Ein Jahr vorher

Früh übt sich: Günstige, teils kostenlose Bewerbungstrainings gibt es beim Career Service vieler Unis und bei der Arbeitsagentur. Auf Jobmessen kann man beim Gespräch am Firmenstand den Ernstfall proben. Hat man einen Wunscharbeitgeber, sollte man regelmäßig auf der Firmenseite vorbeischauen, den Newsletter und Beiträge in Sozialen Netzwerken verfolgen – so sieht man, wie das Unternehmen tickt, und verpasst keine Stellenausschreibung.

Einen Monat vorher

Weiß man den Termin, kann man die Anreise inklusive Zeitpuffer planen: Wie komme ich hin, wie lange wird das dauern? Wo schlafe ich? Gibt es um die Ecke ein Café, in dem ich warten kann? Wer in der Nähe wohnt, kann zum Firmengelände fahren und schauen, wo sich Parkplätze und Eingangstür befinden. Spätestens von jetzt an sollte man sich gut über das Unternehmen informieren. Und die branchenspezifischen und allgemeinen Nachrichten verfolgen, um beim Smalltalk und bei gezielten Nachfragen nicht ins Stottern zu kommen.

Eine Woche vorher

Inwiefern passen meine Kompetenzen zur Stelle? Warum will ich dort arbeiten, was kann ich dem Unternehmen bieten? Die Antwort darauf sollte man gut vorbereiten. Eine kurze Selbstpräsentation kann man vor dem Spiegel oder mit Freunden üben. Außerdem kann man überlegen, welche Fragen man selbst stellen will, und sich – für den Fall, dass es abgefragt wird – über seinen Gehaltswunsch Gedanken machen.

Fangfragen in Bewerbungsgesprächen - "Sie haben drei Wünsche frei, welche sind das?"

Einen Tag vorher

Schuhe geputzt, Hemd gebügelt, Ersatzbluse bereit – und alle Knöpfe dran? Das Outfit steht am besten schon am Tag vorher fest. Für Notfälle ist es gut, Name und Nummer des Ansprechpartners zu notieren und spätestens jetzt zu googeln, mit wem man es zu tun hat.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Nr. 1/2016

Eine Stunde vorher

Jetzt sollte man in der Nähe der Firma sein. So bleibt noch Zeit für Entspannungsübungen, den Gang zur Toilette und um das Handy auszuschalten.

Eine Sekunde vorher

Rücken gerade, freundlich lächeln, atmen nicht vergessen – und Attacke!