Auslandsstudium Generation Erasmus
Das Hochschulprogramm der EU feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Seit 1987 können europäische Studenten ein oder zwei Semester an Universitäten im Ausland studieren. Über 1,5 Millionen nahmen diese Chance bisher wahr.
"Europa hautnah erleben" (Bundeskanzlerin Angela Merkel), "Motor der Modernisierung des Hochschulwesens" (EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso), "eine Wende im Leben tausender Jugendlicher" (EU-Bildungskommissar Ján Figel) - viele Politiker feiern dieses Jahr einen Bestseller, der nach 20 Jahren bereits ein moderner Klassiker geworden ist: das Erasmusprogramm der EU.
Auch der deutsche Universitätsbetrieb erkennt den Wert dieser Erfolgsgeschichte an: "Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Mobilität sind heute wichtiger denn je", sagt Monika Auweter-Kurtz, Präsidentin der Universität Hamburg, und nennt damit einige Kerngedanken des Erasmusprogramms. "Grundsätzlich halte ich die Erfahrungen, die ein Auslandsaufenthalt den Studierenden bietet, für unverzichtbar", pflichtet ihr Vera Nünning, Prorektorin für internationale Beziehungen der Universität Heidelberg, bei.
Austausch, Netzwerken, Mobilität - auch Íñigo hat sich dafür entschieden. Der 22-jährige Spanier kommt von der Universität Salamanca und studiert derzeit Medizin in Leipzig. Er stellt begeistert fest: "Ich finde es sehr schön, Teil einer Bewegung zu sein. Zu den Leuten zu gehören, die rausgehen und sich die Welt anschauen. Nicht zu denen, die zu Hause bleiben."
Damit ist Íñigo einer von mehr als 1,5 Millionen Studenten aus inzwischen 31 Ländern, die in den vergangenen 20 Jahren am Erasmusprogramm teilgenommen haben. "Dabei sind 80 Prozent der Teilnehmer die ersten in ihren Familien, die einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren", beschreibt Bildungskommissar Ján Figel die Veränderungen, die das Programm in der Hochschulwelt mit angestoßen hat.
Auch an deutschen Universitäten ist der Drang ins Ausland groß. Während im ersten Hochschuljahr 1987/88 649 deutsche Studenten einen Teil ihres Studiums mit Hilfe von Erasmus im Ausland verbrachten, waren es im vergangenen Jahr bereits mehr als 23.000. "Als erfolgreichstes Entsendeland und eines der begehrtesten Zielländer kann speziell Deutschland mit seinen Hochschulen eine sehr positive Bilanz der letzten 20 Jahre ziehen", sagt Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz.
Anders als heute gehörten Auslandsaufenthalte und Fremdsprachenkenntnisse 1987 noch nicht zum Handgepäck eines jeden europäischen Studenten. In der Mobilität und Internationalität seiner Studenten liegt auch nach 20 Jahren die gesamtgesellschaftliche Chance für Europa: "Geistige Köpfe sind schließlich das Kapital im Wirtschaftsraum Europa", so Siegbert Wuttig, Leiter der Gruppe EU-Programme beim DAAD.
Der Beschluss war ein wichtiger Schritt zur rechten Zeit, denn genau zwei Jahre später fiel die Berliner Mauer mitsamt des Eisernen Vorhangs, der die Studentenmobilität bis dato begrenzte. Ein Studentenaustausch zwischen Leipzig und London, Budapest und Madrid oder Sarajevo und Paris - zu Beginn des Hochschuljahres 1989/90 noch eine Utopie - wurde endlich Realität.
Ab dem kommenden Hochschuljahr 2007/08 soll die internationale Mobilität weiter erhöht werden. Daher haben die Bundesregierung und der DAAD eine umfassende Informations- und Werbekampagne gestartet. Ziel der Initiative go out! studieren weltweit ist es, den Anteil erfolgreicher deutscher Hochschulabsolventen, die einen längeren Studien- oder Praktikumsaufenthalt im Ausland verbringen, von derzeit 30 Prozent auf mittelfristig 50 Prozent zu erhöhen.
Darüber hinaus sollen Studierende auch zu Aufenthalten in Ländern angeregt werden, die nicht im üblichen Fokus liegen, aber ebenfalls attraktive Bedingungen für Recherche, Forschung oder Praktika bieten. Rund 58.000 der statistisch erfassten Studenten sind jährlich zu Studienaufenthalten in Nordamerika und Europa, aber nur 4000 besuchen Länder in Afrika, Asien oder Lateinamerika. "Doch angesichts des globalen Wettbewerbs brauchen wir in Zukunft Führungskräfte in Wirtschaft und Wissenschaft, die sich auf der ganzen Welt auskennen", sagt Bundesbildungsministerin Anette Schavan beim Start der go out! -Kampagne .
Die Politik will den Studentenaustausch weiter ausbauen. Im vergangenen Januar startete das EU-Bildungsdachprogramm "Lebenslanges Lernen", das das Erasmusprogramm bis 2013 mit einem deutlich verbesserten Budget ausstatten soll. Dabei bildet Erasmus mit rund 40 Prozent die größte Säule des Gesamtbudgets (6,9 Mrd. Euro). So soll die Zahl der Erasmusstudierenden bis 2012 auf insgesamt drei Millionen deutlich erhöht werden.
Studenten sollen statt bisher durchschnittlich 121 Euro monatlich am Ende rund 200 Euro pro Monat erhalten. Auch Íñigo würde sich über etwas mehr Geld freuen. "Dann hätte ich ein wenig mehr Geld für meine Reisen innerhalb Deutschlands", sagt er, der bereits Hamburg, München und Berlin besucht hat. Er ist fast ein wenig neidisch auf die nächste Generation von Erasmusstudenten.
- Datum 17.03.2008 - 07:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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"Auch Íñigo würde sich über etwas mehr Geld freuen. "Dann hätte ich ein wenig mehr Geld für meine Reisen innerhalb Deutschlands", sagt er, der bereits Hamburg, München und Berlin besucht hat."
Natürlich gehören kulturelle Bildung, die Einbindung in die Traditionen des Gastlandes sowie das Kennenlernen der Großstädte in gewissem Ausmaß zum Austausch dazu, aber die Erasmus Studenten sollten das Ziel "Im Ausland studieren" nicht aus den Augen verlieren. Schließlich geht es hier nicht um bezahlten Urlaub während der Studienzeit für gestresste Studenten!
Der größte Sinn eines Auslandstudiums besteht meiner Meinung nach überhaupt darin, dass Gastland kennenzulernen, den Facettenreichtum seiner Kultur zu ermessen. Wer kann das denn schon, wenn er seine ein bis zwei Semester nur in der Studienstadt verbringt?
Ich denke, dass sich Leute, die auf "bezahlten Urlaub" spekulieren gar nicht erst für ein Erasmus-Stipendium bewerben, das sind garantiert nicht diejenigen, die ihr Ziel " Im Ausland studieren" aus den Augen verlieren werden/ wollen. Ich war selbst im Ausland und habe dort gelernt, auch wenn ich gerne mal einfach etwas von meiner Gastheimat gesehen habe, das Stipendium habe ich nicht als "bezahlten Urlaub" gesehen.
Studieren ist mehr, als einfach nur an der Uni Vorlesungen zu hören und Seminare zu besuchen. Erasmus soll Studenten auf internationales Arbeiten vorbereiten, nur wer auch wirklich etwas kennt, außer seinem Studienfach und einer Fremdsprache, bildet die dafür benötigten Kompetenzen aus. Und am Ende ermöglichen 121€ pro Monat kein Leben in ausschweifendem Luxus. Ohne zusätliche Arbeit oder Geld von daheim kann davon niemand leben!!!
Es geht hier schließlich nicht darum, reisende Auslandsstudenten zu Stipendiat-Schmarotzern zu erklären.Aber anscheinden ist RockSkarley da anderer Ansicht. Reisen erweitert den Horizont, Reisen ist aber teuer. Manch einer sieht nicht, wie wichtig es ist, möglichst viele Einflüsse und Eindrücke fremder Kulturen in sich aufzunehmen. Darin liegt nämlich das Zield von Erasmus: Den Blickwinkel zu erweitern und interkulturell sowie fachlich hochqualifizierte Akademiker in die Berufswelt zu entlassen.
Sicherlich wird es für solche Begriffe immer viele verschiedene Definition geben, allerdings scheinen mir die Ihrigen doch sehr stark von persönlichen Interessen geprägt.
Laut Wikipedia bezeichnet Studium das wissenschaftliche Lernen und Forschen an einer Hochschule, Universität, etc.
Warum studieren junge Menschen? Sie wollen ihren Wissenstand erweitern, sie wollen die Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben verlängern, sie wollen, und ich denke das ist meistens ausschlaggebend, in erheblichen Maße ihre Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt durch eine Qualifikation erhöhen. Ohne jetzt in eine andere Diskussion abzurutschen, aber zu dieser Qualifikation gehört in erster Linie erstmal Fachkompetenz. Und die erwirbt man sich durch die Teilnahem an Vorlesungen, Seminaren, das Ausarbeiten von Hausarbeiten, Referaten etc. Viel wird in letzter Zeit über die steigende Bedeutung von Softskills geschrieben und ich bin überzeugt davon, dass sie wichtig sind, aber eben auch nicht überschätzt werden sollten.
Die Teilnahme an einem Erasmus Austausch, welche im übrigen zum Ziel hat die (wissenschaftliche) Zusammenarbeit zwischen Hochschulen innerhalb der EU zu verbessern, fördert auf jeden Fall die Soft Skills. Ein Auslandsaufenthalt ist eine geniale Sache, die für die eigene Persönlichkeit einen riesen Sprung bedeutet und in erheblichem Maße auf "the real live" vorbereitet, allerdings steht beim Erasmus Projekt nunmal das Studieren im Ausland im Vordergrund und aus Unterhaltungen mit Erasmus Teilnehmern gewann ich den Eindruck das manche ihren Aufenthalt im Ausland in erster Linie dazu nutzen mal eine Semester "Dauerparty" zu haben bzw. mehr Zeit beim Sightseeing, als in Vorlesungen und Seminaren verbringen.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch:
Ich bin froh, dass Studenten heute eine so kostengünstige Möglichkeit gegeben wird, ein Stück zur Globalisierung im Euroland beizutragen und die eigene interkulturelle Kompetenz zu verbessern. Aber über dem sollten die Studierenden das Studium nicht aus den Augen verlieren.
Glauben Sie wirklich, dass sich bei Erasmus keine Studenten bewerben, die einfach mal ein "ruhiges Semester" als break einlegen wollen? Natürlich fühlen Sie sich als ehemaliger "Erasmusianer" von meiner Kritik angegriffen und ich möchte auch nicht das Projekt als solches in Frage stellen, sondern nur darauf hinweisen, dass es nicht wenige schwarze Schafe gibt, die die Ziele von Erasmus noch mehr fehl interpretieren.
Sicherlich wird es für solche Begriffe immer viele verschiedene Definition geben, allerdings scheinen mir die Ihrigen doch sehr stark von persönlichen Interessen geprägt.
Laut Wikipedia bezeichnet Studium das wissenschaftliche Lernen und Forschen an einer Hochschule, Universität, etc.
Warum studieren junge Menschen? Sie wollen ihren Wissenstand erweitern, sie wollen die Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben verlängern, sie wollen, und ich denke das ist meistens ausschlaggebend, in erheblichen Maße ihre Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt durch eine Qualifikation erhöhen. Ohne jetzt in eine andere Diskussion abzurutschen, aber zu dieser Qualifikation gehört in erster Linie erstmal Fachkompetenz. Und die erwirbt man sich durch die Teilnahem an Vorlesungen, Seminaren, das Ausarbeiten von Hausarbeiten, Referaten etc. Viel wird in letzter Zeit über die steigende Bedeutung von Softskills geschrieben und ich bin überzeugt davon, dass sie wichtig sind, aber eben auch nicht überschätzt werden sollten.
Die Teilnahme an einem Erasmus Austausch, welche im übrigen zum Ziel hat die (wissenschaftliche) Zusammenarbeit zwischen Hochschulen innerhalb der EU zu verbessern, fördert auf jeden Fall die Soft Skills. Ein Auslandsaufenthalt ist eine geniale Sache, die für die eigene Persönlichkeit einen riesen Sprung bedeutet und in erheblichem Maße auf "the real live" vorbereitet, allerdings steht beim Erasmus Projekt nunmal das Studieren im Ausland im Vordergrund und aus Unterhaltungen mit Erasmus Teilnehmern gewann ich den Eindruck das manche ihren Aufenthalt im Ausland in erster Linie dazu nutzen mal eine Semester "Dauerparty" zu haben bzw. mehr Zeit beim Sightseeing, als in Vorlesungen und Seminaren verbringen.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch:
Ich bin froh, dass Studenten heute eine so kostengünstige Möglichkeit gegeben wird, ein Stück zur Globalisierung im Euroland beizutragen und die eigene interkulturelle Kompetenz zu verbessern. Aber über dem sollten die Studierenden das Studium nicht aus den Augen verlieren.
Glauben Sie wirklich, dass sich bei Erasmus keine Studenten bewerben, die einfach mal ein "ruhiges Semester" als break einlegen wollen? Natürlich fühlen Sie sich als ehemaliger "Erasmusianer" von meiner Kritik angegriffen und ich möchte auch nicht das Projekt als solches in Frage stellen, sondern nur darauf hinweisen, dass es nicht wenige schwarze Schafe gibt, die die Ziele von Erasmus noch mehr fehl interpretieren.
Sicherlich wird es für solche Begriffe immer viele verschiedene Definition geben, allerdings scheinen mir die Ihrigen doch sehr stark von persönlichen Interessen geprägt.
Laut Wikipedia bezeichnet Studium das wissenschaftliche Lernen und Forschen an einer Hochschule, Universität, etc.
Warum studieren junge Menschen? Sie wollen ihren Wissenstand erweitern, sie wollen die Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben verlängern, sie wollen, und ich denke das ist meistens ausschlaggebend, in erheblichen Maße ihre Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt durch eine Qualifikation erhöhen. Ohne jetzt in eine andere Diskussion abzurutschen, aber zu dieser Qualifikation gehört in erster Linie erstmal Fachkompetenz. Und die erwirbt man sich durch die Teilnahem an Vorlesungen, Seminaren, das Ausarbeiten von Hausarbeiten, Referaten etc. Viel wird in letzter Zeit über die steigende Bedeutung von Softskills geschrieben und ich bin überzeugt davon, dass sie wichtig sind, aber eben auch nicht überschätzt werden sollten.
Die Teilnahme an einem Erasmus Austausch, welche im übrigen zum Ziel hat die (wissenschaftliche) Zusammenarbeit zwischen Hochschulen innerhalb der EU zu verbessern, fördert auf jeden Fall die Soft Skills. Ein Auslandsaufenthalt ist eine geniale Sache, die für die eigene Persönlichkeit einen riesen Sprung bedeutet und in erheblichem Maße auf "the real live" vorbereitet, allerdings steht beim Erasmus Projekt nunmal das Studieren im Ausland im Vordergrund und aus Unterhaltungen mit Erasmus Teilnehmern gewann ich den Eindruck das manche ihren Aufenthalt im Ausland in erster Linie dazu nutzen mal eine Semester "Dauerparty" zu haben bzw. mehr Zeit beim Sightseeing, als in Vorlesungen und Seminaren verbringen.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch:
Ich bin froh, dass Studenten heute eine so kostengünstige Möglichkeit gegeben wird, ein Stück zur Globalisierung im Euroland beizutragen und die eigene interkulturelle Kompetenz zu verbessern. Aber über dem sollten die Studierenden das Studium nicht aus den Augen verlieren.
Glauben Sie wirklich, dass sich bei Erasmus keine Studenten bewerben, die einfach mal ein "ruhiges Semester" als break einlegen wollen? Natürlich fühlen Sie sich als ehemaliger "Erasmusianer" von meiner Kritik angegriffen und ich möchte auch nicht das Projekt als solches in Frage stellen, sondern nur darauf hinweisen, dass es nicht wenige schwarze Schafe gibt, die die Ziele von Erasmus noch mehr fehl interpretieren.
In 1989 war mein erster Erasmus Austausch nach Frankreich.
Am Ende meines Studiums steht ein Cum Laude mit Promotion an einer Deutsche Eliten Uni.
Das ist also Alles was passt im Rahmen einer damalige Idealvorstellung
eines holländischen Studenten und die Funktion dieser Programmen in der
EU.
Nur hat das zu folgen das Mann nicht einer diese Stammen/Blutgruppen
angehört die in die Niederländen die jetzige Universitäre Hierarchie
bestimmen (in Deutschland übrigens genau so) .
Die entwicklete Eigenschaften sind bei Rückkehr also eine Bedrohung der
bestehende Hierarchie in 'het Thuisland'. Meine Mitstudenten die damals
Daheim geblieben sind haben erfolgreicher Karriere Chancen in Holland
weill Jeder Jeden kennt. Das ist nicht der Fall wenn Mann zu lange zu
weit weg gewesen ist.
Wenn Mann Mal mitmacht und das Intensif weitermacht bleibt Mann immer
Ausenseiter. Das kann immerhin auch erfolgreiche Ausenseiter sein wenn
Mann das Weltbummeln mag. Ausserhalb Europa wird diese Erfahrung
geschätzt und auch finanziel bewertet. Mich an zu schliessen bei denn
Teil der Wissenelite Holland und Deutschland die wegzieht aus der EU
ist immer attraktiver. Alle diese Austausch Studenten sind bekannt bei
der EU. Würde mich mal wundern wieviele von Ihnen noch in Ihre Heimat
leben nach 10/15 Jahren. Ich vermute sehr viele davon schon in USA,
Canada und Asien.
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