Wo ist die schönste Bibliothek? Welches Institut empfehlen Professoren? Und welches Fach passt zu mir? Das neue Hochschulranking von ZEIT ONLINE und CHE gibt Antworten.

Mehr als 300 Hochschulen. Rund 10.000 Studiengänge. Was für eine große Auswahl für alle, die gerade überlegen, was sie wo studieren wollen. Was für eine beängstigend große Auswahl.

ZEIT Campus ONLINE will mit dem Hochschulranking helfen. Dieses entsteht seit mehr als zehn Jahren in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Was kann das Ranking?

Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung der Hochschulen sowie Forschungserfolgen beinhaltet das Ranking Urteile von rund 150.000 Studenten über die Bedingungen an ihrer Uni: Wie bewerten sie die Qualität der Lehre an ihrer Universität oder Fachhochschule? Wie gut ist die Forschung? Wie ist die Bibliothek ausgestattet? Ergänzt werden die Studentenurteile durch Empfehlungen von 9.000 Professoren zur Reputation der Fachbereiche.

So funktioniert’s:

Wer genau weiß, was er studieren möchte, steigt nach einer kostenlosen Registrierung über "Fächer im Ranking" ein: Fach auswählen, für Hochschulart (Uni oder FH) und Abschlussart entscheiden und direkt das Ranking starten.

Das Ranking hilft aber auch Unentschlossenen: Mit der Suche "Irgendwas mit" können Interessierte zwischen Themenbereichen wie Technik, Wirtschaft oder Medien wählen, um dann schrittweise zu den Ranking-Ergebnissen geführt zu werden. Wer weiß, wo er studieren möchte, aber nicht, welche Hochschulen am bevorzugten Ort sind, steigt über "Orte" ins Hochschulranking ein. Nach der Wahl einer Stadt erhält der User eine Übersicht über die dort untersuchten Hochschulen.

Was zeigen die Ergebnisse?

Die Ergebnisliste zeigt, wie die Hochschulen im bundesweiten Vergleich abgeschnitten haben. Dabei ordnet das CHE die Hochschulen anhand individueller Kriterien wie zum Beispiel Forschungsreputation, Berufsbezug, Internationalität oder Mietkosten am Hochschulstandort in sogenannte Ranggruppen ein: Die Spitzengruppe ist dabei durch grüne Punkte, die Mittelgruppe durch gelbe Punkte und die Schlussgruppe durch blaue Punkte gekennzeichnet.

Wer sich für andere Merkmale interessiert, hat die Möglichkeit, aus mehr als 30 Bewertungskriterien eigene Kriterien auszuwählen. Für ein Semester im Ausland sind beispielsweise integrierte Auslandssemester sowie eine internationale Ausrichtung des Faches wichtig. Für alle, denen bereits die Theorie in der Schule zu schaffen machte, lassen sich Studiengänge nach Praxisbezug durchsuchen.

Stehen mehrere Hochschulen in der engeren Wahl, sind die Ranking-Ergebnisse mit dem Hochschulvergleich direkt zu vergleichen. Die jeweiligen Profilseiten bieten dabei detaillierte Informationen zu Fach, Hochschule und -ort. Außerdem können sämtliche Ergebnisse als Favoriten gespeichert, ausgedruckt, verschickt sowie in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Hintergrund

Weil es für Hochschulen sehr aufwendig ist, die Daten zu sammeln, werden nicht alle Fächer pro Jahr gleichzeitig untersucht, sondern jedes Fach alle drei Jahre. Hinzu kommt, dass Durchschnittswerte oft über mehrere Jahre dargestellt werden. Daher können sich diese Werte nicht innerhalb eines Jahres gravierend ändern.

In diesem Jahr untersuchte das CHE die Fächer BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftswissenschaften.