Christina Kremer, Teamlead Employer Branding bei EY, verrät im Interview, worauf es bei der Bewerbung ankommt.

Können Sie sich noch an Ihr erstes Bewerbungsgespräch erinnern?
Ja, ich erinnere mich noch an jedes einzelne Gespräch. Das erste hatte ich für einen Ausbildungsplatz als Bankkauffrau. Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz, Motivation und analytische Fähigkeiten waren hier entscheidend. Das galt auch später noch, in den Bewerbungsgesprächen, die ich nach meinem Studium geführt habe.

Warum haben Sie sich damals für EY entschieden?
Nach knapp neun Jahren Berufserfahrung im Handelsumfeld haben mich die innovativen Themen, mit denen sich EY im Bereich Employer Branding beschäftigt, gereizt. Außerdem wollte ich die Branche wechseln, um mein Wissen zu erweitern. EY bietet dafür vielfältige Möglichkeiten, ich kann mich in ganz unterschiedlichen Projekten einbringen.

Was war damals wichtig, worauf hat der Personaler bei Ihnen geachtet? 
Es ging weniger darum, die Fakten der Unternehmenswebsite auswendig zu lernen, sondern vielmehr darum, über meine Motivation und mögliche Rolle im Unternehmen zu sprechen. Als Bewerber sollte man verstanden haben, womit sich das Unternehmen beschäftigt, welche aktuellen Herausforderungen es gibt und wie man das Unternehmen voranbringen kann.

Welche Hürden mussten Sie meistern, um am Ende eingestellt zu werden?
Ich musste meine Gesprächspartner davon überzeugen, dass ich die Richtige für die Stelle war. Gutes Selbstmarketing war wichtig, aber auch, die Kenntnisse aus Studium und Praxiserfahrungen auf die mögliche Position zu übertragen. Außerdem ist es immer gut, sich auf die Personen vorzubereiten, die einem gegenübersitzen.

Was hätten Sie damals lieber anders gemacht?
Ich habe mir oft viel zu viele Gedanken gemacht und war furchtbar nervös. Heute würde ich versuchen, etwas ruhiger zu sein. 

Was würden Sie heute genauso wieder machen und auch den heutigen Bewerbern so weitergeben?
Ich habe immer versucht, möglichst authentisch zu sein, bin allerdings nie unvorbereitet in ein Gespräch gegangen. Bewerber sollten sich überlegen, was sie sich für die Zukunft vorstellen und warum sie die oder der Richtige für die Position sind. Schließlich geht es im Bewerbungsgespräch darum, den Menschen hinter der Bewerbung kennenzulernen.

Was macht bei Ihnen heutzutage einen guten bzw. schlechten Eindruck?
Ein Bewerbungsgespräch ist keine Einbahnstraße. Ich würde jedem Bewerber empfehlen, das Gespräch für sich zu nutzen, um zu entscheiden, ob Unternehmen und Aufgabe zu ihm passen, und ruhig auch kritische Fragen zu stellen.

Inwiefern haben sich die Anforderungen bei Ihnen im Unternehmen in den vergangenen Jahren verändert?
Ein gutes Netzwerk wird heutzutage immer wichtiger. Nach dem Studium kam mir zum Beispiel zugute, dass ich die Kontakte, die ich während meiner Praktika geknüpft hatte, auch gepflegt habe. Darüber hinaus sind Talent, Potenzial, soziale Kompetenz und Flexibilität für uns besonders wichtig.

Welche Fachrichtungen suchen Sie aktuell?
Die meisten Hochschulabsolventen, die bei uns einsteigen, haben BWL, VWL, Jura, Wirtschaftsinformatik oder Informatik studiert. Wir freuen uns aber auch über Bewerbungen von Wirtschaftsingenieuren, Wirtschaftsmathematikern und Mathematikern.

Welche Gründe sprechen für die heutigen Bewerber dafür, sich für Ihr Unternehmen zu entscheiden?

Von dem EY-Netzwerk und den Erfahrungen, die Berufseinsteiger bei uns sammeln, profitieren sie ein Leben lang. Unsere globale Struktur, flexible Arbeitsmodelle sowie persönliche Förderung eröffnen zahlreiche Karrieremöglichkeiten im In- und Ausland. Wohin die Reise geht, bestimmen die Bewerber selbst: Sie sagen uns, wo ihr Interessenschwerpunkt liegt, und wir bieten ihnen viele Möglichkeiten, ihre Stärken auszubauen.

KONTAKT

EY
Employer Branding & Recruitment
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
karriere@de.ey.com
www.de.ey.com/karriere