Exzellenzinitiative Freude und Kampfgeist

An den neuen Elite-Unis herrscht Begeisterung über die Auszeichnung, an den erfolglosen Unis Bochum und HU Berlin nimmt man das Ergebnis dagegen sportlich

"Vollkommen neue Horizonte" - drei Tage nachdem die Universität Konstanz bei der zweiten Runde der Exzellenzinitiative den begehrten Titel einer "Elite-Uni" ergattern konnte, wagt Rektor Gerhart von Graevenitz bereits den Blick in die Zukunft. "Damit wird die Uni Konstanz zu einem der attraktivsten Zentren für junge Spitzenforscher in Deutschland, aber auch auf internationaler Ebene", sagte er. "Ich freue mich unglaublich, dass die Universität so erfolgreich abgeschnitten hat."

Auch an der Uni Heidelberg herrscht Freude über den neu erworbenen Status. Schon dem Wettbewerb an sich habe sich die Uni "mit Enthusiasmus und Freude gestellt", wie Rektor Bernhard Eitel erklärte. Jetzt habe man "die verheißungsvolle Chance, schon lange Erwünschtes anpacken und neue Projekte realisieren zu können".

Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, gab sich regelrecht euphorisch: "Mit der heutigen Entscheidung beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Freien Universität." Große Freude auch bei Wolfgang Jäger, Rektor der ausgezeichneten Uni Freiburg: "Die Universität Freiburg mit ihrer exzellenten Forschung und Lehre spielt jetzt in der Champions League." Kurt von Figura, Präsident der Universität Göttingen, will seine Uni nun gar an die europäische Spitze führen. "Wir sind glücklich und stolz auf diesen Erfolg. Zusammen mit ihren außeruniversitären Partnern wird es uns gelingen, Göttingen in die Spitze der europäischen Universitäten zu führen."

Etwas nüchterner klang dagegen nur RWTH Aachen-Präsident Burhard Rauhut: "Wir sehen dadurch den von uns eingeschlagenen Weg bestätigt", kommentierte er die Auszeichnung.

An den beiden Verlierer-Unis in Bochum und an der Humboldt Uni Berlin versuchte man derweil, sich die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Christoph Markschies, Präsident der HU Berlin, sagte: "Ich gratuliere den erfolgreichen Universitäten herzlich, insbesondere der Berliner Freien Universität." Und obwohl das HU-Zukunftskonzept nicht prämiert worden sei, sei man entschlossen, "den darin beschriebenen Weg zu gehen und die zentralen Maßnahmen umzusetzen".

Elmar Weiler, Präsident der Uni Bochum, kommentierte die Entscheidung des Bewilligungsausschusses mit den Worten: "Wir sind unglaublich dicht an der absoluten Spitzengruppe dran.“ Die Tatsache, dass die Uni Bochum leer ausgehe, sei keine Katastrophe. "Wir haben gezeigt, dass das Ruhrgebiet spitzenfähig ist. Wir sehen es sportlich und packen nun gemeinsam die Umsetzung unseres Zukunftskonzepts an."

 
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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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