Giuseppina Scuzzarello-Eichmeier spricht über digitale Transformation sowie über agile Arbeitsmethoden, die in der Versicherungswirtschaft zunehmend gefragt sind.

Können Sie sich noch an ihr erstes Bewerbungsgespräch erinnern?
Ja, das war für eine Aushilfsstelle während des Abiturs. Ich habe bereits während der Schule mein erstes Geld verdienen wollen und mich bei einem großen Mode- und Textilunternehmen beworben. Dabei konnte ich wertvolle Erfahrungen für meinen Werdegang sammeln und lernte, "Dinge anzupacken".

Warum haben sie sich damals für ihr jetziges Unternehmen entschieden?
Vor allem die Identifikation mit der Unternehmenskultur war für mich ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Ich habe mich im Assessment Center von AXA sehr wohl gefühlt und das trotz der Testsituation. Vor allem der wertschätzende Umgang und die offene Atmosphäre haben mich für das Unternehmen begeistert. Heute sehe ich das noch genauso. Hinzu kommt, dass ich große Gestaltungsspielräume kennenlernen durfte und die Vielfalt der Themenfelder, die wir bedienen, extrem schätze. Das Streben nach Innovation in Zeiten der digitalen Transformation ist durchaus herausfordernd, bringt aber auch besonders viel Spaß, da man viel bewegen kann.

Was war damals wichtig, worauf hat der Personaler bei Ihnen geachtet?
Besonders wichtig waren meinem Gesprächspartner ein kommunikatives und selbstsicheres Auftreten. Dies war sogar wichtiger als fachliche Kompetenzen, da ich meinen Weg zu AXA über ein integriertes Studium gefunden habe und mich noch gar nicht mit der Versicherungsbranche beschäftigt hatte. Inwieweit dies für andere Stellen gilt, ist sehr von der Funktion abhängig, die wir besetzen wollen. Immer gilt jedoch, dass man über teamorientiertes Handeln und mit einem empathischen und konstruktiven Umgang punkten kann. Querdenker, die über den Tellerrand schauen, sind gefragt.

Welche Hürden mussten Sie meistern, um am Ende eingestellt zu werden?
Auf den Auswahltest, folgte die Einladung zum Assessment Center. Hierbei meisterte ich verschiedene Übungen wie beispielsweise Rollenspiele, Präsentationen und auch ein Verkaufsgespräch. Wer sich heute bei AXA bewirbt, den erwarten meist mehrere Bewerbungsgespräche, in denen sich der Bewerber mit Vertretern des Personalbereichs und der jeweiligen Fachabteilung austauscht. Fallstudien oder ein Assessment-Center können je nach Funktion ebenfalls zum Prozess gehören. Dies gilt beispielsweise für Vorstandsassistenten oder Führungskräfte.

Was hätten Sie damals lieber anders gemacht?
Eigentlich nicht viel, da ich einfach ich selbst war. Wenn man jedoch einen Punkt nennen müsste, wäre es eine größere Gelassenheit vor dem Assessment Center. Um die Aufregung herunterzuschrauben, ist es hilfreich, sich vorher selbst zu beruhigen. Dies gelingt mir beispielsweise durch eine ablenkende Aktivität am Abend vor dem Gespräch, die mir Spaß bereitet, und eine gute Vorbereitung vorab.

Was würden Sie heute genauso wieder machen und auch den heutigen Bewerbern so weitergeben?
Am Vortag sollte definitiv Stress vermieden werden. Auch die Einplanung von genügend Zeit vor der Fahrt zum Vorstellungsgespräch war mir eine große Hilfe. Das Gespräch selbst sollte man im Anschluss auch dazu nutzen, um herauszufinden, ob das Unternehmen zu einem passt – nicht nur umgekehrt. Ebenfalls würde ich mich heute während eines Assessment Centers immer wieder vor jeder Übung fragen, was für die jeweilige Übung zentral ist und daher fokussiert werden soll. Welche Leistung oder Botschaft möchte ich zeigen?

Was macht bei Ihnen heutzutage einen guten bzw. schlechten Eindruck?
Souveränes Auftreten ist immer gut. In einem Assessment Center beispielsweise punktet man eher durch konstruktive und qualitativ hochwertige Inhalte sowie ein integratives Verhalten - nicht etwa dadurch, andere Teilnehmer schlechter dastehen zu lassen, um sich hervorzutun.

Inwiefern haben sie die Anforderungen bei Ihnen im Unternehmen in den vergangenen Jahren verändert?
In den letzten Jahren hat sich Vieles bei uns und in der Branche verändert. Das Stichwort lautet digitale Transformation. Dazu gehört auch ein agiler Arbeitsstil. Ich beobachte überall im Unternehmen eine große Offenheit, eine höhere Dynamik und kürzere Entwicklungszyklen. Wir möchten neue Ideen und Services, ausprobieren, ihren Mehrwert für Kunden testen und entscheiden, ob wir sie weiterentwickeln oder verwerfen wollen. Vor allem Methoden aus dem agilen Umfeld wie Scrum oder Design Thinking werden wichtiger. Englisch ist inzwischen in fast allen Positionen ein Muss, gern auch eine zweite Fremdsprache. Unsere Werte haben sich jedoch in den letzten Jahren nur bedingt verändert. Ein ausgeprägter Teamgeist, konsequente Kundenorientierung und Integrität waren und bleiben von hoher Bedeutung. Was wir noch stärker fordern und fördern, ist Mut, Dinge einfach auszuprobieren und Komplexität zu reduzieren.

Welche Fachrichtungen suchen Sie aktuell?
Insgesamt sind die Disziplinen, die wir benötigen, sehr bunt und vielfältig. Der Bedarf ist besonders in diesen Bereichen da: (Wirtschafts-)Mathematik, (Wirtschafts-)Informatik, Physik mit fundierten Kenntnissen in statistischen Methoden, Big Data/Data Science, Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaft, (Wirtschafts-)Ingenieurwesen. Gelegentlich suchen wir auch Rechtswissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler, Geisteswissenschaftler und Pädagogen.

Welche Gründe sprechen für die heutigen Bewerber dafür, sich für ihr Unternehmen zu entscheiden?
Bei AXA arbeitet man an unterschiedlichsten Themen und mit Menschen unterschiedlichster Disziplinen, oft auch in einem internationalen Umfeld. Wir legen Wert darauf, Kernkompetenzen unterschiedlicher Bereiche zu bündeln, um gemeinsam das beste Ergebnis für unsere Kunden zu erzielen – intern wie extern. Dabei stehen Offenheit, Teamgeist und eine Feedbackkultur im Vordergrund und tragen zu einem guten Arbeitsklima bei. AXA unterstützt bei der Karriereplanung und fördert beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daher wurden wir erst kürzlich für unsere guten Rahmenbedingungen rund um Karriere und Beruf als Top Arbeitgeber ausgezeichnet (www.AXA.de/karriere). Wichtig ist, dass man nicht auf sein Glück wartet, sondern seine Chancen aktiv ergreift.

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