Tablet-PCs Motorola macht Xoom
Motorolas Tablet-PC ist etwas klobiger als das iPad und kennt weniger Beschränkungen. Wer die Android-Software benutzt, braucht allerdings ein Google-Konto.
© Josep Lago/AFP/Getty Images

Das neue Tablet "Xoom" von Motorola wurde auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona vorgestellt
Es ist kaum zu glauben, aber der Tablet-Computer Xoom von Motorola kommt mit noch weniger Knöpfen aus als Apples iPad. Auf der Frontseite befindet sich kein einziger Hardware-Button, den Schalter zum Ein- und Ausschalten haben die Entwickler auf die Rückseite verbannt. In der Praxis vermisst man den physischen Home-Button aber zu keiner Zeit. Das Xoom ist der erste Tablet-Computer mit dem speziell für tastaturlose Flach-PCs entwickelten Betriebssystem Android Honeycomb. Und dazu gehört eine einheitliche Navigation am unteren Bildschirmrand, sodass man jederzeit zum Startbildschirm, zur letzten aufgerufenen Seite oder zur Liste der geöffneten Programme gelangen kann. Mehr braucht es nicht.
Von der Ausstattung hinterlässt das Xoom ein uneinheitliches Bild. Der schnelle Doppelkernprozessor, die Fünf-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht auf der Rückseite und zwei Lautsprecher stehen klar auf der Habenseite. Die Auflösung des Zehn-Zoll-Displays im filmtauglichen 16:10-Format ist mit 1280 X 800 Pixeln sogar deutlich höher als beim iPad. Trotz der besseren Hardware-Werte dauert es im Vergleich zum Apple-Tablet immer eine Spur länger, bis zum Beispiel eine Internetseite komplett dargestellt wird. Auch sonst arbeitet das iPad gefühlt etwas flüssiger. Mit einem Gewicht von 730 Gramm ist das Xoom allerdings nur im Vergleich mit dem ersten iPad konkurrenzfähig, das iPad 2 bringt über hundert Gramm weniger auf die Waage.
Trotz dieser Einschränkungen ist das Xoom ein ernst zu nehmender Herausforderer. Viele Beschränkungen, die Apple dem iPad auferlegt hat, kennt das Motorola-Gerät nicht. Das fängt mit der Unterstützung von Adobe Flash an. Internetseiten mit leeren Multimedia-Inhalten gibt es darum nicht. Und anders als beim iPad besteht kein Zwang zur Verwaltung von Fotos, Musik und Videos ein Programm wie iTunes einzusetzen. Unter Windows reicht der Media Player zur Verwaltung der Inhalte aus, auch andere Software kann eingesetzt werden. Vor allem aber verfügt das Xoom über einen USB-Anschluss und einen SD-Kartenslot, sodass unterwegs Fotos oder Filme direkt betrachtet werden können. Videos im weit verbreiteten MPEG-Format können zwar nicht mit dem Hardware-Codec wiedergegeben werden. Ab Werk wird nur das Format MP4 unterstützt. Aber im Android Market finden sich verschiedene, auch kostenlose Apps. Mit dem „Vitalplayer“ stellen auch MPEG-Videos oder Videos von Youtube kein Problem dar. Um allerdings alle Funktionen des Programms nutzen zu können, muss die kostenpflichtige Version aus dem App-Shop gekauft werden.
Ein leichtes Unbehagen löst beim Xoom wie bei allen Mobilgeräten mit dem Google-Betriebssystem Android die enge Verbindung mit den Diensten des Internet-Giganten aus. Ohne Google-Konto geht nichts. Mails, Termine, Kontakte, die Logins zu Google News, zu Youtube und zu anderen Diensten sind fest damit verbunden. Und da das Xoom auch über eine GPS-Navigation verfügt, können zudem Positionsdaten ermittelt werden. Es braucht schon einiges an Vertrauen, dass Google mit diesen Daten sorgsam umgeht und sie besser schützt als einige große Elektronikkonzerne. Kurt Sagatz
Das Xoom wird zurzeit ausschließlich von T-Mobile angeboten. Ohne Vertrag kostet das Tablet 700 Euro, mit einem Zweijahresvertrag Complete Mobile L (monatlich rund 60 Euro) sinkt der Preis auf 300 Euro. Eine Dockingstation (50 Euro) und eine Bluetooth-Tastatur (90 Euro) gibt es als Zubehör. Eine Variante nur mit Wlan folgt, dann allerdings nicht bei der Telekom.
- Datum 06.05.2011 - 10:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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...das diese Dinge über Xoom schon lange bekannt sind...
"in leichtes Unbehagen löst beim Xoom wie bei allen Mobilgeräten mit dem Google-Betriebssystem Android die enge Verbindung mit den Diensten des Internet-Giganten aus. Ohne Google-Konto geht nichts. Mails, Termine, Kontakte, die Logins zu Google News, zu Youtube und zu anderen Diensten sind fest damit verbunden. Und da das Xoom auch über eine GPS-Navigation verfügt, können zudem Positionsdaten ermittelt werden. "
Soweit ich weiß gibt es auch Plattformen, bei denen man Apps kaufen kann, bei denen man kein Konto bei Google braucht. Zudem ist es auch eine Frage, ob man nur das Konto bei Google hat oder ob man auch alle Dineste wirklich nunst - das liegt an einem selber, ich z.B. benutze sie nicht.
Positionsdaten: Bei der Einrichtung von Android wird man zumindest gefragt ob man dies möchte und kann diese Entscheidung auch jederzeit ändern. Zudem bekommen man bei jedem App bei der Installation angezeigt worauf diese Zugriff haben möchten. Für mich zumindest einen ticken das bessere Gefühl.
Ach ja, und einen Account brauche ich bei Apple auch.
Was ich nur vermisst habe ist die Tatsache, dass sich das Gerät nicht über USB aufladen lässt, man muss also überall das Netzteil dabei haben...
Oder Micro-SD?
Kleines Teil, großer Unterschied.
...gibt es denn noch außer der Größe?
...gibt es denn noch außer der Größe?
...gibt es denn noch außer der Größe?
Das iPad arbeitet deswegen "gefühlt" etwas flüssiger, weil die Hardware-Werte - anders als im Artikel suggeriert - eben nicht durchgehend schlechter sind. Denn gerade der Prozessor des iPads ist deutlich leistungesfähiger als der des Xooms:
http://www.anandtech.com/...
Wenn also unbedingt ein Vergleich der beiden angestellt werden muss, dann auch richtig ;)
"Videos im weit verbreiteten MPEG-Format können zwar nicht mit dem Hardware-Codec wiedergegeben werden. Ab Werk wird nur das Format MP4 unterstützt. Aber im Android Market finden sich verschiedene, auch kostenlose Apps. Mit dem „Vitalplayer“ stellen auch MPEG-Videos oder Videos von Youtube kein Problem dar."
Spätestens hier ist klar, dass der Autor keine Ahnung hat und nicht recherchieren wollte und auch nicht in der Lage ist, eindeutig zu formulieren. Das Xoom kann "das MPEG-Format" nicht in Hardware wiedergeben, aber MP4 schon. Dabei ist MP4 ein Container und der kann enthalten:
Video: MPEG-4 (Part 2, Part 10 (AVC/H.264)), MPEG-2 und MPEG-1
Audio: AAC, MP3, MP2, MP1
Soso. Die Xoom-Hardware macht also MPEG nicht, kann dafür also MPEG. Klasse, danke für die Information!
Qualitätsjournalismus.
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