In den USA haben Ermittler einen Hacker-Ring ausgehoben. Mit gestohlenen Firmendaten sollen die Cyberkriminellen bei Wertpapiergeschäften mehr als 30 Millionen Dollar Gewinn gemacht haben.

Die Staatsanwaltschaften in Brooklyn und New Jersey beschuldigten neun Verdächtige, sie hätten sich Pressemitteilungen beschafft, bevor diese durch Dienstleister wie PR Newswire, Marketwired und Business Wire veröffentlicht wurden. Die Informationen sollen sie an Börsenhändler überwiegend in den USA weitergegeben haben. Fünf Verdächtige wurden laut Bundespolizei FBI festgenommen.  

Die Hacker sitzen vermutlich in der Ukraine und möglicherweise in Russland, schrieb das amerikanische Medienunternehmen Bloomberg.

Wie das Handelsblatt berichtet, sollen die Börsenhändler in den USA die Informationen verwendet haben, um Aktien von Dutzenden Unternehmen, darunter Panera Bread, Boeing, Hewlett-Packard, Caterpillar und Oracle, über private Broker-Konten zu kaufen und zu verkaufen.

Die Ermittler des FBI, des Secret Service und von Staatsanwaltschaften haben laut dem Bericht mehr als zwei Jahre lang an der Aufdeckung des Hacker-Rings gearbeitet. Insgesamt sollen die Insider-Geschäfte demnach über fünf Jahre lang stattgefunden haben. Auch kürzlich soll es noch Geschäfte gegeben haben.

Auslöser für die Ermittlungen war laut Handelsblatt ein Hinweis der Börsenaufsicht SEC. Ihr waren verdächtige Handelsmuster bei einem der Beschuldigten aufgefallen.