Wer nach einem Auslandsflug müde ist, legt sich im firmeneigenen Ruheraum auf die Couch.


Gutes Essen, Duschen, ein Fitnessstudio, Spielgeräte und nette Kollegen gibt es im Unternehmen auch noch. Warum sollten die Mitarbeiter da noch nach Hause wollen?

Was US-amerikanische Konzerne vormachen, testen auch immer mehr Unternehmen in Deutschland: das so genannte Work-Life-Blending, bei dem Arbeit und Freizeit stark verschmelzen. Dabei bieten Unternehmen Mitarbeitern fast alles, was sie zum Leben brauchen. Denn gute Fachkräfte sind rar gesät, und wer welche gefunden hat, möchte sie möglichst viele Stunden pro Tag zur Verfügung haben.


Die Gesundheit ist in Gefahr


Doch Arbeiten unter solchen Bedingungen hat seine Tücken und schadet im schlimmsten Fall sogar der psychosozialen Gesundheit. "Gleich nach dem Studium kann dieses Campus-Gefühl attraktiv sein und das Engagement steigern", sagt Jennifer Meyer, HR-Business Partner beim Medizintechnikhersteller Boston Scientific. Mit einer Familie lasse sich so ein Arbeitsmodell aber kaum vereinbaren. "Dann erzeugt das Gefühl, nicht mehr ständig dabei sein zu können, eher Stress." Die Firma als zweites Zuhause – also höchstens ein Modell für den Berufseinstieg.


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