Von wegen Sommerloch: Die Community von ZEIT ONLINE ist aktiver denn je. Dass wir zum Beispiel endlich ein Hashtag für unsere Livedebatten haben, verdanken wir unseren Usern: Aus rund 300 Vorschlägen unserer Facebook-Fans erhielt #echtzeit die meisten Likes. Unsere Lieblingslivedebatte im Juli war übrigens die mit der innenpolitischen Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Ulla Jelpke, über parlamentarische Arbeit, rechtsradikalen Terror und "Behördenerziehung".

Das meistdebattierte Thema im Juli war wenig überraschend der NSA-Überwachungsskandal, wobei sich an den Reaktionen unserer Leser schnell abzeichnete, dass die mediale Verwunderung über die mangelnde Empörung der Bevölkerung nicht berechtigt war. Dabei kritisierten die Leser nicht nur die indifferente Haltung der Politik (als Beispiel dieser Kommentar von Leser Innok), sondern beklagten auch, unsere Autoren schätzten die Lage teilweise zu entspannt ein. So musste sich Josef Joffe als Reaktion auf seinen Kommentar, geheimdienstliche Überwachung sei zwischenstaatliche Normalität, den Vorwurf (von alliance1979) gefallen lassen, mit seiner Haltung journalistischer Arbeit zu schaden.

Schön zu sehen allerdings, dass trotz hitziger Debatten der Humor nicht verloren ging, wie zum Beispiel die Reaktionen auf einen Kommentar unseres Autoren Ludwig Greven zeigten. Greven schlug vor, wer nicht abgehört werden wolle, solle für sensible Gespräche doch am besten einfach in den Wald gehen. Leserin Barbara Goerner kommentierte dazu auf Facebook: "So wird mein sauerländischer Gebirgsverein zur subversiven Vereinigung. Wir gehen regelmäßig in den Wald." Und Leser europat folgerte: "Mit Naturschutz hat der Autor offensichtlich nichts am Hut."

Auf dem Höhepunkt der Debatte um Prism zeigte Leser Grobkorn mit einer so einfachen wie schlauen Recherche den Stellenwert des Prism-Skandals für die einzelnen Parteien auf: indem er die Parteien-Webseiten nach Prism durchsuchte und die Ergebnisse statistisch und einordnend aufbereitet per Kommentar zur Verfügung stellte.

Überhaupt sammelt unsere Community gerne Daten: Die Ergebnisse unseres Aufrufs an unsere Leser, uns die Dispo-Zinssätze ihrer Banken zu nennen, haben wir geprüft und in einer Infografik offengelegt – bei uns herrscht schließlich Transparenz.

Ein neues Hoch erreichte im Juli das Interesse an unseren Leserartikeln. Der Beitrag Bahnfahren aus Rache von Leser Dierk Andresen, in dem er beschreibt, wie man mit legalen Tricks äußerst günstig Bahn fahren kann, war mit fast 250.000 Aufrufen der bislang meistgelesene Leserartikel überhaupt. Was wir natürlich auch deshalb erwähnen, um möglichst viele Leser zur Einsendung von Leserartikeln anzuregen.

Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der bevorstehenden Bundestagswahl im September, das gilt auch für unser Angebot an die Community: Formulieren Sie in einer Leserartikel-Serie Ihre persönlichen Wünsche an die Politik, basteln Sie mit uns alternative Wahlplakatslogans und beteiligen Sie sich an unseren Livedebatten. Um die Ankündigungen nicht zu verpassen, folgen Sie am besten unserem Twitter-Account @zeitonlineleser.

Für Ihre eigenen Ideen ist im Kommentarbereich unbegrenzt Platz. Sagen Sie selbst: Welche Geschichten wollen Sie gemeinsam mit uns erzählen?