CHE-Forschungsranking 2008 An der Spitze
Das CHE-Forschungsranking 2008 bewertet die Volkswirtschaft, die Betriebswirtschaft und die Soziologie neu
Alle drei Jahre erfasst das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) - eine von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragene Einrichtung - in Zusammenarbeit mit der ZEIT die Forschungsleistungen von einem Teil der wichtigsten Universitätsfächer.
Folgende Fächer wurden 2008 neu bewertet:
Die Stärke einer Universität zeigt sich in ihren Disziplinen. Sinnvoll vergleichen lassen sich Hochschulen nur, indem man die Qualität der Forschung in einzelnen Fächern gegenüberstellt. Jedes Jahr erfasst das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit der ZEIT die Forschungsleistungen eines Teils der wichtigsten Universitätsfächer. In diesem Jahr bewertet das CHE – eine von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragene Einrichtung – drei sozialwissenschaftliche Fächer neu: die Volkswirtschaft (VWL), die Betriebswirtschaft (BWL) sowie die Soziologie/Sozialwissenschaft. Dabei erstellt das CHE keine Ranglisten wie in der Bundesliga, sondern versammelt diejenigen Universitäten in einer Spitzengruppe, die in der jeweiligen Disziplin besonders forschungsstark sind. Zur Ermittlung der wissenschaftlichen Qualität dienen folgende Leistungsmerkmale:
Misst man nun allein die absolute Zahl der Drittmittel, Publikationen und Promotionen pro Fachbereich, haben große Universitäten mit vielen Professoren einen Vorteil. Um auch kleinen Fachbereichen mit wenigen, aber erfolgreichen Forschern eine Chance zu geben, werden die Indikatoren zusätzlich relativ zur Zahl der Wissenschaftler bewertet. Einige Fakultäten beweisen danach sowohl absolut als auch relativ Forschungsstärke, in der BWL etwa die Universität Erlangen-Nürnberg und Mannheim oder in der VWL die Universitäten Hamburg und München.
Besonderes interessant sind diesmal die Resultate für die Soziologie. Im April dieses Jahres hatte der Wissenschaftsrat zur Soziologie eine eigene Erhebung vorgelegt. Dieses sogenannte Rating basiert neben empirischen Kennzahlen (Drittmittel oder Veröffentlichungen) vornehmlich auf dem Peer-Review-Verfahren. Dabei bewerten erfahrene Fachwissenschaftler (Peers) die Qualität der Forschung. Zudem nimmt der Wissenschaftsrat mehr Kriterien in den Blick als das Centrum für Hochschulentwicklung, etwa die Nachwuchsförderung oder den Wissenstransfer in die Gesellschaft.
Erwartungsgemäß unterscheiden sich die Ergebnisse der zwei Untersuchungen an einigen Stellen. In beiden Vergleichen tauchen die Universitäten Mannheim und Bremen unter den Besten auf. Andere Hochschulen wie Bochum oder Konstanz werden dagegen nur im CHE-Ranking als forschungsstark hervorgehoben. Im Rating des Wissenschaftsrates stehen wiederum die Universitäten Göttingen und Bamberg in der Spitzengruppe. Vergleicht man aber die Reputationswerte des CHE mit den Peer-Gutachten des Wissenschaftsrates, herrscht in beiden Erhebungen große Einigkeit.
Martin Spiewak
Folgende Fächer wurden bereits 2007 neu bewertet:
Maschinenbau
Elektro- und Informationstechnik
Anglistik
Geschichte
Psychologie
Erziehungswissenschaft
Für folgende Fächer wurden die Daten bereits 2006 aktualisiert :
Biologie
Chemie
Mathematik
Physik
Pharmazie
Medizin
Zahnmedizin
Die Fächer mit einer Datenbasis von 2003 - 2005 sind :
Betriebswirtschaftslehre
Soziologie und Sozialwissenschaften
- Datum 22.12.2008 - 09:26 Uhr
- Quelle DIE ZEIT
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