Die China zugeschriebenen Hackerangriffe auf die US-Bundesverwaltung OPM weiten sich zur größten Cyberattacke in der Geschichte der amerikanischen Regierung aus. Insgesamt seien 21,5 Millionen Menschen betroffen, teilte die Behörde mit. Darunter seien aktuelle, ehemalige und potenzielle zukünftige Regierungsangestellte, zivile Auftragnehmer sowie deren Familien, Verwandte und Freunde.

Die Hacker hatten sich Zugriff auf Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburts- und Gesundheitsdaten, Informationen zu Finanzen und krimineller Vergangenheit sowie auf sogar rund 1,1 Millionen Fingerabdrücke verschafft.

In einer getrennten Attacke, die ebenfalls chinesischen Angreifern zugeschrieben wird, hatten Hacker Personaldaten von weiteren 4,2 Millionen aktuellen und ehemaligen US-Angestellten gestohlen. Bei der Untersuchung dieses Angriffs im April sei Anfang Juni dann die zweite, größere Attacke entdeckt worden. Beide Angriffe ereigneten sich laut OPM (Office of Personnel Management) im vergangenen Jahr.  

Das OPM kümmert sich um die Angestellten der Bundesbehörden. Die Behörde ist unter anderem für Sicherheitsüberprüfungen und die Vergabe von Zugangsberechtigungen zuständig. Derzeit hat das OPM nach eigenen Angaben aber keine Anhaltspunkte dafür, dass die Hacker die Daten missbraucht oder im Internet weiterverbreitet hätten. Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe zurück, für den Hackerangriff verantwortlich zu sein.