projekt wie eine Doktorarbeit überhaupt vornimmt. Manche haben es vor allem auf den Titel abgesehen. Das ist zwar nachvollziehbar, aber nicht sinnvoll. Ich empfehle nur denen zu promovieren, die für ihr Thema brennen und die sich darauf freuen, tiefer in die Materie einzudringen.

ZEIT Campus: Das behaupten doch wahrscheinlich alle.

Winko: Ja, aber einige überschätzen sich in diesem Punkt. Ich achte auch darauf, ob jemand fachlich sehr gut ist, neugierig und engagiert. Wichtig ist außerdem, dass man in der Lage ist, Durststrecken durchzustehen.

ZEIT Campus: Gibt es die denn zwangsläufig?

Simone Winko

Simone Winko, 54, ist Professorin für deutsche Philologie an der Uni Göttingen. 2010 wurde sie von der Wissenschaftlerplattform KISSWIN zur "Besten Doktormutter" ernannt.

Winko: Meistens schon. Nicht zu Beginn natürlich. Da sind die meisten noch voller Elan, lesen viel, fertigen eifrig Skizzen an, sind hoch motiviert. Aber sobald es ans Schreiben geht und die Dinge ausformuliert werden müssen, werden doch viele unsicher. Sie merken, dass sie sich die Sache zu einfach vorgestellt haben.

ZEIT Campus: Was ist so schwer am Promovieren?

Winko: Man wird im Laufe der Arbeit immer mal wieder auf ein Problem stoßen, das man nicht vorhersehen konnte und das sich alleine nicht lösen lässt. Viele schotten sich dann ab. Das erlebe ich immer wieder. Oder sie verzweifeln an einer Fragestellung, die sich im Austausch mit anderen klären ließe. Ich kann nur jedem empfehlen, möglichst viele Kontakte zu knüpfen: auf Tagungen, an einer Graduiertenschule und natürlich im Kolloquium.

ZEIT Campus: Was macht man im Kolloquium?

ZEIT Campus 2/13
ZEIT Campus 2/13

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Winko: Man stellt dort sein Projekt vor, präsentiert Fortschritte, diskutiert über Methoden und vergleicht, wie andere so arbeiten. Meine Doktoranden treffen sich mindestens einmal im Semester dafür. Manchmal gehe ich mit ihnen auch für ein Wochenende in Klausur. Letztes Jahr waren wir zum Beispiel auf einer Burg. Da kriegt man den Kopf frei, ist konzentrierter, kann die Dinge aus der Distanz betrachten und vor allem viel mit Menschen in der gleichen Lage sprechen.

ZEIT Campus: Was hilft noch beim Durchhalten?

Winko: Selbstdisziplin und Ehrlichkeit mit sich selbst. Sich rechtzeitig an den Betreuer wenden, wenn Probleme auftauchen – bevor die Situation zu belastend oder gar lähmend wird. Man kann aber nicht erwarten, dass der Professor einem die Initiative abnimmt.

ZEIT Campus: Was kann man selber tun?

Winko: Man sollte feste Zeiten definieren, in denen man konzentriert am Schreibtisch sitzt. Selbst die Engagiertesten haben damit Probleme. Helfen können Kurse zur Arbeitsorganisation, die manche Universitäten anbieten.

ZEIT Campus: Heißt das, das restliche Leben liegt erst einmal auf Eis?

Winko: Überhaupt nicht! Mir hat mal ein Doktorand ganz stolz erzählt, er habe für seine Dissertation den Sport aufgegeben. Das ist völlig falsch. Man hält doch viel besser durch, wenn man sein Leben nicht nur nach der Arbeit ausrichtet. Klar muss man versuchen, die Zwischenziele, die man sich gesetzt hat, einzuhalten. Ich verlange zum Beispiel ab dem zweiten Jahr regelmäßige Kapitelabgaben. Aber ich habe mich auch sehr gefreut, als im letzten Jahr plötzlich eine meiner Doktorandinnen schwanger wurde.

ZEIT Campus: Dann wird es doch erst recht schwierig.

Winko: Das schon, aber man eignet sich einen gesunden Pragmatismus an und lernt, seine Zeit effektiver zu nutzen. Sie glauben ja nicht, wie viele Zweifel einige haben: Am Ende können sie kaum einen Schluss finden, weil sie an ihren eigenen Ansprüchen scheitern. Sie schreiben dies noch mal um oder prüfen jenes doppelt und dreifach. Dann lieber weniger Umwege gehen – und nebenbei noch leben.

ZEIT Campus: Auch wenn die Arbeit darunter leidet?

Winko: Das muss sich auf die Qualität ja nicht unbedingt negativ auswirken. Die Arbeit wird umgekehrt sogar oft besser, wenn man den Elfenbeinturm hin und wieder einmal verlässt und sich ein wenig Freizeit gönnt.

ZEIT Campus: Man kann ja auch parallel zu einem Beruf promovieren.

Winko: Das kann man. Ich würde Ihnen aber eher davon abraten. Eine Dissertation neben der Arbeit zu schreiben ist nach meiner Erfahrung der häufigste Grund fürs Scheitern: Schlicht und ergreifend, weil sie nie fertig wird.

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Leserkommentare
  1. "Im Interview erklärt Simone Winko, warum Doktorkinder als Einzelgänger nicht weit kommen..."

    "Doktorkinder" ist mir jetzt neu und als sprachliches Äquivalent zu "Doktorvater / - mutter" auch nicht so wahnsinnig geeignet: letzteres soll ja eine gewisse Führungs- bzw. Anleitungsfunktion ausdrücken und stammt aus einer Zeit, in der manche auch noch die eigenen Eltern siezten - vielleicht etwas verstaubt als Bezeichnung, hat sich aber nun mal so eingebürgert. Ersteres wirkt dagegen so, als handle es sich bei Doktoranden nicht um erwachsene Menschen mit akademischem Berufsabschluß.

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  2. Das tun doch mehr oder weniger alle. Auch wenn Sie eine 50% Stelle an einer Uni haben, haben Sie extrem viel mit allem möglichen anderen Dingen zu tun. Sei es nun irgendwelcher unglaublich zeitraubender Verwaltungskram, oder Lehrveranstaltungen die geplant, durchgeführt, vor- und nachbereitet, Klausuren und Hausarbeiten korrigiert werden müssen etc.pp. Das hier "nur" 50% gearbeitet wird, seh' ich jedenfalls bei keinem meiner Kollegen bzw. Kolleginnen.

    Ich meine, ich mach das alles wirklich sehr gerne, will aber damit sagen, dass man im Grunde in vielen Konstellationen "neben der Arbeit" promoviert, auch wenn man versuchen kann seine Seminare (oder einen Teil davon) am Thema zu orientieren. Wenn man nicht über ein Drittmittelprojekt finanziert wird, an das man seine Diss. anschließen kann, ein Stipendium hat oder an einer Graduiertenschule ist, sieht die Situation mWn. eben so aus.

    Letztlich muss ich mich dann fragen, wann ich die Arbeit neben all den anderen Sachen unterbringe und ob ich mich am Wochenende nun "erholen" möchte oder doch lieber weiter arbeite und etwas mit der Arbeit voran komme. Von all den anderen Dingen, der Orga eines Haushalts usw. der Arbeit an Publikationen und dann doch mal Rekreationszeit ganz zu schweigen. Von finanziellen Nöten oder Sorgen, dass die eigene Stelle ausläuft und nicht verlängert wird, fang ich erst gar nicht an...

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  3. ... aber einiges zu tun, wenn Sie Doktoranden nach ihrem Interesse aussucht. ich behaupte als Veteran dieser großen Party dass es sich ein wenig wie beim Abitur verhält: Die Kinder tun es oft weil Sie ihren Eltern gefallen möchten und lieber Bücher lesen als Kartoffelsäcke zu schleppen. Die große Angst der Mittelschicht - in einem der bequemsten und reichsten Ländern der Welt mit allen Möglichkeiten - an sozialen Status zu verlieren dominiert hier.

    3 Leserempfehlungen
  4. ist es wohl so wie hier und in den Kommentaren geschildert. Ganz anders sieht es in den Natur- und Ingenieurswissenschaften aus, wo kaum jemand einen Doktoranden ohne Stipendium oder befristeter Stelle nehmen würde.

    Auch sind die Doktoranden in eine Gruppe eingebunden; Einzelkämpfer gibt es vielleicht mal bei theoretischen Arbeiten oder in der Mathematik.

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    "Ganz anders sieht es in den Natur- und Ingenieurswissenschaften aus, wo kaum jemand einen Doktoranden ohne Stipendium oder befristeter Stelle nehmen würde."

    Können Sie diese Aussage belegen? Warum sollten keine Doktoranden genommen werden, die fachlich sehr gut sind, aber kein Stipendium haben?
    Das erschließt sich mir jetzt nicht.

  5. "Am Ende können sie kaum einen Schluss finden, weil sie an ihren eigenen Ansprüchen scheitern. Sie schreiben dies noch mal um oder prüfen jenes doppelt und dreifach. Dann lieber weniger Umwege gehen – und nebenbei noch leben."

    Als ich das gelesen habe, fragte ich mich, ob tatsaechlich die Richtige fuer diesen Preis nominiert worden ist. Das Aufstellen und Verwerfen von Hypothesen, das "Umschreiben", gehoert meines Erachtens nun einmal zum wissenschaftlichen Arbeiten dazu. Wenn das ein "Umweg" ist, festzustellen, eine vorher aufgestellte Behauptung nicht halten zu koennen und daher nochmals etwas umzuformulieren, dann weiss ich ja nicht...

    Das innerhalb der Promotion die Work-Life-Balance wichtig ist, ist doch eine Binsenweissheit, das gilt fuer jeden Job und am Ende des Tages ist auch eine Promotion nur ein Job, bei dem man irgendwie voran kommen muss.

    Schade finde ich, dass in dem Artikel nicht genau beleuchtet wird, warum sie sich fuer einen guten Betreuer der Arbeit haelt, wofuer sie ja schliesslich den Preis bekommen hat. Gibt sie denn konstruktives Feedback, steht sie ihrer Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite?

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    Als ich Ihren Beitrag gelesen habe, frug ich mich, ob nicht Sie der-/diejenige sind, der-/diejenige sich noch einmal prüfen sollte. Der Doktormutti geht es hier wohl kaum um "Hypothesen" und "Behauptungen", die da geprüft werden, eher um Formulierungen und Formen der Darstellung. Ich kenne das von meinem eigenen Werdegang her (Sie vielleicht auch?), gegen Ende einer längeren Arbeit will man noch einmal, und danach am besten gleich noch einmal drüberlesen: Hat man vielleicht irgendwo eine ungelenke Wortdopplung eingebaut? Klingts zu salopp fürs akademische Publikum? Oder, ganz im Gegenteil, zu bemüht? Da ist es gut, es recht bald einfach auf sich beruhen zu lassen, denn erstens wirds meistens nur noch schlimmer und zweitens wird man ganz bräsig im Kopf.

    "Gibt sie denn konstruktives Feedback, steht sie ihrer Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite?"

    Nein, vermutlich nicht. Sie hat den Preis meines Wissens nach für grundlegendes Desinteresse an der Arbeit ihrer Promovenden, für deren systematische Demotivation und ganz allgemein für ihr unsoziales Verhalten und ihre völlige fachliche Inkompetenz erhalten.

    Für den Fall, dass vor lauter weißen Binsen der leichte Sarkasmus in meiner Antwort nicht zu erkennen war, gibts hier noch einmal die Begründung der Preisverleihung an Frau Prof. Winko:

    "Der erste Platz, dotiert mit € 5.000, ging an Frau Prof. Dr. Simone Winko. [...] Ausschlaggebend für die Jury waren die intensive Betreuungsleistung, die sie ihren Doktoranden/-innen zukommen lässt, zum Beispiel durch halbjährliche „Bilanzwochenenden“ mit allen Betreuern/-innen und Stipendiaten/-innen sowie die Durchführung regelmäßiger Theorie-Workshops. Auch trägt sie wesentlich zur Stärkung der Vernetzung von Doktoranden/-innen in den Geisteswissenschaften untereinander bei."

    Guckstu hier: http://www.kisswin.de/kis...

  6. Als ich Ihren Beitrag gelesen habe, frug ich mich, ob nicht Sie der-/diejenige sind, der-/diejenige sich noch einmal prüfen sollte. Der Doktormutti geht es hier wohl kaum um "Hypothesen" und "Behauptungen", die da geprüft werden, eher um Formulierungen und Formen der Darstellung. Ich kenne das von meinem eigenen Werdegang her (Sie vielleicht auch?), gegen Ende einer längeren Arbeit will man noch einmal, und danach am besten gleich noch einmal drüberlesen: Hat man vielleicht irgendwo eine ungelenke Wortdopplung eingebaut? Klingts zu salopp fürs akademische Publikum? Oder, ganz im Gegenteil, zu bemüht? Da ist es gut, es recht bald einfach auf sich beruhen zu lassen, denn erstens wirds meistens nur noch schlimmer und zweitens wird man ganz bräsig im Kopf.

    "Gibt sie denn konstruktives Feedback, steht sie ihrer Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite?"

    Nein, vermutlich nicht. Sie hat den Preis meines Wissens nach für grundlegendes Desinteresse an der Arbeit ihrer Promovenden, für deren systematische Demotivation und ganz allgemein für ihr unsoziales Verhalten und ihre völlige fachliche Inkompetenz erhalten.

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    Naja, das ist Ihre Interpretation, der ich leider nicht folgen kann.
    Das "Drueberlesen" zum Schluss wird wohl kaum die gesamte Promotionszeit signifikant verlaengern. Da mag fuer sprachliche Korrekturen 1 Woche ausreichen (war bei mir so, weiss ja nicht wie's bei Ihnen war?).
    Wenn ich zu diesem Zeitpunkt allerdings feststelle, dass inhaltlich etwas nicht stimmig ist, kann das unter Umstaenden seeehr viel laenger dauern.

    Ich weiss nicht, ob Sie irgendeine Vorstellung haben, wie in D sogenannte Wissenschaftspreise vergeben werden. Vielleicht haben Sie ja bereits vom Augsburger Wissenschaftspreis gehoert, der im letzten Jahr fuer ein Kochbuch als Habilitationsschrift vergeben wurde (Auchtung, jetzt Augen auf):

    http://uninews-online.de/...

    http://www.sz-online.de/n...

    Aus der SZ: "Möhring ist Historikerin und hat sich sechs Jahre mit ausländischer Küche in Deutschland beschäftigt."

    Dafuer gab's auch 5000 Flocken.

  7. Für den Fall, dass vor lauter weißen Binsen der leichte Sarkasmus in meiner Antwort nicht zu erkennen war, gibts hier noch einmal die Begründung der Preisverleihung an Frau Prof. Winko:

    "Der erste Platz, dotiert mit € 5.000, ging an Frau Prof. Dr. Simone Winko. [...] Ausschlaggebend für die Jury waren die intensive Betreuungsleistung, die sie ihren Doktoranden/-innen zukommen lässt, zum Beispiel durch halbjährliche „Bilanzwochenenden“ mit allen Betreuern/-innen und Stipendiaten/-innen sowie die Durchführung regelmäßiger Theorie-Workshops. Auch trägt sie wesentlich zur Stärkung der Vernetzung von Doktoranden/-innen in den Geisteswissenschaften untereinander bei."

    Guckstu hier: http://www.kisswin.de/kis...

  8. Naja, das ist Ihre Interpretation, der ich leider nicht folgen kann.
    Das "Drueberlesen" zum Schluss wird wohl kaum die gesamte Promotionszeit signifikant verlaengern. Da mag fuer sprachliche Korrekturen 1 Woche ausreichen (war bei mir so, weiss ja nicht wie's bei Ihnen war?).
    Wenn ich zu diesem Zeitpunkt allerdings feststelle, dass inhaltlich etwas nicht stimmig ist, kann das unter Umstaenden seeehr viel laenger dauern.

    Ich weiss nicht, ob Sie irgendeine Vorstellung haben, wie in D sogenannte Wissenschaftspreise vergeben werden. Vielleicht haben Sie ja bereits vom Augsburger Wissenschaftspreis gehoert, der im letzten Jahr fuer ein Kochbuch als Habilitationsschrift vergeben wurde (Auchtung, jetzt Augen auf):

    http://uninews-online.de/...

    http://www.sz-online.de/n...

    Aus der SZ: "Möhring ist Historikerin und hat sich sechs Jahre mit ausländischer Küche in Deutschland beschäftigt."

    Dafuer gab's auch 5000 Flocken.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Weiße Binsen."
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    Ich vermute, Sie gehen da zu sehr von Ihrem (aus Ihrem Namen geschlossenen naturwissenschaftlichen?) Hintergrund aus. Im philologischen Bereich geht es weniger darum, ob irgendeine Berechnung falsch ist und Ihnen deshalb vielleicht im schlimmsten Fall was um die Ohren fliegt, sondern eher um überzeugende und nicht ganz so überzeugende Argumente, wie das in den meisten "geistes-"wissenschaftlichen Fächern der Fall ist, selbst in denjenigen Spielarten der Philologie (wie der Editionsphilologie), wo man sich scheinbar mit "harten Fakten" beschäftigt.

    Wissenschaftliche Nachlässigkeit predigt Frau Winko sicherlich nicht, aber einen gesunden Abstand zur Paranoia.

    "Vielleicht haben Sie ja bereits vom Augsburger Wissenschaftspreis gehoert, der im letzten Jahr fuer ein Kochbuch als Habilitationsschrift vergeben wurde (Auchtung, jetzt Augen auf):"

    Laut ihrem ersten Link wurde der Preis fuer eine Arbeit mit dem Titel “Ausländische Gastronomie. Migrantische Unternehmensgründungen, neue Konsumorte und die Internationalisierung der Ernährung in der Bundesrepublik Deutschland” vergeben.

    Ebenfall in dem Link steht das es sich nicht um den "Augsburger Wissenschaftspreis" (was so klingt als geht es um alle Wissenschaften) sonder eigentlich um den "Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2012" geht.

    Wo genau ist jetzt ihr Problem, das eine Arbeit die sich mit Interkulturellem (in dem Fall interkulturellem Kochen/Essen) beschaeftigt einen Preis fuer Interkulturelle Studien bekommt?
    Ich hab die Arbeit nicht gelesen, liegt es an der Qualitaet dieser?

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  • Schlagworte Promotion | Doktorarbeit | Dissertation | Work-Life-Balance
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