Für Berufseinsteiger hängt die Messlatte in Stellenanzeigen oft hoch. Dabei müssen Bewerber noch nicht in allem perfekt sein.


Wer Aufgaben sinnvoll priorisieren und Probleme selbstständig lösen kann, ist schon gut gerüstet.

In Bewerbungsgesprächen erlebt Mark Roßbach immer wieder Überraschungen. "Bewerber sind nicht immer optimal vorbereitet", sagt der Wirtschaftspsychologe, der bei der Techniker Krankenkasse als Personalberater arbeitet. Dabei macht sein Arbeitgeber es den Interessenten leicht. Im TK-Karriereblog ermöglicht das Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen als Arbeitgeber. Wer sich hier umschaut, kann im Gespräch mit Hintergrundwissen punkten.


Der Mensch zählt


Berufseinsteiger müssen noch nicht in allem perfekt sein, stellt Roßbach klar: "Jeder Mensch ist individuell, und man muss gemeinsam schauen, wo der Bewerber reinpasst." Wer im Studium gelernt habe, sich neue Themen zu erschließen und sinnvoll Prioritäten zu setzen, sei für den Einstieg im Unternehmen gut aufgestellt. Auch der Ehrgeiz, Probleme selbstständig lösen zu wollen, erleichtere einen erfolgreichen Start in den Job. "Eine wesentliche Anforderung an Berufseinsteiger ist heute die Bereitschaft, dazuzulernen", sagt Roßbach. Gerade im Zuge der Digitalisierung seien Mitarbeiter ständig mit Veränderungen konfrontiert. Die sollte man nicht als Hindernis, sondern als Chance sehen.

Will man auf Dauer beim neuen Arbeitgeber Fuß fassen, sollte man beruflich hoch motiviert sein und sich mit den Zielen des Unternehmens identifizieren können, so Roßbach. Für die erfolgreiche Arbeit in interdisziplinären Teams sei auch eine ausgeprägte Kooperationsfähigkeit wichtig. Wer neben Fachkompetenz diese "Soft Skills" mitbringt, wird damit beim Recruiter Interesse wecken. "Es ist aber auch vollkommen in Ordnung, zu sagen, in welchen Bereichen man noch Entwicklungsbedarf hat", so Roßbach. Das wirke authentisch. Denn das weiß ohnehin jeder Recruiter: Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.



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