Entsprechend hat Microsoft auch an die gute alte Kommandozeile gedacht. Microsoft bietet nun die Möglichkeit, Inhalte per Steuerungstaste und der Taste V in die Kommandozeile einzufügen. Microsoft verbessert zwar schon länger immer wieder die Kommandozeile, etwa mit der vergleichsweise neuen Powershell, doch an einigen Komfortfunktionen mangelte es immer noch.

Entgegen erster Gerüchte wird Microsoft die Charms-Leiste (Windows-Taste und C) auf der rechten Seite beibehalten. Es gibt anscheinend genug Touchscreen-Nutzer, die sich seit Windows 8 daran gewöhnt haben, und denen will Microsoft die Funktion weiter bieten. Deswegen gibt es für Touchscreen-Anwender auch weiterhin einen Startbildschirm: mit Live-Kacheln, aber auch einer Taskleiste und einer kleinen Auflistung von herkömmlichen Programmen.

Microsoft will Unternehmenskunden in allen Kategorien erreichen

Egal ob Smartphone, Tablet oder Rechner: Microsoft will alle Nutzer mit seiner Windows-10-Plattform erreichen und setzt dabei auf eine Vereinheitlichung der Plattform. Das fällt unter den Begriff One Converged Plattform. Damit ist gemeint, dass Microsoft etwa einen Store für Applikationen anbietet. Die Umbauten dafür wurden teilweise schon auf der Windows-8-Plattform begonnen. Auch die Verteilung von Sicherheitsrichtlinien und die Verwaltung von Geräten in Unternehmen soll vereinheitlicht werden. Das gilt auch für die Ersteinrichtung der Geräte oder den Windows Store speziell für Unternehmen, der nur die internen Apps umfasst.

Geplant ist zudem eine Verbesserung der Sicherheit. Angriffe auf die Plattformen Windows Phone oder Windows RT sind allerdings ohnehin kaum vorhanden. Es geht also vor allem darum, Windows auf x86-Basis besser abzusichern. Doch diese Verbesserungen gelten dann auch für Plattformen, die noch nicht mit Schadsoftware im großen Stil angegriffen werden. Für Phishing und Datendiebstahl sind auch die anderen Plattformen anfällig, da der Angriff auf den Nutzer erfolgt. Microsoft verspricht zudem einen sichereren Datentransport, auch wenn die Daten etwa mit USB-Sticks transportiert werden.

Vorschau von Windows 10 über das Windows Insider Program

Eine Technical Preview von Windows 10 soll für Desktop- und Notebook-Nutzer in Kürze verfügbar sein. Angeboten wird die unter preview.windows.com im sogenannten Windows Insider Program. Die Vorabversion wird laut Microsoft regelmäßig durch neue Builds aktualisiert und beinhaltet noch einige experimentelle Funktionen. Details dazu liegen noch nicht vor und werden bei Bedarf ergänzt.

Interessanterweise soll danach eine Server-Version folgen, die Unternehmen testen können. Diese müssen dann nicht mehr auf ihrem Server mit dem Startbildschirm hantieren. In solchen Profiumgebungen sind berührungsempfindliche Bildschirme sehr selten, weswegen die Windows Server 2012 und 2012 R2 so manchen System Administrator irritierten.

Für Endanwender wird erst später mehr an Neuerungen präsentiert. Erst 2015 werden also etwa Tablet-Benutzer erfahren, was sich für sie ändert. Windows 10 soll im Laufe des Jahres 2015 ausgeliefert werden. Details zur Verbreitung der Plattform über Geräteklassen fehlen noch.

Anscheinend wird aber auch das Smartphone-Betriebssystem von Microsoft Windows 10 genannt, und Windows RT würde demzufolge auch unter diesen Namen fallen. Prinzipiell soll Windows 10 Geräte mit Displaygrößen von 4 Zoll bis 80 Zoll unterstützen. Informationen zu Preisen gibt es noch nicht.