Die Menschen suchen nach belastbaren Informationen
Greenpeace in der Schweiz macht mit diesem Video auf die Ölkatastrophe aufmerksam
Wer sich das Ausmaß der Ölpest vor Augen führen will, für den gibt es gleich mehrere Seiten, die Karten anbieten, auf denen der Ölteppich zu sehen ist. Paul Rademacher, Entwickler bei Google Maps, bietet auf seiner Seite die Möglichkeit, den Ölteppich über verschiedene Orte zu legen . So wird deutlich, wie weit sich der sichtbare schwarze Teppich an der Wasseroberfläche bereits ausgebreitet hat. Ähnliches ist auf der Seite ifitwasmyhome.com ("wenn es mein Zuhause wäre") zu sehen . Menschen in den Küstenregionen können sich zudem mit der Applikation Oil Reporter austauschen. Auf dem iPhone und auf Smartphones mit dem Android-Betriebssystem sammelt die App Berichte, Fotos, Videos zur Ölpest, die von überall hochgeladen werden können.
Auf ifitwasmyhome.com kann man sich anschauen, welches Ausmaß die Ölpest im Vergleich zur Fläche Norddeutschlands hat
Die Fülle der Kampagnen und Informationen im Internet zeigen deutlich, dass die Menschen nach belastbaren Informationen zur Ölpest suchen. Sie wollen nicht auf die Informationen vertrauen, die BP über seine Nachrichtenkanäle verbreitet, weil es immer wieder berechtigte Zweifel an deren Wahrheitsgehalt gibt. So ist bis heute ungeklärt, wie viel Öl tatsächlich aus dem Leck in 1500 Metern Tiefe sprudelt. Verschiedene Wissenschaftler weisen seit Wochen darauf hin , dass die Zahlen die BP zur austretenden Ölmenge verbreitet, bei weitem nicht stimmen können.
Erst auf anhaltenden Druck von Forschern und Senatoren gelangten nun erste hochauflösende Videoaufnahmen vom Leck an die Öffentlichkeit. Mehrere US-Sender, darunter CNN, zeigten die Bilder, die deutlicher zeigen, wie stark das Öl derzeit sprudelt .
"Es ist offensichtlich, dass BP Spielchen mit uns spielt", sagte Ira Leifer der New York Times . Der Wissenschaftler von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara ist Mitglied einer von der US-Regierung eingesetzten Gruppe von Experten. Sie sollen berechnen, wie viel Öl wirklich austritt. Er ist zudem überzeugt, dass durch das Absägen des Rohrs, einer der letzten Aktionen von BP, die Fließrate deutlich gestiegen ist. "Wir sprechen hier nicht von einem Anstieg um 20 Prozent (wie zuvor von Behörden gewarnt wurde), sondern um ein Vielfaches mehr."
Auch Barack Obama kritisiert seit Tagen die Anstrengungen, die BP unternimmt. In einem Interview des TV-Senders NBC sagte der US-Präsident, er säße nicht einfach herum und spreche mit Experten, weil er sich in einem College-Seminar befände. "Wir reden mit diesen Leuten, weil sie am besten wissen, wen wir in den Hintern treten müssen." Dafür ist es nun höchste Zeit.
- Datum 09.06.2010 - 19:07 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 10
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








natürlich primär mal wohin die Mrd. an Profiten hingeschoben werden und warum davon beinahe nicht's in den Förderländern (speziell in der dritten Welt) übrigbleibt. Aber was noch wesentlicher ist, ist die Tatsache das es sich schleichend etabliert das gewisse Proteste in den Sozialen Netzwerken als eine Art Demokratieersatz angesehen werden und dies durch die Mediena uch noch gefördert wird. Es geht hier also darum der konstanten eliminierung Demokratischer Strukturen zu Gunsten einiger weniger regelbefreiter Individuen und damit auch Konzernen mehr oder weniger passiv hinzunehmen. Anstatt dessen verlagert sich die Demokratie angeblich in's Internet wo man am Ende doch nur Bittsteller ist und sich in grundsätzlich Regel- und Verpflichungsfreien Räumen orientiert. Das gleiche gilt grundsätzlich f Konsumentscheidungen welche die Unternehmen zu irgend welchen Handlungen zwingen sollen und mit diesem neuen Selbstverständis eine Art von Demokratie vorgeben wo eben keine mehr ist. Sozialen Bewegungen die sich aus dem Internet ergeben fehlt die konsequente Anbindung an vorhandene Demokratische System komplett. Dies könnte u.a. damit erbracht werden indem für jedes EU Land offizielle Portale aufgebaut werden (wie üblich in alle Sprachen übersetzt werden) in welchen Initiativen publiziert werden mit der gleichzeitigen Möglichkeit der Europaweiten aber mindestens Nationalen Stimmabgabe. Dies einhergehend mit für die Politik bindenden Massnahmen die in Gesetze gewandelt werden müssen.
Aufgrund eines Doppelpostings gelöscht. Die Redaktion/fk.
Vielen Dank fuer den spannenden Beitrag.
Gleich werde ich ein wenig durch den braunen Schlick surfen.
Aber Sie haben beim Ubersetzen auf der zweiten Seite leider den Witz des Greenpeace-Plakats kaputt gemacht, es fehlt naemlich ein "nicht" in der Satzmitte.
...in der Vergangenheit durch überzogene Reaktionen ein Glaubwürdigkeitsproblem eingehandelt hätten, könnten sie in dieser tatsächlichen Krise mehr bewegen und wären nicht so leicht als Spinner abzutun.
...Beispiele für ihre arrogante Aussage? Greanpeace ist eine unglaublich wichtige Organisation der wir alle viel zu verdanken haben.
Aufgeblasen, arrogant und bürokratisch dient sie den Interessen weniger Priviligierter. Das gutgläubige Zahlvolk finanziert mit ihren Beiträgen absurde Kampangnen und die Egotrips von Berufsumweltschützern.
Alles ist ähnelt der deutschen Parteienlandschaft mit ihren Wahlversprechen, der Postenschieberei, ihren von der Wirklichkeit abgekoppelten Berufspolitikern usw. usf.
...Beispiele für ihre arrogante Aussage? Greanpeace ist eine unglaublich wichtige Organisation der wir alle viel zu verdanken haben.
Aufgeblasen, arrogant und bürokratisch dient sie den Interessen weniger Priviligierter. Das gutgläubige Zahlvolk finanziert mit ihren Beiträgen absurde Kampangnen und die Egotrips von Berufsumweltschützern.
Alles ist ähnelt der deutschen Parteienlandschaft mit ihren Wahlversprechen, der Postenschieberei, ihren von der Wirklichkeit abgekoppelten Berufspolitikern usw. usf.
damit andere Dreckssäcke wie betreiber von Atomkraftwerken verstehen, dass Sicherheitslücken zugunsten von Profit auch ihre eigene finanzielle Existenz bedroht.
Ich finde die ganzena Aktionen prima und bin froh dass sich die meisten Menschen nicht von der Rethorik dieser Profiteure udn Umweltverpester sowie Massenmörder der Tiere beeindrucken lassen.
...Beispiele für ihre arrogante Aussage? Greanpeace ist eine unglaublich wichtige Organisation der wir alle viel zu verdanken haben.
Tatsächlich investiert BP jährlich an die10 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung im Bereich Photovoltaik. Für ihre Werbung veranschlagt BP im gleichen Zeitraum jedoch an die 200 Millionen.
Was BP an erneuerbaren Energien pro Tag erzeugt, ist weniger als o,1 % seiner Öl- und Gasproduktion.
Da kann man sehen, zu was eine gute Werbeagentur fähig ist.
... muss ich meinerseits zugeben, dass ich Greenpeace fuer eine fragwuerdige Organisation halte. Und zwar ganz klar wegen der Prioritaetensetzung. Waehrend in Afrika Menschen verhungern, investieren diese Leute mehrere Wochen Planung und Arbeit, nur um ein paar Huehner aus den Legestaetten zu befreien. Jetzt in der "Oelkrise" ist es natuerlich klar, dass die mitziehen, wenn auch meiner Meinung nach viel zu spaet, um Ernst genommen zu werden.
Desweiteren sind die Sicherheitsstandarts fuer das Betreiben von Atomkraftwerken in Deutschland sicher nicht zu Vergleichen mit dem Vorfall bei BP. Bevor jetzt wieder Tschernobyl herausgekramt wird, moechte ich darauf hinweisen, dass selbst in Tschernobyl nicht viel passiert waere, wenn die Russen nicht so geil nach waffenfaehigem Plutonium gewesen waeren und das Graphit weggelassen haetten. Dadurch wurde es sehr schwer beim Brand das Feuer zu loeschen, sodass sich die radioaktiv versuchte Rauchwolke ueber Europa ausbreiten konnte. Das einzig wirklich problematische bei Atomkraft ist die Entsorgung. Die erneuerbaren Energien sind momentan von dem Wirkungsgrad her ein Witz. Bevor ganz Deutschland nicht von Windkraftwerken zugepflastert wird, oder man wieder komplett auf Kohlekraft umsteigt wird der Atomausstieg noch ne Weile auf sich warten lassen. Und selbst da werden sich wohl mehr als 50% der Bevoelkerung beschweren.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren