Diese Unterlagen werden von Unis oft verlangt.

Sprachnachweise

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 2/2017.

Viele Hochschulen fordern, dass Bewerber ihre Englischkenntnisse nachweisen. Meist geht das mit dem Test of English as a Foreign Language, kurz: Toefl, der international anerkannt wird. Beim Toefl muss man zeigen, dass man die Sprache beim Lesen und Hören versteht und dass man sie selbst sprechen und schreiben kann. In vielen deutschen Städten gibt es Testcenter, in denen man sich etwa sechs Wochen vor dem Test anmelden sollte. Manchmal sind sonst schon alle Plätze vergeben. Der Test kostet etwa 230 Euro. Einige Hochschule haben eigene Englischtests, die günstiger sind. An der Uni Oldenburg zahlt man etwa 80 Euro für den Sprachtest. Außerdem gibt es einen Sprachtest des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), den man an vielen Unis machen kann. Bevor man also unnötig Geld für den Toefl ausgibt, sollte man fragen, welchen Sprachnachweis die Uni sehen will. Bei geisteswissenschaftlichen Mastern sollte man zudem klären, ob man ein Latinum braucht. Manche Unis bieten Intensivkurse in den Semesterferien an, oder man belegt entsprechende Seminare während des Semesters.

GMAT

Der englischsprachige Graduate Management Admission Test (GMAT) ist ein Test für die Zulassung zur Managementausbildung. Er besteht aus Text-, Rechen- und Logikaufgaben. Man benötigt ihn beispielsweise für den Master in Business Research an der Uni Mannheim oder für den Master in Global Business Management an der Uni Augsburg. Der GMAT kostet rund 240 Euro. Ein gutes Testergebnis ist für Bewerber mit schwächeren Noten wichtiger als für diejenigen mit sehr guten, denn es verbessert oft die eigene Position in der Rangliste. Damit man gut abschneidet, sollte man sich auf den Test vorbereiten, zahlreiche Hochschulen bieten dazu kostenlose oder günstige Kurse an. Gut zu wissen: In vielen Zulassungsverfahren wird der GMAT zwar erwähnt, ist aber nicht verpflichtend. In anderen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen werden Tests wie der Graduate Record Examination (GRE) oder der TM-WISO verlangt.

Gutachten

Gutachten werden fast standardmäßig von Bewerbern verlangt. Mit dieser Hürde sollen alle aussortiert werden, die sich nicht rechtzeitig über die Zulassungsvoraussetzungen informiert haben. Sechs Wochen Zeit sollte man einem Dozenten geben, damit er ein Gutachten anfertigt. Am besten wählt man eine Person, die einen kennt und einschätzen kann. Zum Beispiel einen Dozenten, bei dem man in mehreren Seminaren gute Noten bekommen hat. Wenn ausdrücklich ein Gutachten von einem Professor verlangt wird, kann man sich auch an dessen Lehrstuhlmitarbeiter wenden. Die meisten Professoren vertrauen den Einschätzungen ihrer Mitarbeiter und lassen sich von ihnen beim Verfassen des Schreibens helfen. Wichtig: vorher abklären, ob man dem Gutachter inhaltliche Textbausteine liefern soll. Noch wichtiger: dem Gutachter sagen, ob bestimmte Themen abgedeckt werden müssen. Die kann man im Zweifel vorher an der Uni erfragen, an der man sich bewirbt. Meistens werden Einschätzungen zu Persönlichkeit, Leistung oder Engagement verlangt. In naturwissenschaftlichen Fächern sollte das Wort "Teamfähigkeit" erwähnt werden, da in Labors oft in der Gruppe gearbeitet und viel Wert auf gute Zusammenarbeit gelegt wird. Beim Einschätzen von Leistungen sind Vergleiche mit Kommilitonen ratsam. Wenn man zu den Besten des Jahrgangs zählt, sollte das im Gutachten stehen. Die Formulierung "mit Nachdruck und ohne Vorbehalt" ist eine ganz entscheidende Aussage für die Auswahlkommission: Dieser Satz verrät, dass ein Gutachter den Bewerber tatsächlich empfiehlt.

Projektskizzen

In vielen kreativen Masterstudiengängen werden Arbeitsproben oder auch Projektskizzen gefordert. So etwa bei dem Master im Bereich Gestaltung an der Fachhochschule Bielefeld oder im Master in Design an der Universität der Künste in Berlin. Das ist oft viel aufwendiger als ein Motivationsschreiben: In einem meist zwei- bis fünfseitigen Exposé soll man eine konkrete Projektidee vorstellen, die man im Studium realisieren möchte. Das Projekt sollte zum Themengebiet des Studiengangs passen. Die Uni Hildesheim etwa erwartet für den Master in Kulturvermittlung in der Projektskizze erste Arbeitshypothesen und Methoden für ein bestimmtes Forschungsprojekt. Einige Lehrstühle bieten Beratungstermine für Projektskizzen an und geben Feedback, bevor man die Skizze verbindlich einreicht.

Beglaubigungen

Sobald man zugelassen ist, braucht man für die Immatrikulation viele Dokumente: Kopie des Personalausweises, Bescheinigung der Krankenkasse oder einen Beleg, dass die Studiengebühren bezahlt sind. Amtliche Beglaubigungen von Kopien sind nur nötig, wenn sie explizit gefordert werden. In Bürgerbüros, Kreisverwaltungsreferaten und oft auch im Prüfungsamt der Uni kriegt man die günstiger als beim Notar, manchmal sogar kostenlos.