MBA Go for Gold
Die Bond University in Australien lockt Studenten nicht nur durch ihre Studienqualität. Surfen und Beachvolleyball sind genauso beliebt. Teil drei unserer Serie über die schönsten MBA-Schulen
Ein MBA-Studium ist stressig - warum also nicht dort lernen, wo es exotisch oder idyllisch, also schlichtweg schön ist. Schließlich soll das Management-Training auch Spaß machen.
In einer neuen Serie stellt ZEIT Campus online MBA-Programme an attraktiven Studienplätzen vor.
Teil drei informiert über die Bond University in Queensland Australien.
Goldküste. Schon das Wort weckt Reisefieber. Neva Maxim von der Bond University in der Stadt Gold Coast weiß, diese Sehnsüchte zu schüren. Wenn die MBA-Koordinatorin für ihre Uni im australischen Queensland wirbt, holt sie dieses Foto heraus: Tiefblauer Himmel, eine Seenlandschaft, der Campus mitten im Grünen. Dies alles liegt direkt an der sonnenverwöhnten Gold Coast, einer der wohl schönsten Küstenabschnitte Australiens mit spektakulären Surf-Stränden.
"In der Nähe des Strandes wohnen viele Studenten", sagt sie. Denn wer nach Down Under kommt, studiert hier nicht nur, um seine Karriereaussichten zu verbessern. Für viele ist es verführerisch, ein Jahr lang das australische Lebensgefühl zu genießen: Sie schätzen das subtropische Klima mit warmen Sommern und milden Wintern, das dazu verführt, stressiges Lernen ab und an mit dem Strandleben an der Gold Coast auszutauschen.
Die kleine Privatuniversität mit nur 2300 Studenten und einem glänzenden Ruf in den Wirtschaftsfächern ist sehr international: 40 Prozent stammen aus Australien, 60 Prozent der Studierenden allerdings kommen aus dem Ausland, darunter Deutschland, Norwegen, USA, China und Japan. Tobias Wunder ist einer von ihnen, der das Jahr sehr genossen und mittlerweile in Großbritannien einen Job gefunden hat.
Etwa 2500 junge Leute kommen so wie er jedes Jahr nach Australien, um an einer der rund 40 Universitäten zu studieren. Die Bond University ist bei Master- und MBA-Studenten beliebt. Das MBA-Programm besteht aus drei Trisemestern. Wer möchte kann ein viertes Semester dranhängen und sich in den Fächern Finanzwesen, Projektmanagement und Marketing spezialisieren. Neben der technischen Ausstattung locken auch die Sport- und Freizeitmöglichkeiten die Studenten an: Der Campus der erst vor 20 Jahren gegründeten Universität liegt drei Kilometer von Strand entfernt am See Orr. Hier kann man es sich nach Finance-Studien und Managamentheorien gut gehen lassen: Es gibt ein Schwimmbad, Tennis- und Squashfelder sowie einen Platz für Beachvolleyball.
Doch das Studium im Paradies ist keine ganz billige Sache, auch wenn das Vollzeit-MBA-Programm mit umgerechnet knapp 27 700 Euro im Vergleich zu amerikanischen Maßstäben nicht teuer ist. Doch dazu kommen, wie Neva Maxim erklärt, zirka 9200 Euro Lebenshaltungskosten - Flugkosten und Surfkurse nicht eingerechnet. Dennoch: Für viele lohnt sich das Studium in Australien, denn es erweitert die internationalen Perspektiven, vor allem auch auf dem asiatischen Markt, wo die Universität gute Kontakte zur Wirtschaft besitzt.
Wer Lust auf ein Studium in Down Under hat, kann sich schon in Deutschland sehr gut auf das Jahr im Ausland vorbereiten. Das von den australischen und neuseeländischen Hochschulen eingerichtete Institut Ranke-Heinemann - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Theologin - unterstützt Australien-Interessenten bei den Bewerbungen und hilft ihnen, eine geeignete Universität zu finden. Auch potentielle MBA-Bewerber finden hier Rat und Hilfe. "Unsere Unterstützung reicht von der Information über die Universitäten bis hin zu Bewerbungen und beglaubigten Übersetzungen von Zeugnissen und Unterlagen", sagt Manuela Thiel, Leiterin des Berliner Büros. Und auch bei der Wohnungssuche können die Studenten auf die Tipps aus dem Hause Ranke-Heinemann zählen.
Finanzielle Unterstützung gibt es über Stipendien: Jedes Jahr werden Voll-, Teilzeit- und Reisestipendien vergeben, für die man sich auch als MBA-Student bewerben kann.
Australien ist in den vergangenen Jahren in der Gunst der Deutschen immer mehr gestiegen. Dennoch ist sich Manuela Thiel sicher: Nicht nur Sonne, Sand und Meer locken die Studenten, auch die Qualität des Angebots wird geschätzt, etwa die kleinen MBA-Klassen an der Bond University und die internationalen Dozenten.
- Datum 31.01.2008 - 05:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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