Erasmus

Für wen ist das was?

Das Erasmus-Programm der EU ermöglicht pro Jahr 250.000 Studenten den Aufenthalt an einer europäischen Hochschule außerhalb ihrer Heimat. Gefragt sind kulturell interessierte Bewerber. Das Motivationsschreiben ist daher wichtiger als Studienleistungen und Sprachkenntnisse.

Wo informiert man sich?

An der eigenen und an der Auslands-Uni geben Erasmus-Koordinatoren Auskunft. Unter eu-community.daad.de gibt es Tipps zu Studien- und Lebensbedingungen, Hochschulsystemen und Zulassungsvoraussetzungen und Erfahrungsberichte aus den 33 Teilnehmerländern. Wann man sich bewerben muss, erfährt man im Fachbereich, im Erasmus-Büro und beim DAAD.

Wie finanziert man das?

Es gibt eine Förderung von bis zu 300 Euro im Monat, und die Studiengebühren im Ausland werden erlassen. Zudem kann man Auslands-Bafög beantragen. Das Erasmus-Stipendium ist mit Bafög und Deutschlandstipendium kombinierbar.

Wie gut sind die Chancen?

Spanien ist unter deutschen Studenten das beliebteste Erasmus-Land. Auch wer nach Oxford, Cambridge oder London will, hat es nicht leicht. Plätze an Hochschulen wie der School of Economics und dem Imperial College sind heiß begehrt. Erhöhen kann man seine Chancen, wenn man einen alternativen Wunschort angibt.

Binationale Studiengänge

Für wen ist das was?

Die prestigeträchtigen Programme richten sich an leistungsbereite, ehrgeizige Bewerber, die die Sprache des Partnerlandes schon gut beherrschen. Die Teilnehmer verbringen ein Jahr zu Hause, das zweite im Ausland. Am Ende erhalten sie von beiden Hochschulen einen Abschluss.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber, der am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Wo informiert man sich?

Einen Überblick bietet die Hochschulrektorenkonferenz auf hochschulkompass.de. Auf bit.ly/campus_erasmus_mundus kann man die Erasmus Mundus Master Courses einsehen – ein EU-gefördertes Programm, das die Teilnahme an binationalen Studiengängen unterstützt. Deutsch-französische Kooperationen findet man auf: bit.ly/campus_dfh_bi.

Wie finanziert man das?

Studiengebühren an der ausländischen Uni werden den Teilnehmern meist erlassen. Um die Lebenshaltung zu finanzieren, gibt es Stipendien vom DAAD. Erasmus-Mundus-Studenten werden mit bis zu 23.000 Euro für zwei Jahre gefördert. Die Teilnehmer deutsch-französischer Masterprogramme können mit 2.700 Euro Zuschuss pro akademischem Jahr von der Deutsch- Französischen Hochschule rechnen.

Wie gut sind die Chancen?

Hier ist die Konkurrenz groß: Bei der Bewerbung zählen gute Noten, hervorragende Sprachkenntnisse, Empfehlungen und ein überzeugendes Motivationsschreiben.