Linux Mint Letzte Rettung für alte Rechner

Linux macht ein fünf Jahre altes Notebook wieder fit, das unter Windows dauernd abstürzte: Parallel installiert, gehen zudem kaum Funktionen verloren, wie ein Test zeigt.

Linux Mint eignet sich vor allem für Einsteiger, es basiert auf Ubuntu und kann von Windows aus von einer CD gestartet werden

Linux Mint eignet sich vor allem für Einsteiger, es basiert auf Ubuntu und kann von Windows aus von einer CD gestartet werden

Das Averatec-Notebook ist mittlerweile fünf Jahre alt und friert unter Windows XP ständig ein, freilich immer zum denkbar schlechtesten Moment. Für den produktiven Einsatz war dieser Computer nicht mehr zu gebrauchen – jedenfalls nicht mit dem Betriebssystem von Microsoft. Dass dieser Text entstehen konnte, ist der Windows-Alternative Linux zu verdanken – genauer gesagt dem Ableger Linux Mint .

Linux für Einsteiger

Linux Mint gehört zu den beliebtesten Distributionen des freien Betriebssystems. Es bietet vor allem für Linux-Einsteiger viele Vorteile. Dabei stammt es von dem ebenfalls sehr nutzerfreundlichen Ubuntu ab, das von dem südafrikanischen Unternehmer Mark Shuttleworth gesponsert wird. Der einfachste Weg zur Installation von Linux Mint führt über die Heft-CD eines Computermagazins. 

Installation aus dem Netz

Erfahrene Computernutzer können aber auch von der Mint-Webseite die Iso-Dateien zum Erstellen einer Installations-CD herunterladen, um diese mit einem Brennprogramm wie Nero auf einen Rohling zu schreiben. Wichtig für die einfache Form der Installation ist, dass die CD unter Windows eingelegt wird, um dann die Datei mint4win.exe auszuführen.

Es gab viele Gründe, das Alt-Notebook nicht in den Elektroschrott zu geben. Der Rechner ist klein (Zwölf-Zoll-Monitor) und leicht (knapp zwei Kilogramm). Mit 1,6 Gigahertz ist er nicht viel langsamer als ein aktuelles Netbook. Dass am Ende Linux Mint installiert wurde, ist kein Zufall. Während die Installation des beliebten OpenSuse 11.3 auf einem Standard-Desktop-PC genauso einwandfrei funktionierte wie das Aufspielen des ebenfalls sehr weit verbreiteten Ubuntu 10.4, gelang dies auf dem Notebook nur mit unbefriedigenden Ergebnissen. So war es nicht möglich, die Notebook-Grafikkarte und den Wlan-Funkstick richtig einzubinden.

Anzeige

Bevor der Weg jedoch zu Linux Mint führte, wurde die besonders für ältere und somit weniger leistungsfähige Computer interessante Version Puppy Linux ausprobiert. Der englische Begriff Puppy steht für Welpen. Beim Welpen-Linux handelt es sich um eine abgespeckte Linux-Variante, die komplett von einer CD-Rom oder einem USB-Stick geladen werden kann. Für den Betrieb auf einem älteren Rechner kann sie aber auch mit einer sehr einfachen Installation auf den Windows-Computer („frugale Installation“) kopiert werden. Am Microsoft-Betriebssystem selbst wird nichts Wesentliches verändert. Vielmehr werden Windows zwei Ordner hinzugefügt. Einer enthält die für den Welpen-Betrieb notwendigen Dateien. Im anderen Ordner befindet sich ein Programm, um beim Booten zwischen den beiden Systemen zu wählen. Die detaillierten Anweisungen stehen auf der Puppy-Linux-Webseite.

Das einfache Installations-Prinzip funktioniert auch mit ausgewachsenen Linux-Distributionen wie Mint-Linux. Dabei bleibt das gewohnte Windows XP installiert, an der Festplatte oder den Partitionen muss nichts verändert werden. Linux Mint wird vielmehr wie ein zusätzliches Programm aufgespielt – direkt von Windows aus – und beim nächsten Systemstart kann nun zwischen Windows und Linux gewählt werden. Sämtliche Dateien wie Dokumente, Bilder, Musik, Videos bleiben am ursprünglichen Ort, können aber auch unter Linux genutzt werden.

Zu den Besonderheiten von Linux Mint gehört, dass es den Wettbewerb mit Windows recht undogmatisch angeht. Weil für viele Wlan-Sticks keine Linux-Treiber existieren, wurde eine Schnittstelle geschaffen, um die Windows-Treiber zu nutzen. Das klappt erstaunlich gut. Selbst Dual-Band-Sticks wie der AVM Wlan Stick N werden ohne Komplikationen eingebunden.

Leser-Kommentare
  1. ...ich glaube das ist ein etwas schlecht recherchierter Webe Artikel.

    Ja, Linux hat sicherlich für manche Leute Vorteile - aber darum geht es mir nicht.

    Zum ersten, die Taktrate - 1,6GHz - mein Coe2Duo kann auch mit 1,6GHz laufen - das macht er im Energiesparmodus - ist er langsam - nein - es gibt mehr als nur die Taktrate bei Prozessoren - die tatsächliche Rechenleistung eines Pentium M (5 Jahre alt) mit 1,6GHz war etwa 4 mal so hoch wie die der ersten Atoms mit der gleichen Taktrate.

    Der nächste Punkt - das Notebook stürzt ständig ab - vermutlich liegt hier ein Hardwareproblem vor - es mag auf Linux laufen - aber früher oder später wäre ein Ausfall zu erwarten.

    Linux sollte man nicht als Allheilmittel für alte Computer ansehen - es kann funktionieren - aber wenn ein Computer auf Windows nicht mehr funktioniert wird er irgendwann auch auf Linux ausfallen.

    In dem Sinne - auf unserem ersten Notebook (um 2002) fiel zuerst das Microsoft Betriebssystem aus - später dann auch Linux (dual boot) - interessanterweise lief XP....

  2. Es sollte sich herumgesprochen haben, dass Rechner nicht langsamer werden, weil die Hardware altert. Okay, wenn die Festplatte wegen Lagerschadens nur 50% der Solldrehzahl erreicht, lassen wir jetzt mal außen vor.

    Jetzt will ich es aber wissen: Sichern Sie bitte die Nutzerdaten und schmeißen Sie dann mal bitte das ganze Betriebssystem-Geraffel herunter. Anschließend bitte eine saubere XP-Installation durchführen, am besten nach einem Format C:\.

    Wetten, dass das Notebook dann wieder rennt wie am ersten Tag?

    Bevor sie dann die Maschine wieder mit den Userdaten einrichten, sollte diese allen möglichen Diagnosen und Stress-Tests unterzogen werden, um heraus zu finden, ob dieses sporadische Einfrieren nicht doch an "angeknackster" Hardware liegt.

    Es hilft ja auch nicht, wenn man ein böses Hautgeschwür mit Plastikpelle überklebt. Ein "krankes" Windows mit einer Betriebssystemprothese zu übertünchen hilft da genau so wenig.

    Frohes Gelingen!

    • cvnde
    • 08.10.2010 um 12:33 Uhr

    ... es werden immer mehr Gadget und Tools auf ein Betriebssystem zugepackt.

    Dadurch wird der Standardboot immer größer.

    Das stärker zu modularisieren das kann man mit Linux besser und darum frißt es keine Leistung.

    Leuder fangen auch OSS-Browser damit an sinnlos Leistung zu fressen, Plug-in container und andere Spielerchen.

  3. Die Grundaussage des Artikels, "Nur mit Linux kann man den Laptop noch weiter sinnvoll benutzen.", ist Unsinn.

    Entweder liegt ein Softwareproblem vor, dann reicht auch eine Windows-Neuinstallation. Oder das Notebook hat ein Hardware-problem, dann hilft aber auch eine Linux-Installation nicht weiter.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie vergessen, dass eine Windows XP Installation und eine Windows XP Service Pack 3 + Virenschutz Installation nicht dasselbe sind. Da reicht auch eine Neuinstallation manchmal nicht mehr. Nach meiner Erfahrung ist die Festplatte oft der Flaschenhals bei XP. Ein aktuelles XP mit Virenschutz braucht bei einer alten 80 GB Notebookfestplatte schon 3-5 Minuten zum hochfahren. Und läuft dann lahm weiter. Linux scheint (ganz allgemein) die Festplatte beim booten nicht so lange zu beanspruchen wie Windows XP.

    Sie vergessen, dass eine Windows XP Installation und eine Windows XP Service Pack 3 + Virenschutz Installation nicht dasselbe sind. Da reicht auch eine Neuinstallation manchmal nicht mehr. Nach meiner Erfahrung ist die Festplatte oft der Flaschenhals bei XP. Ein aktuelles XP mit Virenschutz braucht bei einer alten 80 GB Notebookfestplatte schon 3-5 Minuten zum hochfahren. Und läuft dann lahm weiter. Linux scheint (ganz allgemein) die Festplatte beim booten nicht so lange zu beanspruchen wie Windows XP.

  4. Es ist genauso wie Sie das schreiben! Im Laufe der Jahre sammelt sich z.B. in der Registry-Datei soviel Müll an, der das gesamte OS einfach ausbremst. Immer natürlich vorausgesetzt die Hardware ist noch in Ordnung. Ich habe einem guten Freund die Vorgehensweise, so wie Sie die hier beschreiben, empfohlen. Er hat das dann auch nach langem Zögern endlich gemacht. Und siehe da: Heute läuft sein 8 Jahre alter Desktop-PC von Aldi praktisch wieder so wie am ersten Tag. Da brauche ich keinen Umweg über irgendwelche Linux-Wiederherstellungen.

    Im übrigen würde ich allen, die auf dauerhafte, zuverlässige, stabile und halbwegs wertstabile Systeme Wert legen, einen Umstieg auf Apple Produkte empfehlen. Die sind vielleicht in der Anschaffung etwas teurer, aber diesen ganzen Zeitaufwand für Wartung und Instandhaltung, Neuinstallation usw. kann ich mir da sparen.
    Und bitte jetzt: Linux ist nach wie vor, weder im Desktop- noch im Notebook-Bereich, eine Alternative!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Zack34
    • 08.10.2010 um 16:01 Uhr

    ... und ist eine OpenSource-Software. Wer ihn von der Neuinstallation her regelmäßig updatet und damit das System bereinigt, der erfreut sich
    eines längeren OS-Lebens ohne lässtige Neuinstallation in zweijahres-rhytmus..

    • Zack34
    • 08.10.2010 um 16:01 Uhr

    ... und ist eine OpenSource-Software. Wer ihn von der Neuinstallation her regelmäßig updatet und damit das System bereinigt, der erfreut sich
    eines längeren OS-Lebens ohne lässtige Neuinstallation in zweijahres-rhytmus..

  5. Die Vorposter haben es ja schon geschrieben: eine XP-Neuinstallation machen, dann ist das Gerät wieder genauso schnell wie früher. Ich hab sogar mal testweise Win7 auf meinem alten Notebook installiert, das lief auch ganz vernünftig.
    Was viel bringen kann ist, wenn man die Festplatte austauscht. Ich habe z.B. meine alte 40GB IDE-Platte gegen eine 250 GB ausgetauscht - das (!) war eine Leistungsbeschleunigung, wie ich sie nicht erwartet hatte. Vom fehlenden Festplattenlärm ganz zu schweigen...

    Damit möchte ich aber nicht als jemand gelten, der Linux ablehnt. Generell bin ich sogar sehr für Linux-Systeme. Da ich aber viel mit industrieller Hardware zu tun habe, für die es grade mal Win-Treiber gibt (aber oftmals immer noch nicht in 64bit-Versionen) und nur in Ausnahmefällen mal für Linux, und mein PDA sich unter Linux nicht vernünftig synchronisieren lassen will (jedenfalls, als ich es das letzte mal vor ca. 2 Jahren getestet habe), werde ich beim nächsten Smartphone darauf achten, dass es auch Linux-Unterstützung gibt.

    • gquell
    • 08.10.2010 um 13:34 Uhr

    In unserem Unternehmen sind alle Firmenrechner grundsätzlich mit UNIX-Betriebsystemen ausgestattet, z.B. Linux, OpenSolaris, OpenBSD. Die Vorteile, wie deutliche geringere Anfälligkeit für Viren, Würmer, Trojaner, Wahlfreiheit der graphischen Oberfläche und ein riesiges, kostenloses Programmangebot, geben uns keinen Grund, auf teure properitäre Betriebssysteme zu wechseln.

    Wir haben die Erfahrung gemacht, daß gerade ältere Systeme mit Linux deutlich besser zurechtkommen, da die Hardware-Anforderungen niederiger sind. Unsere Firewall beispielsweise läuft auf einem mehr als 8 Jahre altem Dual-Prozessor-System mit 600MB-Ram und 2x18GByte SCSCI-Platten. Dieser Rechner ist inzwischen wirklich in die Jahre gekommen, läuft aber immer noch ohne Problem, die aktuelle Uptime beträgt heute 450 Tage.

    Unsere neuen Rechner mit Multicore-Prozessoren laufen auch ohne Probleme. Patchdays, Virenscanner, o.ä. sind unbekannt. Abstürze oder Systemverlangsamungen haben wir nicht festgestellt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie haben seit 450 Tagen den selben Kernel im Einsatz? Ohne ein Update (Patch) auf eine aktuelle bzw. fehlerbereinigte Version? Wenn das mal so schlau ist.
    Linux ist in der Tat eine tolle Sache. Durch die strikte Trennung von Kernel- und Userspace auch unglaublich stabil (nur Minix mit seinem Microkernel ist stabiler). Aber auch der Linux-Kernel hat Fehler. Häufig nur mit DOS-Angriffen zu nutzen, selten sind es Buffer Overflows, durch die jemand tatsächlich einbrechen kann. Und doch: einen Bugfix sollte man auch unter Linux einspielen und (durch reboot) in Betreib nehmen. Die reine Uptime sagt wenig aus (was ist mit einem Rechner der zwar läuft, aber nicht benutzt wird?), beherbergt jedoch ein Risiko.
    PS: Inzwischen lassen sich Teile des Kernels im laufden Betrieb patchen, allerdings nutzen die Distributionen diese Möglichkeit noch nicht.

    Sie haben seit 450 Tagen den selben Kernel im Einsatz? Ohne ein Update (Patch) auf eine aktuelle bzw. fehlerbereinigte Version? Wenn das mal so schlau ist.
    Linux ist in der Tat eine tolle Sache. Durch die strikte Trennung von Kernel- und Userspace auch unglaublich stabil (nur Minix mit seinem Microkernel ist stabiler). Aber auch der Linux-Kernel hat Fehler. Häufig nur mit DOS-Angriffen zu nutzen, selten sind es Buffer Overflows, durch die jemand tatsächlich einbrechen kann. Und doch: einen Bugfix sollte man auch unter Linux einspielen und (durch reboot) in Betreib nehmen. Die reine Uptime sagt wenig aus (was ist mit einem Rechner der zwar läuft, aber nicht benutzt wird?), beherbergt jedoch ein Risiko.
    PS: Inzwischen lassen sich Teile des Kernels im laufden Betrieb patchen, allerdings nutzen die Distributionen diese Möglichkeit noch nicht.

  6. Mittlerweile sind die gängigen Distributionen sehr benutzerfreundlich. Selbst unerfahren User kommen mit Ubuntu, Linux Mint, OpenSuse etc nach kurzer Eingewöhnungszeit zurecht.

    Keine Viren, der Rechner läuft merklich schneller (das bleibt auch so über die Jahre), keine Abstürze, höherer Komfort bei fast allen Anwendungen etc. Auch optisch hat Linux aufgeholt und sieht häufig besser aus als Windows: http://tiny.cc/uu4py

    Jeder der etwas anderes behauptet hat es entweder noch nicht versucht oder ist ignorant.

    Nachteil ganz klar wie auch im Artikel beschrieben: Viele Windows Spiele laufen nicht und native Windows Software wie zB die Nokia Suite werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht installierbar sein. Dennoch: Es gibt reichlich Ersatz der häufig ähnlich gut ist

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich benutze seit Monaten privat nur Linux, um ihm eine Chance zu geben; wirklich glücklich bin ich nicht damit.

    Ist nicht schneller, bei allem graphischen Kram aufgrund der miesen Treiber sowieso nicht. Viel an Hardware wird nur rudimentär unterstützt; die zig praktischen Extratasten der Tastatur nur zum Teil. Multimonitorbetrieb mit verschiedenen großen Monitoren ist ein Witz - es wird nur die Bounding Box genommen statt ein nicht-rechteckiger Desktop. Diverse Software stürzt ab. Merkwürdigkeiten passieren (warum ist nach dem Start plötzlich immer das US-Tastaturlayout ausgewählt??). Bugs gibt es auch bei Linuxsoftware. Qualitätskontrolle und Dokumentation sind grottig. Druckertreiber (die etwas mehr als nur "Drucken" unterstützen - das Ding ist ein Epson-Multifunktionsgerät) gabs auf einer obskuren japanischen Seite (mal sehen, wie lange noch).

    Und was kann ich dafür mehr mit meinem Rechner machen? Nix.

    Kosten / Nutzen: Negativ. Selbst, wenn man eine Windows-Lizenz kaufen müsste (die man praktisch aber zu jedem Rechner dazubekommt), lohnt sich der Stress eigentlich nicht.

    Ich versuche es seit Jahren immer mal wieder ausschließlich mit freier Software. Bisher bin ich jedesmal nach einigen Monaten wieder zu Windows zurückgekehrt.

    Am meisten nervt an Linux allerdings die Community. Die ganzen Lügner, die den Kram in den Himmel loben, Probleme kleinreden und jeden von ihrer Mission überzeugen wollen. Äußerst unangenehme Klientel.

    Moin,
    mit wine (http://www.winehq.org/) lassen sich viele Windows-Programme auch unter Linux starten. Natürlich gibt es unter Linux Textverarbeitungen, Mailprogramm, Compiler und professionelle Bildbearbeitungsprogramme. Aber wer aus welchen Gründen auch immer auf Outlook, die MFC und Paintshop bzw. Coral Draw angewiesen ist kann diese Anwendungen eben mit Hilfe von wine auch unter Linux starten. Ich persönlich nutze eine spezielle Voice-Over-IP Software damit, ausserdem Programme zur Analyse von Audiodaten. Fazit: vieles läuft.

    Worauf sich wine jedoch konzentriert: Spiele. Egal ob mit oder ohne Sound, mit oder ohne Netzwerk, Direct X oder ein anderer Zugriff auf Hardwareressourcen: Schauen Sie in die Auflistung der lauffähigen Programme: http://appdb.winehq.org/

    Ich benutze seit Monaten privat nur Linux, um ihm eine Chance zu geben; wirklich glücklich bin ich nicht damit.

    Ist nicht schneller, bei allem graphischen Kram aufgrund der miesen Treiber sowieso nicht. Viel an Hardware wird nur rudimentär unterstützt; die zig praktischen Extratasten der Tastatur nur zum Teil. Multimonitorbetrieb mit verschiedenen großen Monitoren ist ein Witz - es wird nur die Bounding Box genommen statt ein nicht-rechteckiger Desktop. Diverse Software stürzt ab. Merkwürdigkeiten passieren (warum ist nach dem Start plötzlich immer das US-Tastaturlayout ausgewählt??). Bugs gibt es auch bei Linuxsoftware. Qualitätskontrolle und Dokumentation sind grottig. Druckertreiber (die etwas mehr als nur "Drucken" unterstützen - das Ding ist ein Epson-Multifunktionsgerät) gabs auf einer obskuren japanischen Seite (mal sehen, wie lange noch).

    Und was kann ich dafür mehr mit meinem Rechner machen? Nix.

    Kosten / Nutzen: Negativ. Selbst, wenn man eine Windows-Lizenz kaufen müsste (die man praktisch aber zu jedem Rechner dazubekommt), lohnt sich der Stress eigentlich nicht.

    Ich versuche es seit Jahren immer mal wieder ausschließlich mit freier Software. Bisher bin ich jedesmal nach einigen Monaten wieder zu Windows zurückgekehrt.

    Am meisten nervt an Linux allerdings die Community. Die ganzen Lügner, die den Kram in den Himmel loben, Probleme kleinreden und jeden von ihrer Mission überzeugen wollen. Äußerst unangenehme Klientel.

    Moin,
    mit wine (http://www.winehq.org/) lassen sich viele Windows-Programme auch unter Linux starten. Natürlich gibt es unter Linux Textverarbeitungen, Mailprogramm, Compiler und professionelle Bildbearbeitungsprogramme. Aber wer aus welchen Gründen auch immer auf Outlook, die MFC und Paintshop bzw. Coral Draw angewiesen ist kann diese Anwendungen eben mit Hilfe von wine auch unter Linux starten. Ich persönlich nutze eine spezielle Voice-Over-IP Software damit, ausserdem Programme zur Analyse von Audiodaten. Fazit: vieles läuft.

    Worauf sich wine jedoch konzentriert: Spiele. Egal ob mit oder ohne Sound, mit oder ohne Netzwerk, Direct X oder ein anderer Zugriff auf Hardwareressourcen: Schauen Sie in die Auflistung der lauffähigen Programme: http://appdb.winehq.org/

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service