Mountain Lion : Apple stellt neues Mac-Betriebssystem vor

Nur acht Monate nach dem Start von Lion hat Apple eine neue Version von Mac OS X angekündigt. Bereits im Sommer soll Mountain Lion auf den Markt kommen.

Apple wird zum Sommer überraschend mit einer neuen Version seines Betriebssystems OS X auf den Markt gehen. Knapp acht Monate nach der Veröffentlichung seines Systems OS X Lion kündigte Apple-Chef Tim Cook die Nachfolgeversion OS X Mountain Lion an. Apple tritt damit in direkte Konkurrenz zu Microsoft . Der Software-Konzern wird voraussichtlich im Herbst sein neues System Windows 8 auf den Markt bringen.

Apple übernimmt bei seinem neuen Mac-System etliche Anwendungen und Funktionalitäten aus seinem Mobilsystem iOS, das auf dem iPhone und iPad eingesetzt wird. Vor allem verstärkt Apple mit Mountain Lion aber die Anbindung des Rechners an den hauseigenen Online-Dienst iCloud .

So können Mac-Anwender künftig ohne Extra-Programme oder Erweiterungen ihre Dokumente in der iCloud speichern und mit ihren Mobilgeräten synchronisieren. Diese Funktion findet man zunächst in Programmen von Apple wie Pages (Textverarbeitung) oder Numbers (Tabellenkalkulation). Über eine Schnittstelle können aber auch andere Software-Hersteller auf die iCloud-Funktion zugreifen. 



In sein neues System integriert Apple auch den Kurzmitteilungsdienst Twitter, so dass Nutzer beispielsweise aus einem Fotobearbeitungsprogramm direkt Bilder an Twitter senden können.

Unter dem Begriff Gatekeeper (Torwächter) führt Apple ein abgestuftes Sicherheitskonzept ein, um die Infizierung von Macintosh-Rechnern mit Schadsoftware zu unterbinden.

Das Unternehmen kündigte an, eine Vorversion des System noch am Donnerstag für Software-Entwickler zum Download bereitzustellen. Die endgültige Version von OS X 10.8 Mountain Lion wird dann "im Sommer 2012" über dem Mac App Store von Apple online vertrieben. Zum Preis des neuen Systems machte Apple keine Angaben. Das letzte Upgrade auf die zurzeit aktuelle Version Lion hatte 24 Euro gekostet.

Eine Reihe von Verbesserungen in OS X Mountain Lion für chinesische Anwender sollen Apple in China Auftrieb geben. So hat Apple die Texteingabe der beiden Chinesisch-Varianten (traditionell und vereinfacht) komplett überarbeitet und nach eigenen Angaben signifikant verbessert. Außerdem wurde das System für die Zusammenarbeit mit lokalen Internet-Diensten wie Baidu (Suche), Sina Weibo (Kurzmitteilungsdienst ähnlich wie Twitter), die Video-Portale Youku und Tudou sowie die E-Mail-Dienste QQ, 126 und 163 optimiert.

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Kommentare

20 Kommentare Kommentieren

Ich wette in diesem Post wird nicht viel sachliches stehen sondern einige Hasspamphlete gegen Apple, Ausbeutung und über die "dämliche" Hörigkeit von Applejüngern. Das vorneweg.

Ich denke, dass Apple sich dieses Update erneut rund 20 Euro kosten lassen wird und dafür die tiefere Integration von Diensten stattfindet, welche auch schon bei iOS stattgefunden hat. Ebenfalls erwarte ich eine bessere Verzahnung zwischen iOS Geräten und den Macs. Interessant wird, wenn Apple endlich den iMessagservice auch auf den MAC bringt. Dann dürfte man fast endgültig das Ende der SMS einläuten. Arme Vodafons, 02s und Telekoms.

Apples Vor- und Nachteile

Apple ist berühmt für seine Benutzerfreundlichkeit, und das sei der Firma und ihren Nutzern gegönnt. Und das Design -- ich könnte allein schon die Verpackungen jedesmal küssen.

Dieses nahtlose Zusammenarbeiten von Programmen und Diensten zahlt der Nutzer aber mit einer immer größeren Abhängigkeit von Apples anderen Diensten. Apples Schöne Neue Welt, sozusagen. Dagegen ist Windows, das System vom einstigen Monopolisten und Marktmachtmissbracher Microsoft, geradezu ein Beispiel für Offenheit, Freiheit und Anarchie. Wie sich die Zeiten ändern...

Keine wirkliche Alternative zu Windows

Abhängigkeiten sind ein gutes Stichwort, denn es fängt bei Mac - OS schon mit der Hardware an. Apple tut alles dafür, auf das niemand ernsthaft auf die Idee kommt, dieses Betriebssystem auf Hardware zu installieren, die nicht von Apple stammt. Insofern ist es eine Insellösung, mit der Apple aber bislang gut leben kann.
Neben der sehr breiten Basis unterstützter Hardware liegt die eigentliche Stärke von Windows mehr in jenen Konzepten, die Microsoft entwickelt hat, um große Mengen an PCs zentral zu Verwalten.
Dennoch wenn Apple mal über eine andere Lizenzpolitik nachdenken würde....

mit Windows 8 ändert sich einiges

Jene Abhängigkeiten, welche Sie kritisieren, werden sie auch beim kommenden Windows 8 finden, zumindest auf der ARM Variante. Apps nur über MS (ohne opt-out wie bei OSX 10.8), engere Verzahnung mit Skydrive, Verknüpfung mit Xbox-Live ID (was Pendant zur Apple ID wird) u.v.m.. Die Ironie ist nur, das OSX Mountain Lion vermutlich mehr Desktop-Betriebssystem ist als Windows 8 mit Metro-Pflicht.

bitte informieren sie sich

apple hat mit dem einstampfen ihrer PowerPC-architektur das os für andere hardware geöffnet. Es ist richtig, dass macOS noch nicht auf allen(!) hardwarekonfigurationen läuft. Aber: MacOS kann man mittlerweile im einzelhandel kaufen und es auf gängige windows-pcs installieren, ohne größere probleme haben. So auf Desktop-PCs von mediamarkt oder auch auf netbooks. Selbst probiert - funktioniert!

Die MacBooks arbeiten auf grundlage eines Intelchipsatzes und einer nVidia-Grafikkarte (letzteres abgesehen vom 13"-macbook, das einen integrierten intel-grafikchip besitzt).

Die noch gegenwärtige probleme liegen bei den herstellern. Das ist dem linux-problem ähnlich. Die Programmierung von treibern für MacOS wird von vielen Herstellern noch stiefmütterlich betrieben - und nur die hersteller können entsprechende treiber programmieren, da deren code proprietär ist.

Ich verstehe nicht, warum sich ständig menschen über IT-technik äußern, die offenbar nur geringe ahnung von der materie haben -.-

Nichtsdestotrotz ist die in den anderen kommentaren genannte abhängigkeit richtig. Als user schließt man einen kompromiss zwischen nutzerfreundlichkeit und abhängigkeit (z.b. vom Macstore, der vor- und nachteile hat). Ich bin mit meinem macbook wesentlich produktiver, weiß allerdings, dass ich mit dem kauf freiheiten in der softwarewahl, die ich bei windows hat, aufgegeben habe.

MacOS

"apple hat mit dem einstampfen ihrer PowerPC-architektur das os für andere hardware geöffnet." [sic]

Das ist leider falsch. Aus der Lizenz von Mac OS 10.7 Lion:

Apple Boot-ROM-Code und Firmware wird nur für die Nutzung auf Apple Hardware bereitgestellt. Es ist Ihnen nicht gestattet, Apple Boot-ROM-Code oder Firmware vollständig oder teilweise zu kopieren, zu modifizieren oder erneut zu verteilen.

Was sie ansprechen ist zwar technisch möglich, aber nicht legal.

Davon abgesehen ging es ihrem Vorposter um die Verwaltung der Software sehr vieler Rechner (und nicht um die Hardware), und da gibt es für Windows bessere Lösungen als für den Mac.

Was sagt mir dieser Artikel?

"MacOS kann man mittlerweile im einzelhandel kaufen"

Meinen sie MacOs oder MacOS X?

Ich kann mich als überzeugter Linuxuser auch nicht über mangelnde Hardwareunterstützung beschweren, bisher hat bei mir alles einwandfrei funktioniert, wenn MacOS (X) darunter leidet dürfte das eher ein durch Apple verursachtes Problem sein.

@topic: Was ist der Sinn dieses Artikels? Ist ZEIT ONLINE eine Werbeplattform für Apple? Immerhin wird die Zahl der Leute, die diese Informationen interessieren bei Apples Marktanteil nicht besonders groß sein. Trotzdem wird über jede Tätigkeit des Hauses Apple ein Artikel verfasst, für mich völlig unverständlich.

Sie berichten ja schließlich doch auch nicht Linux-Kernelupdates, oder wenn sich was in der Hurd Entwicklung tut(falls sich da überhaupt was tut, weiß ich z.B. aufgrund der mangelnden Berichterstattung nicht).

Debian und Arch Hurd sind beide mehr oder weniger nutzbar

der Hurdkernel unterstüzt zur Zeit aber nur einen Prozessorkern und ist trotz seiner minimalistischen konstruktion nicht (wesentlich?) schneller als kernel 3.2.

zu apple: ist mir einfach zu teuer. noch 6 monate nachdem ich meinen laptop gekauft habe, gab es macbooks mit älterer hardware die trotzdem teurer waren.

auch versteh ich das konzept von iMacs nicht. die nachteile von desktops und laptops in einem gerät: nicht mobil nutzbar und hardware sind schwer zu ersetzen/hinzuzufügen. und statt die hardware-kiste wenigstens mittels einem haufen usb-anschlüsse zu kompensieren, hat das gerät nur 3 usb ports, einer davon geht für die tastatur drauf.

nicht wirklich relevant, aber auch die maus find ich erbärmlich schlecht. unpräziser zeiger, unpräzises scrollrad. ich bin mit meinem touchpad wesentlich schneller. wer sich ein vernünftiges arbeitsgerät gönnen will, sollte sich ne mx518 oder etwas vergleichbares hohlen.

als student der informatik bekomme ich des weiteren legal kostenlosen zugriff auf xp, vista, 7 und demnächst 8. zur zeit würde ich also sagen das mir microsoft wesentlich sympatischer ist als apple.

iMacs...

...nehmen wenig Platz weg und sind sehr leise. Drei USB -Ports sind wenig, aber Peripherie lässt sich auch über Ethernet, Bluetooth und WLAN anschliessen. Das gibt weniger Kabelsalat und es gehen für Tastatur, Maus, Trackpad, Drucker, etc nicht unbedingt USB-Ports verloren.

Die Kritik an der Maus kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht war deine verdreckt oder die Geschwindigkeit falsch eingestellt, meine Maus ist jedenfalls präzise. Und das aktuelle Modell "Magic Mouse" besitzt gar kein Rad, die ganze Oberfläche bildet eine Art Touchpad. Apple verkauft auch externe Touchpads, so dass man auch ganz auf eine Maus verzichten kann. Gerade die Steuerung über Gesten mit dem Touchpad ist bei Apple sehr ausgefeilt.

Als Informatikstudent ist ein PC mit Linux oder BSD sicher die bessere Wahl, aber nicht jeder kann/will sich so intensiv mit der Technik auseinandersetzen.

ML...

Also ich bin auch ein Macuser und bisher war es für mich schon eins der besten Sachen, ich hatte auch seit 2005 eine sehr große Menge an Laptops, war aber meistens nach einer kurzen Zeit gar net mehr zufrieden, zu 95% war die Hardware dafür verantwortlich. Bin dann irgendwann auf Apple geswitcht und ziemlich zufrieden damit, aber wenn Apple jetzt aus dem OS X eine Art iOS macht, damit bin ich Mal gar nicht einverstanden.
Bei mir läuft Lion und das ist schon fast zu viel iOS, finde ich.

Was mir viel mehr Sorgen macht, dass Apple irgendwann komplett alles dicht macht und man nur noch über den AppStore die Programme laden kann. Und dann werden sie genauso am Rad drehen wie beim iPhone mit der Kontrolle usw. Vll werden sie plötzlich keine Open Source Programme mehr zulassen, weil es nicht in den Kram von Apple passt.
Ich nutze einige davon und für irgendwelche ähnliche Programme, die teilweise sogar weniger bieten, bin ich schlicht und ergreifend nicht bereit zu zahlen.

Ich spende lieber ein etwas an das Open Source Projekt statt da irgendeinen Firma in den Rachen zu werfen und Apple verdient dann auch wieder mit. Ich zahle schon genug für die Hardware, das muss reichen und die Auswahl von den Programmen soll meine Sache sein.