Hochschulfinanzierung Schotten dicht
Die Universitäten drohen mit einem flächendeckenden Numerus clausus - wenn Bund und Länder die Finanzmittel für zusätzlich geplante Studienplätze nicht drastisch aufstocken
Ein flächendeckender Numerus clausus (NC) sei "die einzige Notwehrmaßnahme", die den Hochschulen verbliebe, "um das Recht der jungen Generation auf angemessene Studienbedingungen zu sichern", hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Hochschulverbandes (DHV).
HRK-Präsidentin Margret Wintermantel und DHV-Präsident Bernhard Kempen fordern eine deutliche Aufstockung der finanziellen Zusagen. "Die Notwendigkeit, die Studienkapazitäten zu erhöhen, wurde erkannt. Das bisher dafür in Aussicht gestellte Finanzvolumen ist jedoch deutlich zu gering", heißt es in ihrer Erklärung.
Durch den Hochschulpakt, den die Regierungschefs von Bund und Ländern an diesem Donnerstag unterzeichnen wollen, sollen für die geburtenstarken Schulabgängerjahrgänge bis 2010 rund
90.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden.
Die Kosten pro Studienplatz lägen laut Statistischem Bundesamt bei durchschnittlich 7300 Euro pro Jahr. Bei den Planungen für den Pakt seien jedoch nur 5500 Euro zu Grunde gelegt worden. Faktisch seien es jedoch sogar nur noch 4260 Euro, weil Sonderzahlungen aus dem Finanzvolumen für die neuen Bundesländer und für die Stadtstaaten vereinbart worden seien. Dadurch werde sich der Länderanteil entsprechend verringern.
"Damit ist klar, dass ein Ausbau des Studienangebots zu Lasten der Qualität bewusst in Kauf genommen wird", sagten Wintermantel und Kempen. Sie befürchten, dass die Hochschulen "wie in den 70er und 80er Jahren ohne ausreichende Ausstattung den für die kommenden Jahre prognostizierten Studierendenzustrom bewältigen müssen". Mittlerweile allerdings gehen die Studienanfängerzahlen bereits im dritten Jahr in Folge zurück. Als ein Grund dafür gilt, dass die Hochschulen den örtlichen Numerus clausus bereits erheblich ausgeweitet haben.
Eine weitere Erhöhung ihrer Lehrverpflichtung wollten die Professoren "nicht akzeptieren". Die Studenten hätten Anspruch auf eine fundierte akademische Lehre, die sich ständig aus der Forschung erneuere. Für die Forschung bliebe immer weniger Zeit. Seit 1995 seien allein an den Universitäten 1500 Professuren dem Rotstift zum Opfer gefallen. "Diese Stellen fordern wir zurück", sagten Wintermantel und Kempen.
Die HRK vertritt 257 Universitäten und Fachhochschulen. Der DHV ist die Berufsvertretung der Universitäts-Professoren mit über 22.000 Mitgliedern.
- Datum 31.12.1899 - 01:00 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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It was not a good idea of the administrations of continental Europe to chose for a centrally planned Educational economy in the first place, but to persist in it, now that the cultural and economic loss has become abundantly clear, is downright stupid. The best professors and students continue to leave for the US or UK, Nobel Prize winners have become rare, the academic landscape has become a flatland that is sinking into a sea of ignorance. The 'emancipatory' university has become a reserve where large groups of uninterested and untalented youngsters come to pick up their ticket for the middle class.
Until the fifties of the last century, we had numerous Nobel prize winners and top notch universities. The current institutions for higher education have but little cultural and economic value. Continental Europe should stop putting prize constraints on universities and strangle them financially. If the Germany had done that to BMW the Trabant would have been Germany's main car. Why do that to higher education but not to transportation?
Prof dr. J. Sterk
Amsterdam
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