Dozent nach dem Austeilen der Fragen: "Wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich rüber in die Cafeteria gehen. Kommen Sie doch rüber, wenn Sie fertig sind und bringen Sie mir Ihre Ergebnisse."

Student: "Entschuldigung... Können wir die Klausur auch gemeinsam mit anderen schreiben? In Kleingruppen quasi?"

Dozent: "Ja. Machen Sie mal."

Student: "Müssen dann alle ein Exemplar des gemeinsamen Ergebnisses abgeben oder kann vielleicht nur einer schreiben und wir schreiben nur alle unsere Namen drunter?"

Dozent: "Ja, geht schon. Wenn alle Namen draufstehen, können Sie auch nur einen schreiben lassen."
Reaktor Ben
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2009 saß ich in meinem Zweitversuch zu "Maschinenelemente I", eine Prüfung, die fast jeder Maschinenbaustudent an der Uni Siegen mindestens zwei Mal schreibt und die wohl auch für die meisten Studienabbrüche verantwortlich ist. Kurz nach Prüfungsbeginn schlenderte der Professor durch die Reihen und schaute jedem aufs Blatt. Ein oder zwei Reihen hinter mir blieb er etwas länger am Tisch einer Kommilitonin stehen und kommentierte: "Wenn Sie das schon nicht können, brauchen Sie gar nicht weiterzumachen."
Thijs Lucas, Maschinenbau, Uni Siegen

Im Laufe meines Studiums musste ich schon einige Prüfungen bewältigen, angefangen mit der eigentlichen Anmeldung. Diese stellte sich dank eines neuen digitalen Verwaltungssystems als so abenteuerlich heraus, dass einer meiner Professoren seinem Kurs empfahl: "Sehen sie es sportlich, die Anmeldung ist bereits Teil der Prüfung."
Hannah Rau, English Studies, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Physikklausur "Experimentelle Physik I" an der RWTH Aachen. An Karneval. Im Rheinland. Das führt natürlich zu Niedergeschlagenheit bei den Studierenden, doch einige schaffen es, den Termin zu ihrem Vorteil zu nutzen – schließlich kann einem niemand eine Verkleidung an Karneval verbieten. So verkleiden sich einige der Studenten als "verrückte Physiker" mit wilder Perücke und Laborkittel, auf dem praktischerweise einige physikalische Formeln aufgedruckt sind. So können sie quasi als lebende Spickzettel die Klausur schreiben.
Florian Briechle, Physik, RWTH Aachen

Aufgabe im Fach "Mechanische Verfahrenstechnik II": Prinzessin Lillifee spielt mit ihrer Perlenkette in der Nähe eines Tümpels, als diese kaputtgeht und eine Perle in den Tümpel fällt. a) Berechnen Sie die Sinkgeschwindigkeit der Perle, wenn diese einen Durchmesser von ... und ... hat und der Sinkprozess im Stokes-Bereich verläuft. b) Kröte Paul sieht, wie die Perle in den Tümpel fällt und springt hinterher, um sie Prinzessin Lillifee zurückzubringen. Welche Sinkgeschwindigkeit hat die Kröte, wenn sie idealisiert als Kugel mit einem Durchmesser von 10 cm betrachtet wird? Wird Kröte Paul der Prinzessin die Perle zurückbringen können?
Xarx, aus den Kommentaren

Multiple-Choice-Klausur mit der Erlaubnis, "jegliche Form von Unterlagen" mit in die Klausur zu nehmen (Open-Book-Prinzip). Besonders schön war, dass "Open Book" auch als "Open Netbook" verstanden wurde, sodass auf jedem zweiten Platz entweder ein Laptop oder ein Smartphone lag und die Fragen gemeinsam in Facebook-Gruppen und Chats beantwortet wurden. Im Jahr darauf (2011) wurde das Internet auch von den zuständigen ProfessorInnen entdeckt und diese Erweiterung von "Open Book" verboten.
Saman Mardi, über Facebook