12. Flügschen

"Als ich hier in ZEIT der Leser (Nr. 8/15, 12/15 und 14/15) all die – mir unbekannten – regionalen Ausdrücke für ein kleines Küchenmesser las, fiel mir plötzlich die Bezeichnung Flügschen ein (gesprochen: Flügs-chen). Dieser Begriff, der mir in meiner Jugend im Bergischen Land sehr geläufig war, galt ebenfalls dem kleinen Messer; mit ihm schälte Mutter Kartoffeln oder putzte Gemüse. Als Junge allerdings wusste man damit manch andere Dinge schnell, geschwind, rasch – eben flugs – zu erledigen." Karl-Josef Mewaldt, Buxheim, Bayern

13. Schnitzer

"Solch ein kleines Küchenmesser hatte meine Großmutter, die in Osthessen an der Werra lebte, stets in der Schürzentasche (Osthessisch: Kippe). Das Messer hieß Schnitzer oder Schnitzerchen und wurde im Garten wie auch im Stall und in der Küche für alle möglichen Arbeiten verwendet – nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge, aber sicher, ohne zwischendurch gesäubert zu werden! Ich kenne meine Großmutter nur so "bewaffnet", und auch für mich ist das Schnitzerchen unentbehrlich (wenn auch stets frisch gespült)." Christa Schütze, Baunatal, Hessen

14. Pitterchen

"Bei uns zu Hause in Oberhausen nannten meine Eltern dieses Küchenutensil Pitterchen. Und so heißt es auch heute in meinem Haushalt!" Rüdiger Weiße, Düren

15. Pittermesser

"Das kleine Küchenmesser – Holzgriff speckig, Klinge immer geschärft, unentbehrlich bei vielerlei Verrichtungen, vom Apfelschälen bis zum Bleistiftspitzen? Da sagt man bei uns im Rheinland Pittermesser – vermutlich ein Relikt aus der Franzosenzeit und Verballhornung des Wortes petit im Gegensatz zum großen Brotmesser." Hartmut Großhans, Köln

16. Pittermess

"Ich bin in den 50er Jahren im Ruhrgebiet (Wattenscheid, heute Bochum) groß geworden und wir nannten das kleine Küchenmesser Pittermess." Iris Terbach-Lutzky, Freiburg, Breisgau