Die digitale Arbeitswelt macht das Leben manchmal leichter.

Die wachsende Datenflut und Komplexität ihrer Arbeit empfinden viele Menschen als belastend.


Am Küchentisch noch schnell eine E-Mail schreiben oder auf dem Weg zum Kindergarten an einer Telefonkonferenz teilnehmen: Arbeiten im Homeoffice und der Einsatz von mobilen Geräten eröffnen neue Freiräume. Umgekehrt empfinden viele Arbeitnehmer die wachsende Datenflut, steigenden Termindruck und ständige Verfügbarkeit zunehmend als Belastung.

Wie lässt sich "Arbeit 4.0" gesund gestalten, und wer muss sich im Betrieb darum kümmern? Diesen Fragen ist das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (www.ifbg.eu) zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe in der Studie "#whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt" auf den Grund gegangen. Das Ergebnis ist überraschend deutlich: Neun von zehn der mehr als 800 befragten Geschäftsführer, Personaler und betrieblichen Gesundheitsmanager sehen die Führungskräfte in der Pflicht. "Gesunde Führung und die Unternehmenskultur haben extremen Einfluss auf die Gesundheit der Beschäftigten", sagt Professor Filip Mess, wissenschaftlicher Leiter des IFBG.

Mit Ausgleichsstrategien zum Stressabbau oder Burnout-Prophylaxe ist es in Zeiten der Digitalisierung jedoch nicht mehr getan. "Die bessere Strategie gegen Stress ist, bei den Ursachen anzusetzen und zum Beispiel intransparente und unproduktive Arbeitsabläufe besser zu gestalten", sagt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse. "Das steht und fällt mit der Führung."



Eigenverantwortung zunehmend gefragt


Wer mobil arbeitet, muss sich stärker selbst um seine Gesundheit kümmern, so die Autoren der Studie. Zugleich steige aber auch die Verpflichtung der Vorgesetzten. "Sie müssen sich darum kümmern, dass die mobilen Mitarbeiter technisch gut ausgestattet sind, die Hard- und Software richtig bedienen können und in der Lage sind, sich selbst gut zu organisieren und die vereinbarten Arbeitsergebnisse zu bewältigen", sagt Reiner Straub, Herausgeber des Personalmagazins bei der Haufe Gruppe. Besonders das hohe Arbeitspensum bereitet vielen Menschen Probleme. Nach jüngsten OECD-Angaben fühlt sich fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland am Arbeitsplatz besonders gestresst. Hier ist laut #whatsnext-Studie der Chef gefragt, um die Mitarbeiter stärker zu unterstützen.


Die #whatsnext-Studie im Internet.


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