Urheberrechte Musiker fordern mehr Geld von iTunesSeite 2/2

Dazu muss man wissen, dass die Musiklabels gerne mit den armen Künstlern argumentiert haben, solange es um den Kampf gegen Tauschbörsen und Gratisangeboten im Netz ging. Letztlich sind sie in diesem Kampf heute ein gutes Stück vorangekommen, ohne dass die breite Masse der Musiker davon profitiert hat. Rick Carnes, Präsident der Songwriters' Guild of America erzählte dem Technikportal Cnet in diesem Zusammenhang, dass er am Vortag einen Scheck über zwei Cents erhalten habe. "Kein Witz. Die Menschen denken, wir verdienen ein Vermögen im Netz", sagte der Musiker. "Aber es sind klägliche Beträge. Wir brauchen mehrere Einnahmequellen, oder das wird nicht funktionieren."

Doch die Verwertungsgesellschaft bekommen jetzt die Wut der Nutzer zu spüren, die fürchten, dass sich die Forderungen zwangsläufig in höheren Preisen niederschlagen werden. Apple kämpft noch immer gegen den Unmut, der iTunes ersten und einzigen Preiserhöhung Anfang des Jahres gefolgt war. So schlägt die Empörung über die Forderungen der Musiker in den amerikanischen Foren bereits hohe Wellen, "Verbrecherbande" und "gieriges Pack" sind noch die freundlicheren Bezeichnungen.

Das ist am Ende zwar ungerecht, aber eigentlich müsste der Kampf an anderer Stelle ausgetragen werden: nämlich an der Stelle in der Verwertungskette, an der sich Produzenten und Vertrieb um ihre Anteile streiten. Nicht jedoch beim Endkunden, und schon gar nicht bei seinem Recht, den Song Probe zu hören, bevor er ihn kauft.

 
Leser-Kommentare
    • Rodorn
    • 18.09.2009 um 15:28 Uhr

    sind absolut überflüssig, vlt. sollten die Künstler ihre Songs einfach selbst vermarkten, wenn sie das nicht können müssen sie damit leben das ihr Anteil kleiner ausfällt. Der Verbraucher wird sich wohl kaum weiter schröpfen lassen.

  1. dass die CD-Verkäufe sich aus den Plattenläden ins Netz und auf Downloads verlagert haben, steht zweifelsohne fest. Und das wiederum müsste als logische Konsequenz nach sich ziehen, dass die Künstler sich von den angestaubten, langsamen Labels lösen - erhöht den Anteil, den sie von den Erlösen abkriegen, und ermöglicht auch größere künstlerische Freiheit.
    Ich bin überzeugter Online-Musik-Käufer, - und habe keine Lust, mit mind. 0,99 EUR je Song einen Verwaltungsapparat durchzufüttern.

  2. sind zwei verschiedene Schuhe und haben nichts gemeinsam. Der eine ist der Kreative und der andere ist der Verwerter. => Überschrift des Artikels ist falsch!

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    Allerdings vertreten die Verwerter die Musiker. Vielleicht ist diese Vertretung nicht immer ganz Freiwillig, aber natürlich ist es gerade im Sinne der Verwerter ganz eindeutig so, dass sie die Künstler repräsentieren. Wenn man allerdings die Differenz von Zahlungen an die GEMA und Zahlungen an die Künstler von der GEMA betrachtet, kommen einem erhebliche Zweifel. Die Verwertungsgesellschaften müssen massiv schlanker gemacht werden. Im Moment sind sie wohl noch nötig, aber was sie an Geld schlucken, gleich einem schwarzen Loch.

    Allerdings vertreten die Verwerter die Musiker. Vielleicht ist diese Vertretung nicht immer ganz Freiwillig, aber natürlich ist es gerade im Sinne der Verwerter ganz eindeutig so, dass sie die Künstler repräsentieren. Wenn man allerdings die Differenz von Zahlungen an die GEMA und Zahlungen an die Künstler von der GEMA betrachtet, kommen einem erhebliche Zweifel. Die Verwertungsgesellschaften müssen massiv schlanker gemacht werden. Im Moment sind sie wohl noch nötig, aber was sie an Geld schlucken, gleich einem schwarzen Loch.

  3. 4.

    Allerdings vertreten die Verwerter die Musiker. Vielleicht ist diese Vertretung nicht immer ganz Freiwillig, aber natürlich ist es gerade im Sinne der Verwerter ganz eindeutig so, dass sie die Künstler repräsentieren. Wenn man allerdings die Differenz von Zahlungen an die GEMA und Zahlungen an die Künstler von der GEMA betrachtet, kommen einem erhebliche Zweifel. Die Verwertungsgesellschaften müssen massiv schlanker gemacht werden. Im Moment sind sie wohl noch nötig, aber was sie an Geld schlucken, gleich einem schwarzen Loch.

  4. Vielleicht gelingt es den Verwertungsgesellschaften ja irgendwann, den Kunden das Internet gründlich zu vergällen. Dann brechen die goldenen Zeiten wieder an. Vielleicht mal was Neues ausprobieren? Wie wäre es mit Kundenfreundlichkeit? Ich hätte gerne eine legale Möglichkeit, mir englische Filme im Internet auszuleihen. Fehlanzeige. Die Lösung: Ich muss mit dem Auto in die Videothek fahren, dort bekomme ich aber mitgeteilt, dass ich den gewünschten Film nicht ausleihen kann, weil er bereits ausgeliehen wurde und daher ja nicht mehr da ist. Argh! Weil man daran gewöhnt ist, fällt einem die Absurdität des Ganzen gar nicht auf.

    Besonders hohe Einbußen hat die Musikindustrie übrigens durch Ohrwürmer zu verzeichnen. Statt wie es sich gehört im Laden (!) auf CD (!) gekauft zu werden, dudelt der Ohrwurm den ganzen Tag völlig umsonst im Kopf herum. Off-mind sieht das ganz anders aus, da streichen die Verwertungsgesellschaften ja auch Geld ein, wenn der Song im Radio gespielt wird. Diese Enteignung künstlerischen Eigentums in den Köpfen muss endlich ein Ende haben. Daher fordern Verbände künftig Gebühren für Ohrwürmer. Wer nicht zahlt, aber dabei erwischt wird, wie er illegal einen Ohrwurm vor sich hinsummt, bekommt sofort ein rotes Stoppschild auf den Mund gepappt. Zudem wird die Festplatte zwischen den Ohren von der Polizei konfisziert und so lange aufbewahrt, bis sie eine Möglichkeit gefunden hat, das in den Synapsen gespeicherte illegale Material sicherzustellen...

  5. "Musiker fordern mehr Geld von iTunes". So ein geschäftsschädigender Schwachsinn wie von den Verwertungsgesellschaften ASCAP und BMI gefordert fällt keinem Musiker ein, sondern nur den Volldeppen des mittleren und gehobenen Managements.

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