Sechs Dinge, die du beachten solltest

1. Wie finde ich den passenden Studiengang?

Wer Lust hat, längere Zeit an einem fremden Ort zu leben, kann statt einzelner Semester auch den ganzen Master im Ausland machen. Auf dem Suchportal masterstudies.com oder der Website des DAAD kannst du dir einen guten Überblick verschaffen. Hast du interessante Programme entdeckt, kannst du bei den Hochschulen weiteres Infomaterial anfordern. Bei Fragen helfen die Mitarbeiter der International Offices weiter. Oft kann es sich für dich lohnen, zusätzlich mit Absolventen über ihre Erfahrungen zu reden. Kontakte findest du beispielsweise über Online-Foren. Auf der Website des DAAD stehen außerdem Erfahrungsberichte.

2. Was muss ich bei der Bewerbung beachten?

Unbedingt den akademischen Kalender der Uni anschauen. In den USA läuft das Wintersemester teilweise schon im August an, in Großbritannien meistens im September. Dementsprechend früh enden die Bewerbungsfristen. Am besten klärst du vor der Bewerbung ab, ob dein Bachelorabschluss für den Master anerkannt wird. Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen werden in manchen Ländern Motivationsschreiben, Gutachten oder Sprachzertifikate verlangt, manchmal auch Nachweise über eine Krankenversicherung und die finanziellen Mittel. In den USA gibt es oft Eignungstests wie das Graduate Record Examination (GRE), das etwa 165 Euro kostet.

3. Wie viel kostet das Studium im Ausland?

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 2/2018.

Ein Studium im Ausland ist in der Regel viel teurer als in Deutschland. Das liegt vor allem an den Studiengebühren, und die variieren stark, je nach Land. In Italien verlangen Universitäten etwa 750 bis 3.000 Euro pro Studienjahr, in den USA fallen im Schnitt 10.000 bis 18.000 Euro an. Auf der Website des DAAD bekommt man unter dem Stichwort "Länderinformation" eine Übersicht, wie viel Geld man im Gastland monatlich ungefähr braucht.

4. Wie kann ich mir das leisten?

Stipendien, Förderungen oder Studienkredite: Beim DAAD oder auf stipendienlotse.de kannst du dich über die vielen Möglichkeiten informieren, wie du dir den Master im Ausland leisten kannst. Mit der Suche nach einem Geldgeber solltest du früh starten, am besten ein Jahr vor Studienbeginn. Sobald die Finanzierung steht, kannst du anfangen, dich um Dinge wie ein Zimmer zu kümmern. Ob du neben dem Studium arbeiten darfst, hängt von den Visabestimmungen ab. Europäische Studenten etwa können in allen Ländern der EU Geld verdienen.

5. Was sind die Unterschiede zu deutschen Hochschulen?

Das Bildungssystem im Gastland kann ganz anders aufgebaut sein als in Deutschland. Vorlesungszeiten etwa sind nicht überall in Semester unterteilt. In Großbritannien oder Australien gibt es Trimester, also drei Studienphasen pro Jahr. Einjährige Masterprogramme findet man häufig in England. Der viele Stoff wird oft in kurzer Zeit bearbeitet, was sehr anstrengend werden kann. Vor dem Studium solltest du prüfen, ob der Abschluss der ausländischen Uni später in Deutschland anerkannt wird. Mithilfe der Anabin-Datenbank der Kultusministerkonferenz kannst du das herausfinden. Für alle, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist das besonders wichtig.

6. Für welche Länder brauche ich ein Visum?

Wenn es dich weit wegzieht, in ein Land außerhalb der EU, dann musst du in den meisten Fällen ein Visum beantragen. Infos zu Visabestimmungen und Einreise findest du auf der Website des Auswärtigen Amtes. Von der Auslands-Uni erfährst du, welches Visum du brauchst. Meistens muss man ein Studentenvisum mitbringen.