Internetkriminalität Adidas nimmt Websites nach Hackerangriff vom Netz

Seit drei Tagen ist die Internetpräsenz von Adidas wegen eines Hackerangriffs nicht zu erreichen. Wann die Seite wieder online geht, ist laut einer Sprecherin unklar.

Mehrere Internetseiten des Sportartikel-Herstellers Adidas sind seit Freitag wegen eines Hackerangriffs nicht mehr erreichbar. Das Unternehmen wolle mit der Maßnahme die Daten der Besucher schützen, berichtete die Financial Times Deutschland unter Berufung auf eine Firmensprecherin.

Auch auf die Internetpräsenz des Tochterunternehmens Reebok können User nicht zugreifen. Auf der Seite adidas.com verweist eine Fehlermeldung in Englisch auf "technische Probleme", die dazu führten, dass die Webseite vorübergehend nicht erreichbar sei. In einer anderen Fehlermeldung ist von "Kommunikationsfehlern" die Rede; der Server sei möglicherweise überlastet.

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Die amerikanische Shop-Seite von Adidas ist weiterhin erreichbar. Laut der Financial Times Deutschland läuft diese Seite über einen anderen Zentralrechner und ist daher nicht von dem Hacker-Angriff betroffen. Online-Kunden aus anderen Ländern sollen im Rahmen einer Rabattaktion entschädigt werden.

Eine Sprecherin sagte der Zeitung, es könne noch nicht gesagt werden, wann die Internetseiten wieder online gehen. Das Unternehmen arbeite aber "24 Stunden" an dem Problem.

Am vergangenen Donnerstag hatte Vorstandschef Herbert Hainer seinen Konzern noch dafür gerühmt, dass er inzwischen sehr gut im Internet vernetzt sei. Es gebe allein 20 Millionen Fans über Facebook, 15 Millionen Mal seien Adidas-Werbespots bei YouTube angeklickt worden. Dies habe wesentlich zur guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten beigetragen.

 
Leser-Kommentare
  1. Der Cracker-Trend geht also weiter - ich vermisse die Zeiten, in denen man noch viel Talent und Zeit investieren musste, sich mit der Materie beschäftigen musste, und erstmal ordentlich Programmieren lernen musste, als Hacker noch intelligent und faszinierend waren. Heute lädt sich jeder Depp die neusten Clients runter, in 2 Minute ist über Google alles gefunden, und keiner interessiert sich mehr für die Technik die überhaupt dahinter steckt.

    Viele von diesen sog. "Script-Kiddies" sollten sich mal das Hacker-Manifest von Loyd Blankenship durchlesen und ein bisschen etwas über Ethik lernen! (Auch, wenn Adidas vllt. auch noch etwas über Ethik lernen muss)

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