Teilzeit

Einen Tag in der Woche freihaben, früh Feierabend machen, statt 40 Stunden in der Woche nur 30 oder 25 arbeiten – all das geht mit einer Teilzeitstelle. Wenn man seit mindestens sechs Monaten bei einem Unternehmen angestellt ist, das mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt, hat man sogar einen Rechtsanspruch auf Teilzeit. Allerdings kann der Chef den Antrag ablehnen, wenn betriebliche Gründe dagegen sprechen, etwa weil unverhältnismäßig hohe Kosten für das Unternehmen entstehen würden oder der Betriebsablauf wesentlich beeinträchtigt würde. Bei den allermeisten Unternehmen sind Teilzeitmodelle aber möglich. Was man dabei bedenken sollte: Natürlich verdient man entsprechend weniger Geld. Und in der nächsten Beförderungsrunde werden Teilzeitarbeiter auch nur selten berücksichtigt.

Gleitzeit

Beim Gleitzeitmodell kann jeder selbst wählen, wann er arbeitet. Wie lange er das tut, ist dagegen in der Regel festgelegt. Meistens gibt es eine sogenannte Kernarbeitszeit. Während eines bestimmten Zeitraums, zum Beispiel von 10 bis 15 Uhr, müssen dann alle Mitarbeiter im Büro sein, damit gemeinsame Treffen und Besprechungen ohne großen Koordinationsaufwand möglich sind. Ansonsten teilt sich jeder seine Zeit selbst ein. Der eine sitzt dann schon um 7 Uhr am Schreibtisch und packt um 15 Uhr seine Sachen, die Kollegin kommt dagegen erst um 10 Uhr und bleibt bis 18 Uhr. Flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten gibt es laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft bei rund zwei Dritteln der Unternehmen in Deutschland.

Vertrauensarbeitszeit

Bei rund der Hälfte der Unternehmen besteht die Option, Vertrauensarbeitszeit zu wählen. Der Chef kontrolliert nicht, ob und wann jemand da ist. Hauptsache, das Projekt ist bis zu einem bestimmten Termin abgeschlossen. Manchmal muss man für die Arbeit nicht einmal am Schreibtisch sitzen, sondern kann seinen Laptop auch im Café oder daheim auf dem Sofa aufklappen. Das hört sich verlockend an, kann aber auch anstrengend werden und wenig Zeit zum Abschalten lassen, wenn es viel zu tun gibt. Aushalten muss man auch, wenn die Kollegen komisch gucken, weil man schon um 14 Uhr das Büro verlässt. Ein weiterer Nachteil: Der Mitarbeiter sammelt offiziell keine Überstunden an. Ob und wie er die Mehrarbeit ausgleichen kann, muss individuell abgesprochen werden.

Arbeitszeitkonto

Auf einem sogenannten Arbeitszeitkonto spart der Mitarbeiter Überstunden an. Hat er genug gesammelt, kann er dafür ein paar Tage, Wochen oder Monate Auszeit nehmen – bei voller Weiterbezahlung. Es gibt Jahresarbeitszeitkonten, bei denen alle zwölf Monate abgerechnet wird, Langzeitarbeitskonten, bei denen man über Jahre Zeiten ansparen kann, und Lebensarbeitszeitkonten, bei denen man später die Möglichkeit hat, früher in Rente zu gehen. Wenn man allerdings den Arbeitgeber wechselt, kann es kompliziert werden. Man muss die Tage dann vorher abbauen oder über eine Auszahlung verhandeln. Arbeitszeitkonten sind vor allem bei großen Unternehmen üblich, rund 20 Prozent der Firmen in Deutschland bieten dieses Modell an.

Kein Modell passt? Wie wäre es dann mit Jobsharing, amorpher Arbeitszeit oder mit Telearbeit? Mehr Infos dazu gibt es bei der Arbeitsagentur: bit.ly/campus_modelle