Soziale Netzwerke Facebook erreicht die Gewinnschwelle
Die Online-Plattform Facebook hat nun 300 Millionen Nutzer und arbeitet schneller als erwartet kostendeckend. Langfristig soll die Nutzerzahl auf eine Milliarde steigen.
© Shah Marai/AFP/Getty Images

Facebook kennt keine Grenzen: Ein afghanischer Nutzer informiert sich via Facebook über die Präsidentenwahl.
Man sei im abgelaufenen Quartal erstmals "cash flow positive" gewesen, lautete die frohe Botschaft, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem Blog auf der Firmen-Homepage am Dienstag verkündete. Mit anderen Worten, man hat die Gewinnschwelle theoretisch erreicht. "Das ist wichtig für uns, weil es uns auf lange Sicht zu einem starken unabhängigen Service macht", schrieb Zuckerberg, der Facebook vor fünf Jahren als Harvard-Student gründete. Bislang hatte das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto erst für 2010 mit einem positiven Kapitalfluss gerechnet.
Das heißt nicht, dass das Netzwerk in diesem Jahr auch Gewinn macht, immerhin hat man gerade viel Geld für den Ausbau der Serverkapazität ausgegeben, was das Betriebsergebnis stark belasten dürfte. Doch es bedeutet, dass Facebook bald Gewinn machen könnte.
Wie Zuckerberg weiter mitteilte, stieg die Zahl der Facebook-Nutzer zuletzt auf 300 Millionen. Das ist etwa dreimal so viel wie noch vor einem Jahr. Doch Zuckerberg will noch viel mehr Nutzer gewinnen: "Wir fangen gerade erst damit an, alle miteinander zu verbinden." In Deutschland hat Facebook bislang etwa 3,7 Millionen Mitglieder. Langfristig peilt Facebook mindestens eine Milliarde Nutzer weltweit an. Erst kürzlich hatte man den Erzrivalen MySpace aus dem Konzern News Corporation des US-Medienmoguls Rupert Murdoch überholt.
Analysten bezeichneten die Neuigkeiten als vertrauensbildend für Investoren. Facebook rücke einem Börsengang (IPO) immer näher. Einem Branchenexperten zufolge könnte Zuckerberg die Firma schon in der zweiten Jahreshälfte 2010 an den Aktienmarkt bringen. Der Facebook-Gründer hatte im Mai dagegen gesagt, ein IPO sei noch einige Jahre entfernt.
Der Konkurrent des deutschen Onlineportals StudiVZ hatte in den vergangenen Monaten einen Umsatzsprung von 70 Prozent auf über 500 Millionen Dollar für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt. Geld verdient das Netzwerk vor allem durch Werbeeinnahmen. Facebook ist bisher nicht zur Veröffentlichung seiner Bilanzdaten verpflichtet, weshalb es über das Nettoergebnis keine offiziellen Angaben gibt.
- Datum 16.09.2009 - 16:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Es ist so schön, am Computer zu sitzen. Ich habe schon Entzugserscheinungen, wenn ich aus dem Büro komme, also nix wie ran an Notebook, netbook, PC oder was auch immer.
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