Initiativbewerbungen können durchaus erfolgreich sein, wenn sich der Bewerber vorher über das Unternehmen informiert. Ich würde nicht bestätigen, dass sie grundsätzlich vergebene Mühe sind. Es zeigt uns vielmehr, wie engagiert die Bewerber sind. So eine Bewerbung muss allerdings gut überlegt und vorbereitet sein. Einfach die Unterlagen an eine Firma zu schicken und zu hoffen, dass man eingestellt wird – das funktioniert nicht.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Die erste Regel für Initiativbewerbungen lautet deshalb: Zunächst den Kontakt zum Unternehmen suchen und mit einem Verantwortlichen klären, ob eine Initiativbewerbung sinnvoll ist. Vielleicht gibt es bereits eine passende, aber noch nicht ausgeschriebene Position, die besetzt werden kann. Weitere Kontaktmöglichkeiten bieten beispielsweise Karrieremessen oder Fachvorträge. Darauf kann man sich im Anschreiben beziehen.

Die zweite Regel: Man sollte unbedingt die Internetseite des Unternehmens gründlich lesen. Das Anschreiben einer Initiativbewerbung muss besser und individueller sein als das einer Bewerbung auf eine Stelle, die wir ausgeschrieben haben. Es muss sofort deutlich werden, dass sich der Bewerber mit unserer Versicherung und den Produkten identifizieren kann. Dass er genau hier arbeiten will – und nicht bei einem anderen Unternehmen.

Die dritte Regel lautet: sich vorher überlegen, welche Position oder Stelle angestrebt wird. Vor allem große Konzerne haben viele offene Stellen, die sollte man alle geprüft haben. Findet man dort nichts Passendes, macht eine Initiativbewerbung Sinn. In der Versicherungsbranche sind zum Beispiel selbstständige Vermittler, Informatiker oder Mathematiker interessant. Daneben haben wir auch gute Erfahrungen mit fachfremden Bewerbern, deren Qualifikationen wir nicht gesucht haben, die aber genau zu uns passen. Die können ein Team bereichern.