Filehoster: Megaupload-Gründer Schmitz auf freiem Fuß
Der Internet-Unternehmer Kim Schmitz ist gegen Kaution aus der Haft in Neuseeland entlassen worden. Die US-Behörden fordern seine Auslieferung.
© Sandra Mu/Getty Images

Megaupload-Gründer Kim Schmitz nach seiner Entlassung in Auckland
Ein Richter im neuseeländischen Auckland hat den Gründer der Internet-Plattform Megaupload, Kim Schmitz, gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Es bestehe keine Fluchtgefahr für den aus Deutschland stammenden Mann, hieß es in der Begründung. Sein gesamtes Vermögen sei beschlagnahmt. Gut einen Monat nach seiner Festnahme darf Schmitz zu seiner Familie in Auckland zurückkehren, das Land aber nicht verlassen. Außerdem ist es ihm verboten, das Internet zu nutzen.
Die US-Behörden fordern die Auslieferung des 38-Jährigen. Sie werfen ihm Verletzung des Urheberrechts und Betrug vor. Die Internet-Plattform Megaupload bot seinen Nutzern seit 2005 Speicherplatz für Daten an, die auch anderen zur Verfügung gestellt werden konnten. Die inzwischen deaktivierte Plattform wurde allerdings nicht nur für persönliche Daten genutzt, sondern auch zur Verbreitung von illegalen Kopien etwa von Musik, Software und Filmen.
Den Rechtsinhabern sei ein Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar entstanden, sagt die US-Justiz. 2010 soll Schmitz, der seinen Nachnamen in Dotcom ändern ließ, rund 42 Millionen Dollar durch seine Internetaktivitäten verdient haben.
Drei weitere am 20. Januar gemeinsam mit Schmitz festgenommene Verdächtige waren bereits zuvor gegen Kaution freigekommen. Der Anwalt von Schmitz wies die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück. Eine Anhörung zu den Auslieferungsanträgen der US-Justiz soll es Mitte August geben. Sollte Schmitz in den USA vor Gericht kommen, droht dem ehemaligen Hacker die Maximalstrafe von 20 Jahren.








"Außerdem ist es ihm verboten, ins Internet gehen."
Zum Artikel:
500 Millionen Verlust. Ich verstehe partout nicht, wie jedesmal wieder solche Zahlen ohne Wert gedruckt werden.
Man könnte wenigstens mal nachhaken wie diese zustandekommt. Was wird hochgerechnet/geschätzt? Geht man davon aus, daß jeder mutmaßliche Stream-Nutzer sich den Film/die Musik zum Marktpreis gekauft hätte? Usw. Usf.
Wird Urheberrechtsverletzung ebenso stark geächtet wie zB Mord? Wie lässt sich die "bis zu 20Jahre" - Strafe einordnen?
Interessantes Thema mit einem leider recht kurz und wenig informativ geratenem Artikel. Buddelt bitte mal tiefer!
Denn ich weiß nicht, was mit "Dollar" gemeint ist. US-Dollar? Neuseeland-Dollar?
1 NZD = 0,634 EUR -> 315.376.766,43€
1 USD = 0,754 EUR -> 377.699.000€
Immerhin 62 Millionen Euro Unterschied!
Logisch wäre doch, wenn der tatsächliche Verlust dem entspricht, was in Wahrheit an Umsatz durch die Inhalte generiert wurde. Das wären 175 Millionen (?). Oder begehe ich einen Gedankenfehler?
Denn ich weiß nicht, was mit "Dollar" gemeint ist. US-Dollar? Neuseeland-Dollar?
1 NZD = 0,634 EUR -> 315.376.766,43€
1 USD = 0,754 EUR -> 377.699.000€
Immerhin 62 Millionen Euro Unterschied!
Logisch wäre doch, wenn der tatsächliche Verlust dem entspricht, was in Wahrheit an Umsatz durch die Inhalte generiert wurde. Das wären 175 Millionen (?). Oder begehe ich einen Gedankenfehler?
Der Artikel macht das Hauptproblem der Rechteinhaber deutlich:
Wenn die Rhetorik der Rechteinhaber noch die gleiche ist wie bisher rechnen sie so als wäre jeder Download exakt entgangener Gewinn und kalkulieren anhand der Verkaufspreise dann den Schaden. So fragwürdig diese Rechnung auch ist, es macht eines klar: Wenn Kim Schmitz 42 Mio verdient hat wofür die Rechteinhaber 500 Mio verlangt hätten - dann ist das nur ca. 1/12.
Das Bedeutet: würden die Rechteinhaber der Forderung nachkommen vergleichbare Angebote legal zu schaffen, würden sie ihren Umsatz Zwölfteln.
Klar, dass die daran wenig Interesse haben, zumal der gute Kim ja auch noch angefangen hatte Direktverträge mit den Musikern zu schließen...
http://theoatmeal.com/com...
Wenn Kim Schmitz 42 Mio verdient hat wofür die Rechteinhaber 500 Mio verlangt hätten - dann ist das nur ca. 1/12. Das Bedeutet: würden die Rechteinhaber der Forderung nachkommen vergleichbare Angebote legal zu schaffen, würden sie ihren Umsatz Zwölfteln.
Wenn ein Album statt 18,00 € nur noch 1,50 € kostet, dann werden auch mehr Alben verkauft. Viel mehr! So einfach ist die Rechnung eben nicht.
http://theoatmeal.com/com...
Wenn Kim Schmitz 42 Mio verdient hat wofür die Rechteinhaber 500 Mio verlangt hätten - dann ist das nur ca. 1/12. Das Bedeutet: würden die Rechteinhaber der Forderung nachkommen vergleichbare Angebote legal zu schaffen, würden sie ihren Umsatz Zwölfteln.
Wenn ein Album statt 18,00 € nur noch 1,50 € kostet, dann werden auch mehr Alben verkauft. Viel mehr! So einfach ist die Rechnung eben nicht.
Was für ein Witz, ich lache immer noch....
@Lupo1977
Sie Rechnen die 500 Mio. gegen die 42 Mio. auf. Das ist so nicht richtig. Die 500 Mio. sollen im Zeitraum von 2005 bis 2012, also in 6 Jahren, aufgelaufen sein. Die 42 Mio. sind die Einnahmen von Herrn Schmitz im Jahr 2010 (also hochgerechnet für 6 Jahre = 252 Mio.)
Die Sache mit den Direktverträgen haben Sie aber richtig erkannt. Ein Dorn im Auge der Musikindustrie.
Ich beobachte den Fall schon seit seinem Anfang
http://www.zeit.de/digita...
http://www.zeit.de/2012/0...
Und was ich in meinem letzten Kommentar andeutete zeigt sich nun wohl immer mehr. Das FBI hat keine harten Beweise.
Anders ist die Anhörung im AUGUST nicht zu erklären. Deutschland hat sich (wie wohl auch viele anderen Staaten die um Hilfe gebeten wurden) von den Ermittlungen verabschiedet. Die Taktik heißt jetzt maximale Zeit herausholen um (1) vielleicht doch noch was Hartes zu finden und (2) Herrn Schmitz maximal zu Ärgern. Denn eine Entschädigung bei einer Niederlegung des Verfahrens erhält er von den USA in keinem Fall.
Die USA verhält sich sehr dumm, denn je öfters sie solche Kamikazemanöver durchführt, desto größer wird die Abneigung der lokalen Behörden ihr zu helfen.
@chaled
Re:@Lupo1977
Sie Rechnen die 500 Mio. gegen die 42 Mio. auf. Das ist so nicht richtig. Die 500 Mio. sollen im Zeitraum von 2005 bis 2012, also in 6 Jahren, aufgelaufen sein. Die 42 Mio. sind die Einnahmen von Herrn Schmitz im Jahr 2010 (also hochgerechnet für 6 Jahre = 252 Mio.)
--> naja, im Jahr 1 war der Gewinn sicher eher bei Null (oder negativ)
wenn wir dann von einer logarithmisch ansteigenden Kurve ausgehen, dürfte die Summe Wohle eher unter 100 Mio liegen
@chaled
Re:@Lupo1977
Sie Rechnen die 500 Mio. gegen die 42 Mio. auf. Das ist so nicht richtig. Die 500 Mio. sollen im Zeitraum von 2005 bis 2012, also in 6 Jahren, aufgelaufen sein. Die 42 Mio. sind die Einnahmen von Herrn Schmitz im Jahr 2010 (also hochgerechnet für 6 Jahre = 252 Mio.)
--> naja, im Jahr 1 war der Gewinn sicher eher bei Null (oder negativ)
wenn wir dann von einer logarithmisch ansteigenden Kurve ausgehen, dürfte die Summe Wohle eher unter 100 Mio liegen
Denn ich weiß nicht, was mit "Dollar" gemeint ist. US-Dollar? Neuseeland-Dollar?
1 NZD = 0,634 EUR -> 315.376.766,43€
1 USD = 0,754 EUR -> 377.699.000€
Immerhin 62 Millionen Euro Unterschied!
sind doch Peanuts - wir rechnen doch heute alle nur noch in Milliarden ;)
sind doch Peanuts - wir rechnen doch heute alle nur noch in Milliarden ;)
http://theoatmeal.com/com...
Logisch wäre doch, wenn der tatsächliche Verlust dem entspricht, was in Wahrheit an Umsatz durch die Inhalte generiert wurde. Das wären 175 Millionen (?). Oder begehe ich einen Gedankenfehler?
@chaled
Re:@Lupo1977
Sie Rechnen die 500 Mio. gegen die 42 Mio. auf. Das ist so nicht richtig. Die 500 Mio. sollen im Zeitraum von 2005 bis 2012, also in 6 Jahren, aufgelaufen sein. Die 42 Mio. sind die Einnahmen von Herrn Schmitz im Jahr 2010 (also hochgerechnet für 6 Jahre = 252 Mio.)
--> naja, im Jahr 1 war der Gewinn sicher eher bei Null (oder negativ)
wenn wir dann von einer logarithmisch ansteigenden Kurve ausgehen, dürfte die Summe Wohle eher unter 100 Mio liegen
sind doch Peanuts - wir rechnen doch heute alle nur noch in Milliarden ;)
55 Milliarden sind heutzutage ja auch nur unbedeutende Vorzeichenfehler.
Aber hier geht es ums Prinzip, hier soll ein Exempel statuiert werden. Andere Filehoster sollen eingeschüchtert werden.
Und es scheint auch zu funktionieren. Viele der kleineren Filehoster haben schon ihren freien Downloadsupport stark eingeschränkt/ganz eingestellt. Mal schauen wie lange es noch dauert bis der Riese Rapidshare fällt.
55 Milliarden sind heutzutage ja auch nur unbedeutende Vorzeichenfehler.
Aber hier geht es ums Prinzip, hier soll ein Exempel statuiert werden. Andere Filehoster sollen eingeschüchtert werden.
Und es scheint auch zu funktionieren. Viele der kleineren Filehoster haben schon ihren freien Downloadsupport stark eingeschränkt/ganz eingestellt. Mal schauen wie lange es noch dauert bis der Riese Rapidshare fällt.
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