Wie man im Master an Geld kommt

Bafög

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 2/2017.

Jeder dritte Student erhält Bafög. Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt und selbst für die Kranken- und Pflegeversicherung aufkommen muss, kann seit vergangenem Wintersemester monatlich bis zu 735 Euro bekommen. Auch die Grenzen bei Einkommen und Vermögen der Eltern wurden angehoben. Hat man beim Bafög-Antrag im Bachelor knapp darüber gelegen, lohnt sich ein neuer Antrag für den Master. Als Faustregel gilt: Mit einer Teilförderung können Studenten rechnen, wenn ihre Eltern brutto etwa 40.000 Euro im Jahr verdienen. Bei einem Einkommen von rund 20.000 Euro jährlich kann es den Höchstsatz geben. Wer vor dem 36. Geburtstag mit dem Master begonnen hat, darf Bafög beantragen. Auch Lücken beim Übergang von Bachelor zu Master wurden geschlossen: Anspruch hat man nun bis zu dem Monat, in dem man die Bachelornote erhält. Schließt man direkt einen Master an, wird man weiter gefördert. Das Bachelor-Zeugnis kann man bis zu zwölf Monate später nachreichen. Weiterhin gilt: Bafög gibt es höchstens zehn Semester lang.

Nebenjob

Durch den Wechsel vom Bachelor- zum Masterstudium verändert sich beim Nebenjob nichts. Entscheidend bleibt, wie viele Stunden man nebenher arbeitet und wie viel man dabei verdient: Mit einer Anstellung in Teilzeit und als Selbstständiger oder Gründer darf man pro Monat nicht mehr als 425 Euro erwirtschaften und höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ansonsten fliegt man aus der Familienversicherung oder aus dem studentischen Krankenkassentarif. Bis zum 30. Lebensjahr kosten die Beiträge für Studenten je nach gesetzlicher Krankenkasse 68 bis 77 Euro monatlich. Dazu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von mindestens 16,55 Euro. Behörden wollen mit diesen Regelungen sicherstellen, dass das Studium trotz Nebenjob im Mittelpunkt steht. Eine Ausnahme gilt für Werkstudenten. Hat man so einen Vertrag, darf man mehr verdienen, ohne zusätzlich Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Sozialversicherung zahlen zu müssen. Während der Vorlesungszeit dürfen Werkstudenten ebenfalls höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten, in den Semesterferien dann unbegrenzt. Auch bei einem Minijob mit 450 Euro Gehalt zahlt nur der Arbeitgeber die Sozialversicherung. Man kann sich sogar von der Rentenversicherung befreien lassen, dann bekommt man am Ende fast das komplette Bruttogehalt. Bei geringfügiger Beschäftigung gilt wie bei freiwilligen Praktika der Mindestlohn von 8,84 Euro. Man darf aber höchstens 50,9 Stunden pro Monat arbeiten, darauf sollte man als Minijobber achten. Ist ein Praktikum in der Studienordnung vorgegeben, gilt es als Pflichtpraktikum. Da muss sich der Arbeitgeber nicht an den Mindestlohn halten.