In Unternehmen, Schulen, öffentlichen Instituten oder an Universitäten haben Lehrende und Lernende mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen.

Einerseits wird gefordert, Frontalunterricht durch (inter-)aktive Lernformen zu ersetzen, andererseits hält vielerorts das veraltete Inventar nicht mit diesem Wandel Schritt. Zeitgemäße didaktische Methoden und Ansätze sind dabei das eine – die Realisierung und Gestaltung der passenden Lernumgebung das andere.


Ausgangssituation -  veraltete Ausstattung

Das Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität Berlin hat früh erkannt, dass der Lehr- und Lernerfolg auf partizipativen, problemlösungs- und praxisorientierten Ansätzen beruht. In der praktischen Umsetzung ist die Abteilung SLE TRAINING aufgrund der veralteten Ausstattung jedoch an die Grenzen der Machbarkeit gestoßen: Die Atmosphäre der nüchternen Räume entsprach nicht dem Eigenverständnis des modernen Instituts und spiegelte die entwicklungspolitische Kultur nicht wider. Auch in der Lehre wurde das SLE von der unflexiblen Möblierung eingeschränkt. So mussten z.B. je nach Lehrsituation während eines Kurses die Räumlichkeiten gewechselt oder aufwendig Stühle und Tische hin und her getragen werden. Das kostete Zeit, Kraft und Nerven und unterbrach die Lerneinheit. Die Umsetzung partizipativer didaktischer Methoden wurde durch die unflexible, veraltete Ausstattung deutlich erschwert.

 

Umgestaltung in ein zukunftsweisendes Lernlab

Um Studierende und Mitarbeiter optimal beim Lernen und Lehren zu unterstützen, wurden die Räumlichkeiten komplett neu ausgestattet. Gesucht war eine Lernumgebung, deren Design die partizipative und praxisorientierte Lehrdidaktik des SLE widerspiegelt, gleichzeitig funktional und flexibel einsetzbar ist, aber auch nachhaltig produziert wurde. Fündig wurde das SLE bei Steelcase und dessen Fachhandelspartner Raumhaus, die die Räume als zukunftsweisendes Learnlab ausstatteten: mit flexiblem Mobiliar, integrierter Technik, einem Lounge-Bereich und inspirierenden Farben. Flexible Möbel ermöglichen nun den schnellen Wechsel unterschiedlichster Raumlayouts, integrierte Technik fördert die Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden zusätzlich. Loungemöbel, Möbel für klassische Schreibtischarbeiten und Stehtische laden zum Einnehmen verschiedener Körperhaltungen ein und unterstützen somit die Ergonomie.

 

Mehr Engagement durch die Gestaltung von Lernlabs

Die Räume entsprechen nun der partizipativen Lehrdidaktik, der modernen Atmosphäre und dem nachhaltigen Anspruch des SLE. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeiter, Studierenden und Trainer – auch externe Gruppen nutzen jede Chance, sich in den Räumlichkeiten einzumieten. Insgesamt soll die Ausstattung des Learnlabs zu mehr Engagement unter den Studierenden führen und damit auch zu besseren Lernergebnissen. Dies wird mit Hilfe von Evaluierungsbögen von den Nutzern bewertet und von Steelcase ausgewertet: Die Ergebnisse sind Teil einer Studie zu aktiven Lernräumen.


Erste Ergebnisse dieser Studie bestätigen, dass sich die veränderten Lernbedingungen positiv auf das Engagement auswirken. So bezeichnen sich alle Studierenden in den neuen Räumlichkeiten als engagiert, 71 Prozent sogar als hoch engagiert. Im Vergleich zu anderen Lernräumen schätzen die Studierenden insbesondere die Möglichkeit, unterschiedliche Lernformate in einem Raum umsetzen zu können und bei der kollaborativen Teamarbeit unterstützt zu werden. Die große Mehrheit der Lernenden bestätigt, dass die Atmosphäre der neuen Lernräume ihr Wohlbefinden enorm verbessert. Ebenso erfreulich: Die Studierenden bezeichnen nicht etwa den Lounge-Bereich als neuen Lieblingsplatz, sondern die Teamarbeitsplätze.


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