Migranten Die ignorierte Elite
Der Studiengang „Interkulturelle Bildung und Beratung“ an der Uni Oldenburg richtet sich an hochqualifizierte Migranten. Ihr Potenzial soll gezielt genutzt werden.
Nahid Aslany sticht aus der Gruppe der Studenten heraus, die sich an diesem schwül-warmen Tag im Korridor versammelt haben und darauf warten, dass die Sprechstunde der Professoren beginnt. Das liegt nicht daran, dass sie mit ihren 40 Jahren fast doppelt so alt ist wie alle anderen – das sieht man ihr gar nicht an. Es fällt auf, dass sie glücklich lächelt. Während ihre Kommilitonen sich den Schweiß von der Stirn wischen und murren, weil sie den Nachmittag wartend in einem stickigen Flur verbringen müssen, macht das Nahid Aslany überhaupt nichts aus. „Ich bin um sechs Uhr morgens aufgestanden und musste zweieinhalb Stunden mit dem Zug fahren“, sagt sie und streicht sich lachend eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Aber ich bin glücklich.“
Nahid Aslany ist eine von 24 Migranten und Migrantinnen aus 13 Ländern, die sich zum Wintersemester 2006/07 an der Uni Oldenburg für den Studiengang „Interkulturelle Bildung und Beratung“ eingeschrieben haben. Das Studium richtet sich ausschließlich an hochqualifizierte Zuwanderer, die in ihrem Heimatland bereits studiert oder sogar einen Hochschulabschluss erworben haben, und ist europaweit der einzige seiner Art. Finanziert wird der Studiengang aus dem Europäischen Flüchtlingsfonds. Zuwanderer, die ein Pädagogik- oder Lehramtsstudium absolviert haben, können in einem zweijährigen Studium ihren Bachelor machen. Die Module heißen „Managing Diversity in der Einwanderungsgesellschaft“, „Deutsch als Zweitsprache und interkulturelle Kommunikation“ oder „Politisches und administratives System und Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland". Das Ziel: erfolgreiches Arbeiten in den sozialen Berufsfeldern.
„Nachdem der Studiengang vorgestellt wurde, gab es mehrere hundert Anfragen aus ganz Deutschland“, sagt Rolf Meinhardt vom Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM) an der Universität Oldenburg. Zahlreiche Zuwanderer leben von staatlicher Unterstützung oder gehen unqualifizierten Jobs nach, obwohl sie in ihrem Heimatland eine Hochschulausbildung absolviert haben. Eine Befragung des IBKM von 260 Hochqualifizierten ergab, dass 66 Prozent arbeitslos und elf Prozent lediglich in Teilzeit- oder 325-Euro-Jobs tätig waren. 38 Prozent gaben an, ihre mitgebrachten Abschlüsse seien von den zuständigen Behörden nicht anerkannt worden, 27 Prozent hatten noch nicht einmal versucht, ihre Dokumente anerkennen zu lassen.
Wer aber keinen Abschluss nachweisen kann, gilt in Deutschland als ungelernte Arbeitskraft. „Einer aus Teheran war dabei, der in Kanada studiert hatte, fließend Englisch sprach und in seiner Heimat eine eigene Kanzlei führte – hier war er eine ungelernte Arbeitskraft, wurde zur Arbeit in einen Schlachthof geschickt“, sagt Meinhardt, der vom „Brain Waste“ und von der „ignorierten Elite“ spricht. „Wir brauchen qualifizierte Leute aus dem Ausland und vergessen dabei, dass viele bereits in Deutschland leben und hier behandelt werden, als könnten sie nichts. Selten bieten die Arbeitsagenturen angemessene Weiterbildungsmaßnahmen an, stattdessen empfehlen sie anspruchslose Jobs, um Sozialleistungen einzusparen. Wir können es uns nicht erlauben, dieses Potenzial ungenutzt zu lassen“, kritisiert Meinhardt. Besonders im Bereich der Integrationsarbeit seien die Studenten "Gold wert“, sagt Meinhardt. „Man muss ihnen nicht erst lang und breit erklären, was Zuwanderung bedeutet und welche Probleme Migranten in Deutschland haben können. Sie haben alles am eigenen Leib erfahren.“
Nahid Aslany hat in ihrer Heimat Iran 16 Jahre lang als Schulpädagogin gearbeitet. Weil ihr damaliger Ehemann, der Direktor einer Gesamtschule, das Taliban-Regime offen kritisiert hatte, musste die Familie im Jahr 2000 mit den drei inzwischen 10, 16 und 18 Jahre alten Kindern aus ihrer Heimat fliehen. Seitdem leben sie als Asylberechtigte in Deutschland. „Ich stand fast zwei Jahre völlig unter Schock“, sagt die kleine Frau mit den dunklen Augen. „Es war furchtbar für mich, meine Heimat verlassen zu müssen.“
Sie spricht Englisch, Arabisch, Persisch und Türkisch und entschuldigt sich in fehlerfreiem Deutsch für ihre Sprachschwierigkeiten. „Es fiel mir auch deswegen schwer, mich einzugewöhnen, weil ich keine richtige Aufgabe hatte. Ich war enttäuscht. Sprach- und Fortbildungskurse, hier und da ein Praktikum, aber nichts Richtiges. Nach sechs Jahren habe ich jetzt aber endlich meinen Weg gefunden.“ Nahid Aslany strahlt.
Mehmet Bazan geht es da ähnlich. Der 37-jährige Kurde hat in der Türkei studiert, ein Diplom in Wirtschaftswissenschaften gemacht. „Aber das Diplom wurde mir nicht anerkannt“, sagt er. „Als ich 1995 nach Deutschland kam, musste ich ganz von vorne anfangen. Dazu hatte ich keine Motivation. Ich wollte nicht noch einmal fünf Jahre lang studieren, was ich schon studiert hatte und die Prüfungen noch einmal machen, die ich vor Jahren schon bestanden hatte.“ Lieber engagierte er sich in der Erwachsenenbildung. Seinen Zugang zum Studium in Oldenburg hat er über eine Fortbildung in der Arbeit mit jugendlichen Migranten erlangt. „In zwei Jahren zum Abschluss, das ist ein konkretes Ziel. Und ich kann meinen Traum verwirklichen und als Sozialarbeiter jugendliche Zuwanderer unterstützen“, sagt er.
Auch Augustus-Kofi Essel aus Ghana hat einen Traum. Der 51-Jährige hat in seiner Heimat als Mathe- und Physiklehrer gearbeitet. Nachdem er vier Wochen lang gefangen gehalten worden war, weil er regimekritische Flugblätter verteilt hatte, floh er 1985 aus seiner Heimat nach Deutschland. Jetzt lebt er in Ostfriesland. Seine Kinder gehen dort aufs Gymnasium. „Meine Kinder sind hier geboren. Ich möchte jetzt gerne meinen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Bisher konnte ich das nicht. Nach dem Studium würde ich gerne in Schulen arbeiten und durch meine Präsenz vielleicht ein bisschen dazu beitragen, dass fremde Kulturen irgendwann nicht mehr so fremd sind.“
„Ich habe noch nie so viele hochmotivierte und wissbegierige Menschen gesehen“, sagt Rolf Meinhardt über die zugewanderten BA-Studenten. „Für viele ist es die erste Chance, nach vielen Jahren wieder Hoffnung zu schöpfen. Wir haben miterlebt, wie aus diesen Menschen fröhliche Leute werden.“
„Ein solches Studium ist sicher eine gute Sache“, sagt der Sprecher der OECD in Berlin, Matthias Rumpf. „Allerdings handelt es sich immer noch um einen Umweg. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Deutschland muss erleichtert werden. Die Arbeitslosigkeit bei den im Ausland geborenen Hochschulabsolventen ist etwa dreimal höher als bei denen, die in Deutschland geborenen wurden“, sagte er.
Für Nahid Aslany ist das Studium in Oldenburg kein Umweg, sondern ein direkter Weg ans Ziel. „Ich bekomme endlich Anerkennung, ich bin stolz auf mich und kann ein Vorbild für meine Kinder sein. Die sehen: Mama studiert – da müssen wir uns auch ein bisschen mehr anstrengen“, sagt sie und lacht wieder. Durch ihr Studium ist sie selbstbewusster und selbstständiger geworden. Sie ist angekommen in Deutschland, das zwar nie ihre richtige Heimat werden kann, für ihre Kinder aber bereits Heimat geworden ist. „Heimat bleibt immer Heimat und ich habe noch immer große Sehnsucht nach Zuhause. Aber meine Zukunft und die meiner Kinder sehe ich hier in Deutschland.“
- Datum 30.07.2007 - 04:42 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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... Leistungen anzuerkennen. Man muß nicht aus der Türkei kommen um Probleme mit seinen Studienabschlüssen zu haben. Viele DDR-Abschlüsse wurden einfach herunterqualifiziert. Oder auch die Probleme bei der Anerkennung des DDR-Abis. Ausgerechnet ein Land, wo viele Kinder in der Schule nicht richig Lesen und Schreiben lernen, maßt sich an die Ausbildung Anderer so abzuqualifizieren.
Endlich mal ein wahres Wort, AlbertHalbstein! In Deutschland zählen leider nur (west-)deutsche Abschlüsse und Stempel, um auf dem Arbeitsmarkt etwas zu werden. Der öffentliche Dienst ist da ganz besonders gut drin.
Mir ist auch eine russlanddeutsche Familie bekannt, in der der Vater vor dem Umzug nach D. als Hochschulprofessor, die Mutter als Lehrerin gearbeitet hat. Trotz bester Deutschkenntnisse wurden ihre Abschlüsse und Leistungen nicht anerkannt und sie arbeiten nun als Altenpfleger.
Kanada und Australien freuen sich übet top-ausgebildete Bosnienflüchtlinge, die aus Deutschland nach Ende ihrer Ausbildung ausgewiesen werden...
Was diese Politik mit unserem angeblichen Fachkräftemangel zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft...
Endlich mal ein wahres Wort, AlbertHalbstein! In Deutschland zählen leider nur (west-)deutsche Abschlüsse und Stempel, um auf dem Arbeitsmarkt etwas zu werden. Der öffentliche Dienst ist da ganz besonders gut drin.
Mir ist auch eine russlanddeutsche Familie bekannt, in der der Vater vor dem Umzug nach D. als Hochschulprofessor, die Mutter als Lehrerin gearbeitet hat. Trotz bester Deutschkenntnisse wurden ihre Abschlüsse und Leistungen nicht anerkannt und sie arbeiten nun als Altenpfleger.
Kanada und Australien freuen sich übet top-ausgebildete Bosnienflüchtlinge, die aus Deutschland nach Ende ihrer Ausbildung ausgewiesen werden...
Was diese Politik mit unserem angeblichen Fachkräftemangel zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft...
Endlich mal ein wahres Wort, AlbertHalbstein! In Deutschland zählen leider nur (west-)deutsche Abschlüsse und Stempel, um auf dem Arbeitsmarkt etwas zu werden. Der öffentliche Dienst ist da ganz besonders gut drin.
Mir ist auch eine russlanddeutsche Familie bekannt, in der der Vater vor dem Umzug nach D. als Hochschulprofessor, die Mutter als Lehrerin gearbeitet hat. Trotz bester Deutschkenntnisse wurden ihre Abschlüsse und Leistungen nicht anerkannt und sie arbeiten nun als Altenpfleger.
Kanada und Australien freuen sich übet top-ausgebildete Bosnienflüchtlinge, die aus Deutschland nach Ende ihrer Ausbildung ausgewiesen werden...
Was diese Politik mit unserem angeblichen Fachkräftemangel zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft...
Ich erlebe es seit Jahren, dass mir z.B. ein Dr. der Pharmacie aus Ägypten begegnet, der in einem Kaufhaus Handlangerarbeiten leistet, qualifizierte Osteuropäerinnen mit Wirtschaftsstudium und umfassenden Sprachkenntnissen im Rotlichtmilieu arbeiten etc. Aktuell habe ich über Skype eine junge Polin kennengelernt, die trotz magna summa cum laude im Masterstudium Wirtschaft + Aufbaustudium internationale Rechnungslegung mit gleicher Note und drei Auslandspraktika in Deutschland sowie diversen Sprachkenntnissen weder in Polen noch in Deutschland adäquate Stellen findet.
Die Initiative ist wichtig, denn nur die Zuwanderung und Integration hochqualifizierter junger oder auch älterer Menschen, soweit sie schon in Deutschland leben, aus dem Ausland und dem Ausbau der Hochschullandschaft zu einem Anziehungspunkt für ausländische Studenten werden dazu beitragen, das Wohlstandsniveau in Deutschland zu halten, die demographische Entwicklung zu kompensieren und das Staatsgebilde Bundesrepublik Deutschland zukunftsfähig zu machen.
Andere europäische Länder wie Irland sind in der Frage der Eingliederung und der Zuwanderung wesentlich weiter.
Multikulti wird eine schiere Notwendigkeit und muss aus dem Denken einer Minderheit heraus politisch mehrheitsfähig werden.
Gerade hier wird die reaktionäre Denkhaltung der Ultralinken, deren Slogan "Freiheit und Sozialismus" der Quadratur des Kreises entspricht und konservativer Traditionalisten zu einer unkalkulierbaren Gefahr für die Gesellschaft.
Unsinn, was sie da schreiben. Auch in Kanada und in den USA halten die Eliten ihre Reviere ausländerfrei. [Ein Teil des Kommentars wurde gelöscht. Bitte vermeiden Sie in Zukunft Beleidigungen. /Redaktion] Oder versuchen sie mal, mit einem Deutschen Abschluß als Dr. Med. in den USA zu praktizieren. Na, eines weiß ich gewiß, die American Medical Association wird ihnen den Weg dazu so sauer und teuer wie möglich machen. Das Problem hat nichts mit rechts oder links zu tun, sondern damit, das die Mächtigen noch in jedem Land der Welt ihre Futterkrippen bestens absichern. Vor allem in diesem Zusammenhang verschone man mich übrigens vor der gerade in protestantisch sozialisierten Ländern (wie auch den USA) vor der gerade dort grassierenden Heuchelei in allen politischen Belangen.
Unsinn, was sie da schreiben. Auch in Kanada und in den USA halten die Eliten ihre Reviere ausländerfrei. [Ein Teil des Kommentars wurde gelöscht. Bitte vermeiden Sie in Zukunft Beleidigungen. /Redaktion] Oder versuchen sie mal, mit einem Deutschen Abschluß als Dr. Med. in den USA zu praktizieren. Na, eines weiß ich gewiß, die American Medical Association wird ihnen den Weg dazu so sauer und teuer wie möglich machen. Das Problem hat nichts mit rechts oder links zu tun, sondern damit, das die Mächtigen noch in jedem Land der Welt ihre Futterkrippen bestens absichern. Vor allem in diesem Zusammenhang verschone man mich übrigens vor der gerade in protestantisch sozialisierten Ländern (wie auch den USA) vor der gerade dort grassierenden Heuchelei in allen politischen Belangen.
Das Problem hat mit unserer Bildungsoberschicht zu tun, die peinlichst darauf achtet, dass sie keiner Konkurrenz ausgesetzt wird. Ausländische Akademiker müssen bislang ein (fast kaum erreichbares) Einkommen von 80.000 Euro nachweisen, während man unseren bildungsfernen Hilfsarbeiter einer gnadenlosen Konkurrenz von Billigkräften aus aller Herren Länder aussetzt, ohne eine Mindesteinkommensumme festzusetzen.
Ich bin mir sicher, dass der Kurs an der Oldenburger Uni ein jähes Ende nehmen würde, wenn man sich gemeinsam mit den Immigranten-Akademikern um die staatlichen Zuschüsse streiten müsste. Solange immer nur die Schlecker-Verkäuferin ein Problem mit ausländischer Konkurrenz hat ist gut von Integration zu schwafeln seitens der linken Elite.
Bravo, endlich einmal einer der gegen die absolut widerliche Heuchelei der politisch durchsetzungsstarken Bevölkerungsteile in Bezug auf die Einwanderunsgthematik schreibt.Trotz allen liberalen Geschwätzes der Bildungseliten will niemand wirklich eine qualifizierte Einwanderung. Und kommt tatsächlich einmal ein qualifizierter Einwanderer, so werden wir ihn schon mittels legistischer Schikanen (Verschärfung der Nostrifizierungsbestimmungen) von den Fleischtöpfen fernhalten bis er sich damit abgefunden hat, sich bei uns mit einem Mix aus Sozialhilfe und Hilfsarbeiten durchschlagen zu müssen.
Bravo, endlich einmal einer der gegen die absolut widerliche Heuchelei der politisch durchsetzungsstarken Bevölkerungsteile in Bezug auf die Einwanderunsgthematik schreibt.Trotz allen liberalen Geschwätzes der Bildungseliten will niemand wirklich eine qualifizierte Einwanderung. Und kommt tatsächlich einmal ein qualifizierter Einwanderer, so werden wir ihn schon mittels legistischer Schikanen (Verschärfung der Nostrifizierungsbestimmungen) von den Fleischtöpfen fernhalten bis er sich damit abgefunden hat, sich bei uns mit einem Mix aus Sozialhilfe und Hilfsarbeiten durchschlagen zu müssen.
"...die demographische Entwicklung [durch Zuwanderung] zu kompensieren..."
Das ist nicht richtig. Die demographische Entwicklung, im Klartext: das Aussterben der Stammdeutschen, kann nicht durch Einwanderung kompensiert werden. Seit Jahren existieren dazu entsprechende Modelle und Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes, die Sie auf dessen Webseite einsehen können. Die Alterung und das Absterben sind ein exponentieller Prozeß, der so rapide an Fahrt gewinnt, daß er auch durch eine gesteigerte Einwanderung nicht aufgefangen werden kann.
Ich stimme mit Ihnen überein, daß Deutschland momentan das wohl unsinnigste Einwanderungsgesetz der Welt besitzt. Dies gipfelt darin, daß man zunächst Studenten ins Land holt, ihre Schulbildung hier durch ein Studienkolleg ergänzt, sie an deutschen Universitäten studieren läßt, um sie letztendlich wieder abzuschieben. Für die Ausbildung zahlt der deutsche Steuerzahler, aber nachdem jemand die deutsche Sprache gelernt und einen Hochschulabschluß in der Tasche hat, möge er bitte das Land verlassen und woanders Steuern zahlen, Erfindungen tätigen, Produkte entwickeln und Forschungsergebnisse publizieren. Denn auf qualifizierte Einwanderer legen wir hier keinen Wert!
Geht es dagegen um Analphabetinnen aus Vorderasien, so führen wir endlose Debatten, ob es nicht zu viel verlangt sei, daß die Leute ein paar Brocken Deutsch können, bevor sie sich hier dauerhaft im Schoße des Sozialstaats niederlassen.
Das Ergebnis ist täglich in jeder deutschen Großstadt zu besichtigen. Idiotischerweise wird dadurch den wenigen qualifizierten Einwanderern, die es auch gibt, als auch den ausländischen Studenten das Leben noch schwerer gemacht, denn der Begriff "Einwanderer" (oder auch "Zuwanderer" oder "Migrant", die ganzen Ersetzungen haben nichts gebracht) ist inzwischen beinahe gleichbedeutend mit "Kriminalität", "Arbeitslosigkeit", "Ghetto" etc.
Daß es auch anders geht, zeigt die deutsche Geschichte selbst: Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der große Teile Norddeutschlands praktisch entvölkerte, lag der Migrantenanteil im Multikultistaat Preußen zeitweise bei 40%. Der Knackpunkt war, daß viele Zugezogene höher qualifiziert waren als die Stammbevölkerung und somit der Begriff "Einwanderer" vielfach positiv besetzt war. Auch nach dem Siebenjährigen Krieg gab es große Einwanderungswellen, die ohne große Probleme verdaut wurden. Beide Male waren die neuen Staatsbürger für mehrere Jahre von der Steuer befreit. Unzählige Dörfer wurden auf Staatskosten für sie bezugsfertig errichtet, sonst wären sie wahrscheinlich nicht so zahlreich gekommen.
Sicherlich sind die Methoden von damals nicht auf die heutige Zeit übertragbar, aber das Beispiel zeigt, daß eine unter pragmatischen Richtlinien erfolgende Zuwanderung nicht nur gelingen, sondern ein sehr großer Gewinn für ein Land sein kann. Daher bleibt abzuwarten, ob und wann diese Erkenntnis auch unsere Politikerkaste erreicht.
Bravo, endlich einmal einer der gegen die absolut widerliche Heuchelei der politisch durchsetzungsstarken Bevölkerungsteile in Bezug auf die Einwanderunsgthematik schreibt.Trotz allen liberalen Geschwätzes der Bildungseliten will niemand wirklich eine qualifizierte Einwanderung. Und kommt tatsächlich einmal ein qualifizierter Einwanderer, so werden wir ihn schon mittels legistischer Schikanen (Verschärfung der Nostrifizierungsbestimmungen) von den Fleischtöpfen fernhalten bis er sich damit abgefunden hat, sich bei uns mit einem Mix aus Sozialhilfe und Hilfsarbeiten durchschlagen zu müssen.
Unsinn, was sie da schreiben. Auch in Kanada und in den USA halten die Eliten ihre Reviere ausländerfrei. [Ein Teil des Kommentars wurde gelöscht. Bitte vermeiden Sie in Zukunft Beleidigungen. /Redaktion] Oder versuchen sie mal, mit einem Deutschen Abschluß als Dr. Med. in den USA zu praktizieren. Na, eines weiß ich gewiß, die American Medical Association wird ihnen den Weg dazu so sauer und teuer wie möglich machen. Das Problem hat nichts mit rechts oder links zu tun, sondern damit, das die Mächtigen noch in jedem Land der Welt ihre Futterkrippen bestens absichern. Vor allem in diesem Zusammenhang verschone man mich übrigens vor der gerade in protestantisch sozialisierten Ländern (wie auch den USA) vor der gerade dort grassierenden Heuchelei in allen politischen Belangen.
Tatsächlich gibt es in den USA immer viele Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Gesellschaft führende Positionen erreichen. Henry Kissinger, Madeline Albright, Schwarzenegger sind nur wenige Beispiele dafür, dass Ausländer es dort bis in die politische Elite schaffen. Sie bekommen zwar Zustimmung von anderen für ihr undifferenziertes Gerede nur die Realität, die ich in meinem Kommentar anzureissen versucht habe, wird sich in weniger als zwanzig Jahren zeigen, wenn die verblödeten Deutschen auch für deutsche Unternehmen nicht mehr tragbar sind.
Wenn eine Friseuse von Alabama in den Nachbarstaat Georgia umzieht muss sie ihre Pruefung wiederholen um ihren Beruf auszuueben.Kommt dann noch ein Arzt aus Deutschland in die USA hat der noch mehr Probleme.Es ist nicht immer alles so einfach wie sich manche Leute das vorstellen.Allerdings haben Inder und Afrikaner es einfacher sich hier zu etablisieren da sie meistens schon englisch sprechen.
Tatsächlich gibt es in den USA immer viele Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Gesellschaft führende Positionen erreichen. Henry Kissinger, Madeline Albright, Schwarzenegger sind nur wenige Beispiele dafür, dass Ausländer es dort bis in die politische Elite schaffen. Sie bekommen zwar Zustimmung von anderen für ihr undifferenziertes Gerede nur die Realität, die ich in meinem Kommentar anzureissen versucht habe, wird sich in weniger als zwanzig Jahren zeigen, wenn die verblödeten Deutschen auch für deutsche Unternehmen nicht mehr tragbar sind.
Wenn eine Friseuse von Alabama in den Nachbarstaat Georgia umzieht muss sie ihre Pruefung wiederholen um ihren Beruf auszuueben.Kommt dann noch ein Arzt aus Deutschland in die USA hat der noch mehr Probleme.Es ist nicht immer alles so einfach wie sich manche Leute das vorstellen.Allerdings haben Inder und Afrikaner es einfacher sich hier zu etablisieren da sie meistens schon englisch sprechen.
Tatsächlich gibt es in den USA immer viele Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Gesellschaft führende Positionen erreichen. Henry Kissinger, Madeline Albright, Schwarzenegger sind nur wenige Beispiele dafür, dass Ausländer es dort bis in die politische Elite schaffen. Sie bekommen zwar Zustimmung von anderen für ihr undifferenziertes Gerede nur die Realität, die ich in meinem Kommentar anzureissen versucht habe, wird sich in weniger als zwanzig Jahren zeigen, wenn die verblödeten Deutschen auch für deutsche Unternehmen nicht mehr tragbar sind.
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