Computerspiele sind in den Augen vieler Eltern kein sinnvolles Hobby für ihre Kinder. Wüssten sie mehr darüber, wären sie anderer Meinung, schreibt Leser Roman Herbig.
Viele Eltern kennen das: Das Kind sitzt wieder stundenlang am PC, reagiert gereizt, wenn man es anspricht, oder ignoriert einen gleich ganz. Es vergeudet lieber seine Zeit mit Computerspielen als sinnvolle Dinge zu tun.
Welches Spiel spielt Ihr Kind? Seit wann? Mit wem? Wie gut ist es darin? Diese vier trivialen Fragen können Eltern oft nicht beantworten. Sie sind zwar stolz auf die sportlichen oder musischen Aktivitäten ihrer Kinder. Sie wissen, dass ihr Kind Kapitän der Fußballmannschaft ist oder gerade Beethovens Mondscheinsonate am Klavier lernt. Über die Computerspiele ihres Sohnes oder ihrer Tochter aber wissen sie nicht Bescheid. Der Computer ist schließlich unwichtig, geradezu böse.
Ein Gedankenspiel: Einmal hat ihr Kind ein Fußballspiel, das andere Mal ein virtuelles Match gegen andere Computerspieler. Nun stellen Sie fest, dass ihr Kind noch etwas erledigen muss. Laufen Sie zum Sportplatz und erinnern ihn daran? Wohl kaum. Warum holen Sie ihn aber vom PC weg?
Um bei dem Gedankenexperiment zu bleiben: Bei einem Fußballspiel tolerieren oder wünschen Sie sich, dass Ihr Kind sich über einen Fehlpass ärgert, denn er zeigt Emotionen, will sich verbessern und aus Fehlern lernen. Warum finden sie den gleichen Wutausbruch bedenklich, wenn er vor dem Monitor stattfindet? Und nach einem Fußballspiel informieren Sie sich, wie das Spiel ausgegangen ist. Warum nicht nach einem Computerspiel?
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Computerspiele sind nicht zwangsläufig eine Beschäftigung, um Zeit tot zu schlagen. Es gibt professionelle Ligen: In Korea etwa sind Profis an der Maus quasi Popstars. Auf der ESWC, der Weltmeisterschaft im eSport, ging es 2012 um insgesamt 215.000 Dollar in zehn Sparten. Die besten Spieler verdienen längst als sogenannte Pro-Gamer ihr Gehalt. Oft stehen sie in Teams fest unter Vertrag, besitzen also ein ähnliches Arbeitsverhältnis wie Fußballprofis.
Spiele fordern und fördern das Gehirn, sofern sie richtig eingesetzt werden. Die Geschwindigkeit moderner Ego-Shooter verbessert das Reaktionsvermögen, Rollenspiele erfordern komplexe soziale Interaktionen, Denk- und Strategiespiele verlangen Voraussicht sowie die Fähigkeit, spontan und flexibel Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Sie glauben das nicht? Informieren Sie sich bei Ihrem Kind, was es am Computer macht. Und spielen Sie selbst!









Ich bin mittlerweile 23 Jahre alt und hab in meiner Jugendzeit sozusagen in einem semiprofessionellen Rahmen WoW gezockt. Ich gebe zu, dass ich es in der ein oder anderen Situation übertrieben hab, kann aber die im Artikel geschilderte Reaktion absolut bestätigen. Meine Eltern haben damals zu keiner Zeit das Spiel als Hobby für mich anerkannt sondern stets nur als Suchtgefahr gesehen. Das Fußballbeispiel hatte daran auch nichts geändert...
Um hier diversen Vorurteilen entgegenzuwirken:
ja, gerade Online-Spiele können ein gewisses Suchtpotenzial entfalten und dieses ist in keinster Weise zu unterschätzen. Statt aber nur ablehnend zu reagieren sollte man als Elternteil versuchen zu verstehen, wofür die Zeit benutzt wird. Beispielsweise ist es in WoW notwendig sich mit anderen Spielern mehrmals wöchentlich für mehrere Stunden zu treffen um im Spiel voran zu kommen.
Und dementsprechend sind PC-Spiele auf jeden Fall auch interaktiv. Die Spiele können dabei mitunter sehr komplex sein. Wer wirklich gut sein will muss sich meist tiefgreifend mit der Materie (z.B. mit der hinter dem Spiel stehenden Mathematik) beschäftigen. Strategien insbesondere in großen Gruppen(in WoW bis zu 25 Spieler) erfordern mitunter ein hohes Maß an Koordination und Konzentration, was nach mehreren Stunden auch genau wie ein Fußballspiel ziemlich anstrengend werden kann.
Ja, Rollenspiele - vor allem auch die modernen Multiplayer spiele - beinhalten soziale Komponenten. Aber eine Interaktion über den Computer kann nie echte Kommunikation unter Einsatz von gesprochener Sprache, Mimik, und Gestik ersetzen.
Ja, Actionspiele erhöhen vielleicht Aspekte der Reaktionsfähigkeit, es gibt aber auch andere Studien, die AufmerksamkeitsDEFIZITE bei Computerspielern beklagen.
Da ich selbst damals viele Jahre vor dem Computer verbracht habe: Wäre ich nochmal Kind, so würde ich mich selber bewegen statt meinen Avatar zu bewegen. Ich würde selber mit echten Menschen kommunizieren statt meinen Avatar mit anderen Avataren kommunizieren zu lassen. Computerspiele können in kleinen Maßen(!) sicherlich eine Bereicherung sein, aber sie sind ein schlechter Ersatz!
Das zu diesem leider extrem einseitigen Artikel.
Ein unnötiger Leserartikel über ein frivoles, banales Thema?
... unnoetig ist, ist Ihr Kommentar. Was lesen Sie ueberhaupt den Artikel, wenn doch eigentlich schon an der Ueberschrift oder zumindest an der Einleitung zu erkennen ist ueber welch "frivoles und banalas" Thema hier geschrieben wird?
... unnoetig ist, ist Ihr Kommentar. Was lesen Sie ueberhaupt den Artikel, wenn doch eigentlich schon an der Ueberschrift oder zumindest an der Einleitung zu erkennen ist ueber welch "frivoles und banalas" Thema hier geschrieben wird?
... unnoetig ist, ist Ihr Kommentar. Was lesen Sie ueberhaupt den Artikel, wenn doch eigentlich schon an der Ueberschrift oder zumindest an der Einleitung zu erkennen ist ueber welch "frivoles und banalas" Thema hier geschrieben wird?
...dass Sie sofort vom Schießen mit Waffen auf Menschen sprechen. Sie spielen vermutlich wenig am Computer (was ja sehr legitim ist), aber nicht alle Spiele sind Shooter; auch wenn die BILD und RTL uns das manchmal vermitteln wollen.
spielen kann bedeuten, dass
• Bildbearbeitung
• Textberarbeitung
• Gestaltung
• HTML
• Webtechnik
• Videotechnik
• Tontechnik
• Programmanwendungen
nach eigenen Vorstellungen Kreativ eingesetzt wird, wenn Eltern nicht nur eigenen Stress oder fremdgesteuerte Dadelei im Computer sehen ..
ist doch eine Abwehrhaltung. Das ganze Umfeld der Kinder hängt vor dem pc. Es soll alles geben, aber alles in Maßen. Zeiten haben sich geändert, Hausaufgaben werden in der Arbeitsgruppe mit 5 Leuten am pc gemacht. Und pc heißt doch nicht immer Leute tot schießen.
Er ist ein Mittel, um mit anderen zu kommunizieren. Tolle Sache. Und er macht schlau. Ich hab sogar Bücher drauf gespeichert. Wichtig ist es den Kindern beizubringen, wie man damit umgeht. Da haben wir wieder die Vorbildfunktion.
Als mein Sohn klein war, habe ich ihm beigebracht, wo der Knopf am Fernseher ist, mit dem man das Gerät ausschaltet.
Mein pc wird nicht ausgeschaltet, nutze ihn ständig zum Zeitunglesen, Einkaufen, Preisevergleichen eine ständige Informationsquelle, die mein Wissen erweitert, für schnelle Kommunikation mit Freunden, finde Kochrezepte und Schnittmuster, Erfahrungsberichte.
Spare viel Zeit ein, die ich dann mit Freunden und Bekannten
nutzen kann, um ins Kino, Theater oder sonstwohin zu gehen.
Möchte das Teil nicht mehr missen.
Erst einmal eine Begriffsbestimmung von Interaktion:
"Duden" - INTERAKTION
"Substantiv, feminin - aufeinander bezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen; Wechselbeziehung zwischen Handlungspartnern"
Es ist interessant,daß hier von "echter" Interaktion gesprochen wird.Laut Definition sind Computerspiele, welche in Multiplayermodus gespielt werden o. MMORGPs in jeder Hinsicht interaktiv!
Interessant,daß einige immer wieder erwähnen,daß das gesprochene Wort fehlt,Mimik und Gestik.Die Spiele sind mittlerweile so komplex,daß ALLE die Möglichkeit des "Teamspeaks" besitzen.Dort wird über Schnittstellen des Spiels bzw. über einen zusätzlichen Client über ein Headset miteinander kommuniziert.Da solche Online-Spiele nie auf ein Land begrenzt sind,dem Internet sei dank,hat man hier sogar die Möglichkeit,bzw. wird förmlich dazu gezwungen,die englische Sprache so zu kommunizieren,daß es ein Franzose,ein Russe,ein Engländer,ein Amerikaner und Koreaner (u.v.a.) verstehen kann.
Hinzukommt die Möglichkeit noch des parallelen Skypens,welche Online-Spieler gerne nutzen.Hier spielt dann zusätzlich Mimik und Gestik eine Rolle.
Weiterhin gibt es neurowissenschaftliche Studien (siehe oben genannten taff-spezial-film), dass Informationen innerhalb eines Spieles (auch eines Ego-Shooters) anders vom Spieler bewertet werden als in der Realität. Es ist sogar nachweislich, dass Gewaltszenen der Realität von Online-Spielern deutlich intensiver kognitiv verarbeitet werden, als es Nichtspieler tun.
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