Lehrerverhalten Ursula Sarrazin will nicht mehr lehren

Die Grundschullehrerin möchte in den vorzeitigen Ruhestand treten. Ihre Beurlaubung hatte sie bereits im Herbst beantragt – vor der öffentlichen Debatte.

Die umstrittene Grundschullehrerin Ursula Sarrazin will mit Ablauf des Schuljahres ihren Schuldienst beenden und in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Wie ihr Mann Thilo Sarrazin, der frühere Berliner Finanzsenator und ehemalige Bundesbankvorstand, am Montag gegenüber dem Tagesspiegel sagte, hat seine Frau dies bereits im Herbst der Personalstelle angekündigt und die Beurlaubung beantragt. Zu einem Zeitpunkt also, bevor die erneute öffentliche Debatte um die Lehrmethoden Ursula Sarrazins begann.

Der 59-Jährigen wird von Eltern autoritäres Verhalten mit der Einschüchterung von Schülern und Eltern sowie die Störung des Schulfriedens vorgeworfen. Sie selber hat stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Mit dem Fall ist die Schulaufsicht befasst. Die Ankündigung eines vorzeitigen Ausscheidens kommt überraschend. Bisher hatte Frau Sarrazin betont, gerne Lehrerin zu sein. Zudem hatte ihr Mann am Vortag Meldungen dementiert, nach denen seine Frau ein Buch über ihre Erfahrungen in der Schule schreiben wolle.

Viele Eltern fragen sich nun, warum sie diese Nachricht nicht schon früher bekommen konnten. Unklar ist zudem, wie das zweite Schulhalbjahr ablaufen soll. Eltern hoffen, dass sie zumindest nicht mehr allein, sondern mit einer anderen Lehrerin zusammen vor der Klasse stehen wird. Wie berichtet, waren die Klagen über ihren Unterrichtsstil nicht abgerissen, seit sie nach Berlin kam. Auch aus Mainz, wo sie zuvor unterrichtete, melden sich inzwischen Eltern und beklagen ihren schon damals rüden Ton gegenüber Kindern und Eltern.

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Thilo Sarrazin begründete den Wunsch seiner Frau nach einem vorzeitigen Ruhestand damit, dass sich durch sein Ausscheiden bei der Bundesbank die Lebensplanung verändert habe. Ursprünglich habe man gemeinsam 2014 das Berufsleben beenden wollen. Seine Frau werde im September 60 Jahre alt. Deswegen habe man sich überlegt, dass sie auch früher mit dem Schuldienst aufhören könne, sagte Sarrazin. Berichte, wonach seine Frau bereits nach den Winterferien beurlaubt werden könne, bezeichnete er als "Unfug“.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
    • NoG
    • 25.01.2011 um 10:35 Uhr

    redet um den heisen brei:

    "Thilo Sarrazin begründete den Wunsch seiner Frau nach einem vorzeitigen Ruhestand damit, dass sich durch sein Ausscheiden bei der Bundesbank die Lebensplanung verändert habe."

    seine pension (+ abfindung?), ihre pension und die einnahmen aus dem buchverkauf reichen einfach um sich einen schoenen lebensabend zu machen.
    andere paare mit gleichem finanziellem background wuerden es aehnlich oder genauso machen.
    das ist nicht verwerflich, aber von einem mann der angeblich die direkte sprache in die gesellschaft zurueck gebracht hat,
    kann man deutlichere worte erwarten.
    die findet er offensichtlich nur wenn er nicht ueber sich oder seines gleichen redet.

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    Zunächst bin ich vorgeschädigt: Meine Eltern sind auch Pädagogen - beide. Und soweit ich es beurteilen kann, lieben beide ihren Job.

    Trotzdem wird sich meine Mutter nicht vorzeitig pensionieren lassen, wenn mein Vater in Rente geht, sondern ihren Beruf noch länger ausüben. Und zwar obwohl eine finanzielle Notwendigkeit NICHT besteht.

    Außerdem klingt die Argumentation von Herrn Sarrazin doch sehr schlüssig?! Vielleicht sind sie etwas zu argwöhnisch.

    Zunächst bin ich vorgeschädigt: Meine Eltern sind auch Pädagogen - beide. Und soweit ich es beurteilen kann, lieben beide ihren Job.

    Trotzdem wird sich meine Mutter nicht vorzeitig pensionieren lassen, wenn mein Vater in Rente geht, sondern ihren Beruf noch länger ausüben. Und zwar obwohl eine finanzielle Notwendigkeit NICHT besteht.

    Außerdem klingt die Argumentation von Herrn Sarrazin doch sehr schlüssig?! Vielleicht sind sie etwas zu argwöhnisch.

  1. Schon klar, jetzt, wo ihr Ehemann noch ein paar Milliönchen extra beiseite geschafft hat, kann sie natürlich schon früher den "leistungslosen Wohlstand auf Kosten der Gesellschaft" genießen. Erstaunlich, dass die Sarrazins es dieses Mal nicht versuchen, so darzustellen, als hätte man sie mit Berufsverbot belegt. Aber ihre zahlreichen Fans werden es natürlich gegen alle Fakten trotzdem so darstellen, da kann man sich sicher sein.

    13 Leser-Empfehlungen
  2. sieht sich als Opfer der Gegner ihres Mannes.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Diffamierungen. Danke. Die Redaktion/ew

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    Bitte bleiben Sie sachlich. Fragen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Die Redaktion/ft

    Bitte bleiben Sie sachlich. Fragen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Die Redaktion/ft

  3. Zunächst bin ich vorgeschädigt: Meine Eltern sind auch Pädagogen - beide. Und soweit ich es beurteilen kann, lieben beide ihren Job.

    Trotzdem wird sich meine Mutter nicht vorzeitig pensionieren lassen, wenn mein Vater in Rente geht, sondern ihren Beruf noch länger ausüben. Und zwar obwohl eine finanzielle Notwendigkeit NICHT besteht.

    Außerdem klingt die Argumentation von Herrn Sarrazin doch sehr schlüssig?! Vielleicht sind sie etwas zu argwöhnisch.

    • ludna
    • 25.01.2011 um 10:57 Uhr

    jetzt darf ich die Frühpensionäre (Beamte !!! beide) auch noch mit meinem Steuergeld durchfüttern. Ich darf dann bis 67 arbeiten bei Rente auf Hartz IV Niveau. Ein paar Immigranten durchzufüttern ist wesentlich billiger als frühpensionierte Beamte.

    17 Leser-Empfehlungen
  4. Liebe Leserinnen und Leser,

    Was bisher geschah:
    Thilo, der geliebte Mann von Ursula....blabla blabla

    Heute: Alles vorbei!

    Nachdem Ursula blabla...blabla...

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    und auch sehr realitätsnah. Ich habe auch ein paar Vorschläge: die Tochter/Nichte wird ohne Hochzeit schwanger von einem Hartz-IV-Empfänger, er läßt sich beim Fremdverkehr in einer Besenkammer erwischen, beim Dienstwagenfahren 15 Cent unterschlagen ... das gibt noch 40 Folgen.
    Th.R.

    und auch sehr realitätsnah. Ich habe auch ein paar Vorschläge: die Tochter/Nichte wird ohne Hochzeit schwanger von einem Hartz-IV-Empfänger, er läßt sich beim Fremdverkehr in einer Besenkammer erwischen, beim Dienstwagenfahren 15 Cent unterschlagen ... das gibt noch 40 Folgen.
    Th.R.

    • Jess87
    • 25.01.2011 um 10:59 Uhr

    ...ich hatte doch glatt im Kopf, Frau Sarrazin hätte sich unlängst darüber beklagt, man wolle sie aus der Schule mobben...
    Wie kann man guten Gewissens darüber klagen, andere wollten einen los werden, wenn man selbst schon längst quasi "gekündigt" hat?

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    Auch wenn ich mich entschlossen habe, in einigen Monaten in den Ruhestand zu gehen, werde ich doch gegen jeden aktuellen Versuch mir das Berufsleben schwer zu machen mich ganz entschieden zur Wehr setzen.

    SIE nicht?

    Auch wenn ich mich entschlossen habe, in einigen Monaten in den Ruhestand zu gehen, werde ich doch gegen jeden aktuellen Versuch mir das Berufsleben schwer zu machen mich ganz entschieden zur Wehr setzen.

    SIE nicht?

  5. Mitten auf der Straße bekommt sich ein junges Pärchen in die Haare. Beide schreien schließlich wild auf einander ein und zerren an ihrer vielleicht vierjährigen Tochter herum. Offensichtlich liegt da schon länger einiges im argen. Schließlich kommt sogar eine Polizeistreife vorbei. Irgend wie sah es auch beständig nahe am Ausbruch von Gewalt aus. Die letzten Worte, die herüberschallen, sind in etwa: Schnauze voll, ich lass mich scheiden. Dann sind die Streithähne aus einander und werden von einem Feuerwehrlöschzug übertönt. Ob der unterwegs ist zu einem brennenden Haus, in dem Menschen auf Rettung hoffen oder zumindest bedroht sind, alles zu verlieren?

    Augen gesenkt und diesen Artikel erblickt. Irgend eine alte Frau, umstritten in ihren Methoden, will vorzeitig in den Ruhestand gehen. Das ist eine Meldung, weil ihr Mann mit umstrittenen Methoden sich in die Medien brachte. Nun, das ist garantiert wichtiger, bedeutsamer, eine Schlagzeile wert. Schließlich wurde diese Frau, obwohl sie rein gar nichts dafür geleistet hat, schon in Talkshows vollkommen ungerechtfertigt eingeladen.

    Man, man, man....

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    • Hickey
    • 25.01.2011 um 16:24 Uhr

    ...in unserer Welt voller Verrückheiten und Ungerechtigkeit.

    Unsere Beamten verdienen leider zuviel und haben dabei zu hohe Vorstellungen ihrer Pension, während Otto Normal Verbraucher bis 67 arbeiten gehen muss um eine H4 Rente zu beziehen.

    Dagegen kann man nur eins machen, einfach nicht mehr die 5 Standardparteien wählen.

    Ob es andere besser machen, weiß man nie, aber ein Versuch ist es, aufgrund der aktuellen Politik, auf jeden Fall wert.

    Das andere Parteien nicht "regierungsfähig" sind bezweifle ich stark, denn nicht einmal die aktuelle ist dazu in der Lage...ansatzweise vielleicht, aber alleine der Mißstand bei der Bundeswehr, bei der Bildungs-, sowie Außen-politik spricht einfach eine deutliche Sprache.

    mfg

    • cornus
    • 26.01.2011 um 21:14 Uhr

    Seit wann muss man etwas dafür leisten, in Talkshows eingeladen zu werden?
    Vielmehr ist es doch so, dass eher die Leute eingeladen werden, von denen sich die entsprechenden Medien hohe Einschaltquoten erhoffen - insofern 'leistet' dies Frau Sarrazin.

    Mittlerweile bin ich die immer wieder neu aufflammende 'Sarrazin-Debatte' unendlich Leid. Auch im Falle von Frau Sarrazin geht es scheinbar nicht um eine ernsthafte Debatte über das, wofür sie und ihr Mann stehen, sondern um lautes Geschrei und Personalisierung einer politischen Position. Habe ich mich vor einiger Zeit noch über das von den Sarrazins so wohlfeil dargebotene Weltbild aufgeregt, schalte ich jetzt einfach ab.

    • Hickey
    • 25.01.2011 um 16:24 Uhr

    ...in unserer Welt voller Verrückheiten und Ungerechtigkeit.

    Unsere Beamten verdienen leider zuviel und haben dabei zu hohe Vorstellungen ihrer Pension, während Otto Normal Verbraucher bis 67 arbeiten gehen muss um eine H4 Rente zu beziehen.

    Dagegen kann man nur eins machen, einfach nicht mehr die 5 Standardparteien wählen.

    Ob es andere besser machen, weiß man nie, aber ein Versuch ist es, aufgrund der aktuellen Politik, auf jeden Fall wert.

    Das andere Parteien nicht "regierungsfähig" sind bezweifle ich stark, denn nicht einmal die aktuelle ist dazu in der Lage...ansatzweise vielleicht, aber alleine der Mißstand bei der Bundeswehr, bei der Bildungs-, sowie Außen-politik spricht einfach eine deutliche Sprache.

    mfg

    • cornus
    • 26.01.2011 um 21:14 Uhr

    Seit wann muss man etwas dafür leisten, in Talkshows eingeladen zu werden?
    Vielmehr ist es doch so, dass eher die Leute eingeladen werden, von denen sich die entsprechenden Medien hohe Einschaltquoten erhoffen - insofern 'leistet' dies Frau Sarrazin.

    Mittlerweile bin ich die immer wieder neu aufflammende 'Sarrazin-Debatte' unendlich Leid. Auch im Falle von Frau Sarrazin geht es scheinbar nicht um eine ernsthafte Debatte über das, wofür sie und ihr Mann stehen, sondern um lautes Geschrei und Personalisierung einer politischen Position. Habe ich mich vor einiger Zeit noch über das von den Sarrazins so wohlfeil dargebotene Weltbild aufgeregt, schalte ich jetzt einfach ab.

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