Martin Frick rät: "Ich kann nur jeden ermutigen, neugierig und veränderungsbereit zu bleiben und nicht auf genau die Stelle zu warten, die zu 95 Prozent zu einem passt."

Können Sie sich noch an Ihre Bewerbungsgespräche erinnern?
Einiges ist mir noch in Erinnerung geblieben: Meine eigene Nervosität und ein wider Erwarten entspanntes Assessment Center. Oder auch ganz klassische Vorstellungsgespräche bis hin zum Kennenlernen des Teams vor der Vertragsunterschrift.

Warum haben Sie sich damals für Ihr jetziges Unternehmen entschieden?
Wegen des Jobinhaltes, der Innovationskraft und Globalität des Unternehmens. Wegen des langfristigen Wachstums und auch der Nähe zur eigenen Familie. ZF suchte damals einen Projektleiter im IT-Innovationsmanagement. Für mich als Wirtschaftsinformatiker war das ein spannender Einstieg bei ZF. Technologiehypes zu analysieren, aber auch IT-Projekte umzusetzen, waren Garanten für Abwechslung und Herausforderungen.

Was war damals wichtig, worauf hat der Personaler bei Ihnen geachtet?
Vor allem auf den "cultural-fit" zum Unternehmen und zum Team. Gleichzeitig auch auf meine Neugierde, Kooperationsfähigkeit und auch die Durchsetzungsstärke als Projektleiter. Ich habe es als sehr positiv aufgefasst, dass sich das Unternehmen auch mir präsentiert hat und ich prüfen konnte, ob es zu mir passt.

Welche Hürden mussten Sie meistern, um am Ende eingestellt zu werden?
Zwei Vorstellungsgespräche, eine Projektaufgabe und ein Gespräch mit dem Team.

Was würden Sie heute genauso wieder machen und auch den heutigen Bewerbern so weitergeben?
Bewerbern rate ich, Chancen mutig zu nutzen. Im Studium habe ich durch Auslandsaufenthalte und Praktika über den Tellerrand meines Fachgebietes geschaut. Dies hat einerseits Spaß gemacht – andererseits musste ich aber auch meine Komfortzone verlassen. Es war herausfordernder, eine Masterarbeit in Asien zu schreiben als im "Ländle" auf Deutsch. Danach ist man aber stolz und um viele Erfahrungen reicher. Genauso bei meinem Wechsel aus der IT ins Personalmarketing. Ich kann nur jeden ermutigen, neugierig und veränderungsbereit zu bleiben und nicht auf genau die Stelle zu warten, die zu 95 Prozent zu einem passt. Sondern auch mal eine Bewerbung für eine Position abzuschicken, für die man auf den ersten Blick nicht der Traumkandidat zu sein scheint – dies aber auch ehrlich und authentisch im Vorstellungsgespräch ansprechen.

Welche Fragen eines Bewerbers haben Sie auf der Seite des Interviewers überrascht?
In einem Videointerview mit einer Kandidatin in den USA sind meine Kollegin und ich nach unserem Führungsverständnis gefragt worden. Auch die Frage, welche HR-Vision wir verfolgen oder wie sich unsere Funktion durch aktuelle Megatrends verändert, waren interessant. Da dreht man die ausgediente Frage "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren" direkt um und sieht gleichzeitig wie inspirierend das Umfeld und die Aufgabe sein können.

Inwiefern haben sich Sie die Anforderungen bei Ihnen im Unternehmen in den vergangenen Jahren verändert?
Die Digitalisierung revolutioniert die Mobilität. ZF lässt Fahrzeuge mittlerweile sehen, denken und handeln - und verfolgt mit seinen Produkten eine Vision Zero, also das Ziel einer Mobilität ohne Unfälle und Emissionen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir uns nach anderen Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt umschauen müssen, um den neu entstandenen Anforderungen gerecht zu werden.

Welche Fachrichtungen suchen Sie aktuell?
Typische Studienfachrichtungen für einen Einstieg ins Berufsleben bei ZF sind Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Physik oder verwandte Studiengänge. Mitbringen sollten die Bewerber vor allem Offenheit, Neugierde und keine Berührungsängste mit neuen Technologien sowie die Fähigkeit unsere "neue Welt" (Künstliche Intelligenz) und die "alte Welt" (physikalisches Verständnis) in der Praxis kombinieren zu können.
Generell sind wir mit unserem breiten Produktportfolio und den Themen im Bereich E-Mobilität, Autonomes Fahren, Sicherheit und Effizienz für aktuelle und künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Fachrichtungen attraktiv – vom Maschinenbau zur Informatik und von der Betriebswirtschaft zur Elektrotechnik.

Welche Gründe sprechen für die heutigen Bewerber dafür, sich für Ihr Unternehmen zu entscheiden?
Bei uns sind Sie Teil eines interdisziplinären Teams und gestalten mit unseren Kunden intelligenten Mobilitätslösungen von morgen.

Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit in einem internationalen Umfeld an unterschiedlichen ZF-Produkten zu arbeiten, sowie in einem sich schnell ändernden, flexiblen Umfeld die globalen Zukunftstrends, autonomes Fahren, Sicherheit und Effizienz, mitzugestalten.
Zudem ist ZF ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber. Das beginnt bei der Investition in Mitarbeiter durch leistungsbasierte und strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten und reicht bis zur Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette.

Was motiviert Sie persönlich jeden Tag vollen Einsatz zu bringen?
Ein tolles Team und Kollegen um mich zu haben, die mit viel Teamspirit, Spaß und Professionalität arbeiten. Dazu kommt ein Unternehmensumfeld, das mir Globalität, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Dynamik bietet, aber andererseits auch weiche Faktoren wie beispielsweise meine Elternzeit unterstützt.

Kontakt

Martin Frick
Leiter Personalmarketing
ZF Friedrichshafen AG
zf.com/careers