Schnell sein

Erst fehlte die Zusage, dann stand der Umzug an – und die ersten Studienwochen waren einfach zu spannend, um sich mit Bafög-Formularen herumzuschlagen. Verständlich, aber verschenkt: Rückwirkend zahlt das Bafög-Amt nur, wenn man vorher einen formlosen Antrag gestellt hat – und alles Weitere nachreicht, sobald sich der erste Sturm gelegt hat.

Nachfragen

Wo sitzt das Bafög-Amt überhaupt? Bis wann muss mein Antrag spätestens eingehen? Wer gleich zu Beginn tausend Fragen hat und sich orientierungslos durchs Netz klickt, sollte lieber die Hotline des Studentenwerks und des Bundesbildungsministeriums anrufen: Unter 0800-223 63 41 bekommt man wochentags von 8 bis 20 Uhr gebührenfreie Auskünfte, die den Antrag betreffen.

Online ausfüllen

Wer das Bafög online beantragen kann (geht noch nicht in allen Bundesländern), sollte es tun. Statt sich durch unübersichtliche Erläuterungsblätter im Anhang zu quälen, poppen hilfreiche Anmerkungen direkt auf. Wird ein Punkt vergessen, kann man den Antrag gar nicht erst absenden. Wer in einem Bundesland studiert, das noch hinterherhinkt, kann die Online-Formulare einer anderen Uni ausfüllen und nach dem Ausdruck das Deckblatt austauschen. Achtung: Der Antrag wird zwar online verschickt, muss aber trotzdem ausgedruckt und zum Amt gebracht werden. Sonst gelten Unterschriften und beglaubigte Nachweise nicht.

Stoßzeiten vermeiden

Im Oktober kommen alle, im August kommt so gut wie niemand. Es lohnt sich also, Streber zu sein und rechtzeitig beim Bafög-Amt auf der Matte zu stehen. Dann kann man guten Gewissens Ferien machen und hat den Bescheid vor Semesterbeginn. Das gilt auch für den Weiterförderungsantrag: Am besten zwei Monate vor Fristablauf im Kalender notieren. Auslands-Bafög mindestens sechs Monate vorher beantragen.

Nicht verzetteln

Es gibt Formblätter, Anlagen zu Formblättern, Aktualisierungsanträge, Vordrucke für erklärungsbedürftige Details. Welche der vielen Zettel man überhaupt benötigt, wird auf bit.ly/campus_antrag aufgedröselt. Zum Herunterladen stehen alle Bögen auf bit.ly/campus_bafögneu.

Gründlich sein

Werden Felder frei gelassen, gilt der Antrag als unvollständig. Es folgt: ein Brief des Sachbearbeiters. Wer sich das Hickhack sparen will, prüft am Schluss noch mal alle Kästchen – und macht Striche, wo nichts hin soll.